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Region Langenhagen Nachrichten FahrKulTour ist ein voller Erfolg
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00:39 30.05.2018
Hunderte sichern sich bei Gabriele Spier auf dem Marktplatz die gelben Westen. Quelle: Carina Bahl
Langenhagen

Die rund 800 gelben Westen, die das Organisationsteam für die neunte Auflage der FahrKulTour bestellt hatte, gehen schon kurz nach dem Start um 11 Uhr weg wie warme Semmel. „Ich habe den Antrag auf gutes Wetter gestellt, und er wurde mal wieder genehmigt“, scherzt eine gut gelaunte Gabriele Spier auf dem Marktplatz. 28 Kilometer ist die Tour in diesem Jahr lang und führt zu spannenden Besonderheiten und Angeboten im Stadtgebiet. Überall lässt sich das Ehrenamt in seiner Vielseitigkeit bestaunen. „Ich schaue, dass nicht jedes Mal die gleichen dabei sind und das Programm wechselt“, verrät Spier. Und eine weitere Sache hat sie im vergangenen Jahr gelernt: Die großen Feste, wie das gleichzeitig angesetzte Wiesenauer Frühlingsfest als Station mit aufzunehmen, sei keine gute Idee. „Die Teilnehmer bleiben da einfach hängen und fahren nicht weiter.“

Den gelben Westen auf den Fahrradwegen folgend ist das am Sonntag aber wohl kein Thema: Ob segeln auf dem Silbersee, Alpakas bestaunen in Kaltenweide oder Kunst und Musik genießen entlang der Walsroder Straße – an allen elf Stationen herrscht reger Betrieb. „Wir sind seit Jahren mit dabei“, erzählen Dagmar Kopp und Ramona Basan, während sie genussvoll in eine Dönerrolle beißen. Nach mehreren Stationen sind sie zur Halbzeit an der Flüchtlingsunterkunft am Bauernpfad angekommen. „Ein tolles Angebot“, loben die beiden. Sie haben schon ordentlich Strecke geschafft – die beiden Freundinnen kommen extra aus Garbsen angeradelt, um bei der FahrKulTour dabei zu sein.

Ramona Basan (links) und Dagmar Kopp stärken sich vor der Flüchtlingsunterkunft: Sie sind extra für die Fahrkultour aus Garbsen gekommen. Quelle: Carina Bahl

Der Duft, der vor der Flüchtlingsunterkunft in der Luft liegt, ist aber auch verführerisch. Es braucht keinen der überall ausliegenden Routenplaner, um dieses Ziel zu erreichen. Die Besucher sind kaum angekommen, da gibt es schon von allen Seiten herzliche Einladungen zu den Spezialitäten und Getränken. Für manch einen Bewohner ist das Angebot derweil mehr als gastfreundlich, fast eine Herausforderung: Aktuell ist Ramadan. Die muslimischen Bewohner essen daher erst nach Sonnenuntergang und fasten tagsüber. Kein Grund, ihre Gäste nicht zu bewirten –im Gegenteil: Es gibt sogar einen extra Bereich, indem sich munter über die Tradition des Fastens ausgetauscht wird. Mit einem selbst gestalteten Button geht es für alle zurück auf den Sattel. „Wir wollen uns noch Tricks fürs Fensterputzen zeigen lassen“, verraten Kopp und Basan lachend – diesen Schnellkurs bietet die Firma Haster an ihrer Station an. Auch ein Blick auf die Stadt aus 25 Metern Höhe ist dort möglich.

Musa (von links), Kamal und Karzan grillen für die Besucher. Quelle: Carina Bahl

Erst gegen 17 Uhr geht die FahrKulTour langsam, wirklich ganz langsam ihrem Ende zu. Die Bilanz von Organisatorin Spier könnte nicht positiver ausfallen: „Es hat riesigen Spaß gemacht, die Stimmung war super, und es waren bestimmt 800 Leute unterwegs“, sagt sie. Auch Spier hat sich alle Stationen angeschaut –und in hochzufriedene Gesichter geblickt. Manch einer der Teilnehmer hat sich gleich für Langenhagen beim sogenannten Stadtradeln angemeldet. Einen Hinweis samt QR-Code für die Registrierung hatten die Organisatoren extra ausgelegt. Und warum nicht? Die ersten 28 Kilometer waren so schnell mehrfach für das Klima und den Wettstreit der Kommunen eingefangen. Die Frage nach einer zehnten Auflage der FahrKulTour 2019 kann nach so einem erfolgreichen Tag also nur rhetorischer Natur sein.

Von Carina Bahl

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