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Region Langenhagen Nachrichten Frischer Wind weht durch Langenhagener Kirche
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13:45 05.10.2018
Ramona Baum (Mitte) mit Superintendent Holger Grünjes (rechts), Pfarrverwalterin Ulrike Thiele (hinten links) und ihren Eltern Elfi Baum (links) und Günter Baum (hinten rechts). Quelle: Andrea Hesse
Kaltenweide-Krähenwinkel

„Die Einsegnung ist etwas ganz Besonderes – es gibt sie nur einmal im Leben.“ Mit diesen Worten eröffnete Ulrike Thiele, Pfarrverwalterin in der Matthias-Claudius-Kirchengemeinde Kaltenweide-Krähenwinkel, den Gottesdienst zur Einsegnung von Diakonin Ramona Baum. Seit einigen Monaten schon ist die junge Frau in der Gemeinde im Norden Langenhagens tätig. Sie initiierte in dieser Zeit bereits mehrere Projekte und Begegnungsmöglichkeiten für Jugendliche und ältere Gemeindemitglieder.

Ramona Baum kommt ursprünglich aus Siegburg bei Bonn und arbeitete vorerst ehrenamtlich in Freikirchen sowie in Jugendzentren. Für ein freiwilliges soziales Jahr zog die heute 26-Jährige nach Hildesheim und anschließend für ihr fünfjähriges Studium der Religionspädagogik und sozialer Arbeit nach Hannover.

In Mellendorf begleitete die junge Frau schließlich vor einigen Jahren den Konfirmanden-Unterricht und lernte so auch die Kirchengemeinde Kaltenweide-Krähenwinkel und die Arbeit einer Diakonin kennen. Nachdem Baum für kurze Zeit nach Bonn zurückzog, kehrte sie nun nach Langenhagen zurück –als Diakonin.

Jugendliche stehen im Fokus

Auf die Frage hin, warum sie diesen Beruf ergriffen hat, gibt die 26-Jährige zu, dass sie zunächst nicht wusste, ob dieser der richtige für sie sei, sie wollte es einfach ausprobieren. „Als Kind bekommt man von den Erwachsenen viel theologisches Wissen vorgelebt und glaubt, dass alles richtig sei. Erst später habe ich angefangen dies zu hinterfragen und zu lernen, dass nicht alles immer richtig sein muss, was einem erzählt wurde“, erzählt die Diakonin. Ein großes Anliegen für sie ist es also, das biblische Wissen vor allem für Jugendliche „herunterzubrechen“, um es verständlicher zu gestalten.

Die Arbeit mit der Gemeinde macht Ramona Baum nach eigenen Angaben viel Spaß. So konnte sie ihren Wunsch „später etwas mit sozialer Arbeit zu machen“ gut mit dem Beruf der Diakonin kombinieren. Momentan arbeitet die junge Frau hauptsächlich mit Jugendlichen zusammen, gelegentlich mit Erwachsenen.

Kontakte knüpfen via Facebook

Eines ihrer Projekte, das sogenannte „Bring and share-Grillen“ – Mitbringen und Teilen bei einem Grillabend – rief sie durch Zufall ins Leben: Sie fand bei Facebook den Post einer jungen Frau, die neu in der Gemeinde war und noch niemanden kennengelernt hatte. So entstand das gemeinschaftliche Projekt. Und zur eigenen Überraschung wird dieses via Facebook gut angenommen. Ein nächstes Treffen soll es im Januar geben.

Die selbst bei Facebook sehr aktive Diakonin baut zudem ihre eigenen Kontakte nach Kaltenweide aus. So hofft sie, möglichst viele Menschen, vor allem die Jüngeren, zu erreichen. Aktuell plant die 26-jährige mit einigen Jugendlichen an einer „Harry Potter Aktion“ für die nächsten Wochen. Dass ihr die Arbeit mit Jugendlichen bereits in ihren ersten Monaten in der Gemeinde gelungen ist, zeigte sich auch in ihrem Einsegnungs-Gottesdienst, als zahlreiche junge Menschen ihrer Diakonin persönlich gratulierten.

Superintendent Holger Grünjes betonte in seiner Predigt zur Einsegnung: „Am heutigen Tag schwingt der Aufbruch mit, den diese Gemeinde gerade erlebt“. Ramona Baum haben ihr Einsegnungswort, das Wort des Paulus aus seinem Brief an die Korinther, eingelöst: ‚Seid wachsam, steht fest im Glauben, seid mutig, seid stark! Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe.‘

Von Leonie Oldhafer

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