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Region Langenhagen Nachrichten Wasserwelt bessert für Vereine nach
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23:09 24.12.2017
Gemeinsam wollen Vereine, Stadt und Bad nach Lösungen so mancher Alltags-Probleme in der Wasserwelt suchen. Quelle: Rebekka Neander
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Langenhagen

 Wieviel Selbständigkeit ist kleinen Schwimmschülern zuzumuten? Müssen Eltern in Straßenkleidung mit in die Dusche? Und warum sehen es Schwimmmeister nicht gerne, wenn am Beckenrand gepicknickt wird? Die ersten Betriebsmonate in der Langenhagener Wasserwelt sind nicht reibungslos vorbeigegangen. Vor allem Äußerungen zu überbehütenden „Helikoptereltern“, aber auch zu unzumutbaren Risiken für Kinder haben zuletzt in der Ratssitzung die Wellen hoch schlagen lassen. Nun aber ist Besserung in Sicht. 

„Die GMF als Betreiberin des Bades lässt jetzt erst einmal Transponder nachproduzieren, damit auch Vereins-Schwimmer künftig die abschließbaren Schränke der Einzelkabinen nutzen können.“ Für den Ratsherrn und Vorsitzenden des Bad-Betriebsausschusses, Bernhard Döhner, ist dies nach einem ersten Gespräch mit Vertretern der schwimmsporttreibenden Vereine nicht nur ein erster Schritt in die richtige Richtung. Es ist für ihn auch stellvertretend für die Bereitschaft aller Beteiligten, den wirklichen Alltags-Problemen und damit den Lösungen auf die Spur zu kommen.

Schulkinder sind alt genug

Die zusätzlichen Transponder sind die Antwort auf die Kritik einiger Eltern, ihre Kinder könnten als Vereinssportler in der Sammelumkleide nur die dort eben nicht abschließbaren Schränke nutzen. Zudem könnten sie ihre Kinder nur auf diese Weise außerhalb der Sammelumkleide betreuen. 

Döhner stellt klar, dass derlei Angebot nur für Kinder im Vorschulalter gilt. „Kinder, die bereits eingeschult sind, müssen sich ja auch für den Sportunterricht eigenständig umziehen können.“ Sogenannte Eltern-Karten, die den Begleitpersonen über den Haupteingang Zugang zum Umkleidebereich erlauben, würden deshalb auch nur für diese Altersgruppe ausgehändigt. „Bei inklusiven Kindern, die eine besondere Betreuung benötigen, müssen die Eltern dies im Zweifel kommunizieren.“ 

Neue Informationen auf der Homepage

Nachgebessert hat die Betreibergesellschaft GMF der Wasserwelt Langenhagen auch auf der Homepage der Wasserwelt im Internet. So wurden nicht nur alle Computer-Animationen aus der Planungsphase durch echte Fotos aus den ersten Betriebsmonaten ausgetauscht. Vor allem ist jetzt auch der exakte Belegungsplan aller Becken durch Schulen, Vereine und Kurse ablesbar. Überdies sind vor allem bei Nutzung der Homepage über mobile Smartphones Öffnungszeiten und Eintrittspreise besser erkennbar. 

Bestehen bleiben muss jedoch die Regelung, dass Vereinsschwimmer sowie Schulklassen und Kindergärten das Bad ausschließlich durch den eigens dafür eingerichteten Zugang am Ostende des Bades betreten, während Begleitpersonen der Haupteingang vorbehalten bleibt. „Die Abrechnung zwischen Vereinen, Schulen und Kitas sowie der Stadt erfolgt einzig über das Zugangskreuz am Sportlereingang“, erläuterte Döhner. Dies sei insbesondere in diesen Wochen für alle Beteiligten enorm wichtig: „Die Vereine dürfen seit Eröffnung das Bad bis zum Jahresende kostenfrei nutzen, weil wir in diesen Wochen über das Zählkreuz am Sportlereingang die exakten Teilnehmerzahlen erfassen wollen.“ Diese werden die Basis für die Abrechnungen der Entgelte sein, die die Vereine für die Nutzung des Bades an die Stadt zahlen müssen. Pro Person sind jetzt zwei Euro vereinbart, von denen die Vereine jeweils einen Euro über den Sportring erstattet bekommen, sagt Döhner.

Bessere Akustik in der Cafeteria

Unter Umständen verlängert werden könnte auch die Zeitspanne, in der Eltern zur Betreuung der Kinder nach Kursende kostenfrei den Umkleidebereich betreten dürfen. „Derzeit sind dies 20 Minuten, doch die erweisen sich gerade im Winter zuweilen als sehr sportlich“, räumt Döhner ein. Dies und weitere Details wie zum öffentlich zugänglichen Cafeteria-Bereich sollen in einem erneuten Gespräch zwischen der Betriebsleitung des Bades, den Vereinen und dem Bad-Eigenbetrieb der Stadt Anfang kommenden Jahres tiefergehend besprochen werden. „Der Cafeteria-Bereich wird ein wenig seinen Wartehallen-Charme verlieren und auch bei der Akustik muss nachgebessert werden.“ Mit den Vereinen sei, so Döhner, überdies vereinbart, dass zu Beginn eines jeden Kurses alle Teilnehmer und Begleitpersonen ausführlich über alle Regelungen informiert werden. 

Von Rebekka Neander

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