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Volksbank-Regionaldirektor Lars Runge (links) und Filialleiter Andreas Mohnke (rechts) nehmen Urkunde und Plakette von SoVD-Landesgeschäftsführer Dirk Swinke (zweiter von links) und Gerd Schwesig vom BVN entgegen.

Volksbank-Regionaldirektor Lars Runge (links) und Filialleiter Andreas Mohnke (rechts) nehmen Urkunde und Plakette von SoVD-Landesgeschäftsführer Dirk Swinke (zweiter von links) und Gerd Schwesig vom BVN entgegen.© Böger

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Langenhagen

Volksbank ist jetzt komplett barrierefrei

Ein Schritt auf dem Weg zur Inklusion im Alltag: Die umgebaute und erweiterte Geschäftsstelle der Hannoverschen Volksbank ist vom Sozialverband (SoVD) und vom Blindenverband (BVN) ausgezeichnet worden, weil sie bei der Neugestaltung die Belange aller Behindertengruppen berücksichtigt hat.

Langenhagen. "Ein gutes Beispiel: Überlegt geplant - an alle gedacht" heißt es in der Urkunde und auf der Plakette, die SoVD-Landesgeschäftsführer Dirk Swinke und Gerd Schwesig vom BVN am Dienstag Volksbank-Regionaldirektor Lars Runge und Filialleiter Andreas Mohnke übergaben. Die Geschäftsstelle an der Walsroder Straße ist nicht nur über eine Rampe erreichbar und öffnet ihre Schiebetüren automatisch bei der Annäherung einer Person. Sie verfügt unter anderem auch über ein taktiles Leitsystem, das Sehbehinderte mit unterschiedlichen Bodenmarkierungen zum Geldautomaten führt. Außerdem können sie gleich am Eingang auf einer Tafel ertasten, wo es zum Servicebereich oder zum Briefkasten geht.

SoVD und BVN seien von Anfang an in dieses Pilotprojekt eingebunden gewesen, berichtet Christine Roßmayer vom Vorstandsstab der Volksbank. "Wir haben uns alles angesehen: Tischhöhen, Glastüren, Toiletten", schildert sie. Denn viele Punkte können leicht übersehen werden, weiß Architektin Elke Schmidt, die für den BVN ein auf zwei Jahre angelegtes Projekt "Barrierefreiheit" leitet. So müsse eine Rampe eben zwei Handläufe haben, weil es auch halbseitig gelähmte Menschen oder solche mit nur einem Arm gebe. Und der Notrufknopf in der Toilette dürfe sich höchstens zehn Zentimeter über dem Boden befinden, damit er noch erreichbar ist, wenn jemand gestürzt ist.

Schwesig, der die Hilfen für Blinde und Sehbehinderte wie die akustische Führung per Kopfhörer am Geldautomaten gleich ausprobierte, war voll des Lobes für den Bauherrn. Er habe es noch nie erlebt, dass die Vorschläge der Verbände so komplett berücksichtigt wurden, sagte er. Fehler seien umgehend korrigiert worden. So war der Boden am Ausgang wegen eines Missverständnisses zunächst mit Rippen statt mit Noppen gekennzeichnet worden. "Dabei sind das Verkehrsschilder für uns Blinde", erläutert Schwesig. Noppen kündigen Stufen an, während Rippen bedeuten: Hier ist es sicher, hier kann man gehen.

"Das Thema Barrierefreiheit war uns wichtig", sagt Filialleiter Mohnke, "wir wollten bewusst Kundengruppen ansprechen, die man sonst nicht so im Fokus hat." Die Volksbank werde nun alle Geschäftsstellen überprüfen, kündigte Regionaldirektor Runge an. Man wolle künftig "alle Chancen nutzen, Barrierefreiheit herzustellen".


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Langenhagen ist ...

  • ... eine Stadt nördlich von Hannover mit mehr als 53.000 Einwohnern
  • ... eine Wirkungsstätte von Nobelpreisträger Robert Koch
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