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Region Langenhagen Nachrichten Straßenwärter sorgen sich um ihre Arbeitsplätze
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00:35 10.03.2018
Hendrik Hoppenstedt (von links), Friedhelm Fischer, Rainer Fredermann und Steffen Sadowski sind im Gespräch. Quelle: Stephan Hartung
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Langenhagen

 Mit Sorge blicken die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei an der Wagenzeller Straße auf das Jahr 2021: Dann geht die Verwaltung der Bundesautobahnen und teilweise auch der Bundesstraßen in eine GmbH über, die als Infrastrukturgesellschaft firmiert. 

Diesen Beschluss hatte die Bundesregierung im vergangenen Jahr gefasst – und damit durchaus Unsicherheit bei den Beschäftigten ausgelöst, wie Steffen Sadowski, Leiter der Autobahnmeisterei, jetzt bei einem Besuch des CDU-Bundestagsabgeordneten Hendrik Hoppenstedt und des CDU-Landtagsabgeordneten Rainer Fredermann sagte. „Diese Nachricht hat zu Ängsten innerhalb der Belegschaft geführt“, betonte er und fügte hinzu, für die Meisterei seien 43 Mitarbeiter tätig, davon 38 als Straßenwärter. 

„Es gibt keinen Grund zur Sorge“, sagte Hoppenstedt. Zwar müsse er in dieser Angelegenheit noch recherchieren. „Aber ich bin sicher, dass niemand schlechter gestellt wird.“ Und da die großen Bundesländer wie Niedersachsen die Aufsicht über die Bundesstraßen behalten würden, müssten die Beschäftigten nicht damit rechnen, dass sich die Aufgaben verringern.

Und bei diesem Thema blickten die Beteiligten naturgemäß auf den Februar zurück, nach Einschätzung Sadowskis ein echter Wintermonat: Er und sein Team seien oft im Einsatz gewesen. „Wir hatten aber eine sehr trockene Kälte und brauchten deshalb keine großen Mengen an Streumaterial“, berichtet Sadowski. Im Februar habe man 2000 Tonnen verwendet. „Wenn richtig Schnee fällt, dann sind es schnell mal 6000 Tonnen.“

Den Termin bei der Autobahnmeisterei hatten die CDU-Politiker bereits im Sommer 2017 vereinbart, dann aber wegen der Landtagswahl absagen müssen. Nun reiste Hoppenstedt trotz seiner anstehenden neuen Aufgabe in Berlin an – um die Beschäftigten nicht ein weiteres Mal vertrösten zu müssen. Denn nach dem nun sicheren Fortbestand der Großen Koalition und der sich daraus ergebenden Wiederwahl von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist die Ernennung von Hoppenstedt zum Staatsminister unter Merkel nur noch Formsache, der künftig weniger Termine im Wahlkreis wahrnehmen kann. 

Sanierung von 16 Kilometern pro Jahr 

Baustellen auf Autobahnen lassen sich nicht vermeiden – wenn die Schnellstraßen dauerhaft befahrbar sein sollen. Mit einer Rechnung hält Friedhelm Fischer, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, gegen das subjektive Gefühl vieler Autofahrer,  es gebe zu viele Baustellen, Stau und Zeitverlust. „Bei der Autobahn 2 ist haben wir zwischen den Landesgrenzen von Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt 320 Kilometer Strecke in beiden Fahrtrichtungen.“ Nach den Statistiken der Behörde sind durchschnittlich auf der gesamten A2 pro Tag 130 000 Fahrzeuge unterwegs, davon etwa 25 000 Lastwagen. „Die Beläge auf der Fahrbahn halten bei dieser Beanspruchung aber nur zehn Jahre“, sagt Fischer. Demnach müssen pro Jahr durchschnittlich 32 Kilometer der Fahrbahndecke, demnach 16 Kilometer pro Seite, saniert werden. Laut Fischer versuche man bei den Arbeiten in die Sommermonate zu gehen. „Denn die A2 ist eine Pendler- und keine Ferienautobahn wie die A7.“ hg  

Von Stephan Hartung

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