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Region Langenhagen Nachrichten Heiß, nass und spektakulär: 200 Retter üben im Zentrum
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00:34 30.05.2018
500 Kilo Propangas werden verfeuert bei der großen Heißausbildung der Feuerwehrleute. Quelle: Kallenbach
Langenhagen

Jetzt wissen noch weit mehr Langenhagener, was ein Dekontaminationsbecken ist, wie die Heißausbildung bei der Feuerwehr aussieht, und wie Taucher in Feuerwehrdiensten ihre Aufgaben erledigen. Die Flächen am Markt, an der Nordmannpassage und auf dem Vorplatz am CCL waren am Sonnabend ganztägig für Feuer, Wasser und Schaum reserviert – ein öffentlicher Ausbildungsplatz für etwa 200 Feuerwehrleute aus dem ganzen Bundesgebiet.

200 Feuerwehrleute und 25 Trainer aus der ganzen Welt

Zehn Teams, zusammengesetzt aus Feuerwehrkräften, die sich vorher nicht kannten, hatten an zehn Stationen Aufgaben in den Bereichen Brandschutz, Gefahrgut und Menschenrettung zu lösen. Ein riesiges Lernfeld mit Feinheiten: „Kollegen aus Bayern lösen Probleme anders, und aus den USA werden noch ganz andere Standards eingebracht“, verdeutlichte der Sprecher der Stadtfeuerwehr Langenhagen, Stephan Bommert. Denn zu den 200 bei der Veranstaltung aktiven Feuerwehrkräften – darunter 50 aus Langenhagen - stießen noch 25 Trainer aus Deutschland, Luxemburg, den Niederlanden und den USA mit ihren je eigenen Einsatztaktiken und Erfahrungen dazu. Bereits am Freitag hatten die Teilnehmer diverse Workshops absolviert, bevor die Praxis-Einheiten am Sonnabend ein Blickfang für zahlreiche Zuschauer wurden.

Und da war ohne Frage die Station mit einer meterhohen Flamme und Löschkräften die publikumswirksamste. 500 Kilo Propangas wurden verfeuert. Mindestens ebenso viel Zulauf hatte der Taucher, der in einem Container mit Schaumflüssigkeit nach Kanistern suchte. Bei alledem waren 25 Sicherheitstechniker vor Ort, denn das Publikum bewegte sich nah am Geschehen. Insgesamt waren etwa 60 Helfer am Platz für die Veranstaltung.

Stadtfeuerwehr Langenhagen stellt das Material

Erstmals trat damit als Ausrichter für die bundesweit ausgeschriebene Fortbildung die so genannte Safety Tour in Langenhagen auf, organisiert von einem namhaften Hersteller für Sicherheitsausrüstung. Ein Jahr Vorplanung erfordere eine solche Großübung, verdeutlichte Organisator Frank Gerhards. „Uns kostet das nichts“, betonte Bommert. Für die Stadtfeuerwehr Langenhagen entstand gleichwohl ein erheblicher logistischer Aufwand: Sie stellte Schläuche, Kabel, Material und Manpower.

Die ehrenamtlichen Aktiven aus den Feuerwehren bundesweit haben je Tag 99 Euro einschließlich Verpflegung für ihre Fortbildung selbst bezahlt, berichtete Stadtbrandmeister Arne Boy. Manche Ortsfeuerwehren werden dafür eintreten, sei zu vermuten. Was sie alle gelernt haben, steht immerhin im Dienst der Sicherheit für die Allgemeinheit.

Zuschauer informieren sich

Viel mitgenommen haben auch die Besucher in Langenhagen. „Wir merken, dass vor Ort viele Gespräche laufen“, sagte der Stadtbrandmeister. „Die Menschen holen sich Informationen, und wir erklären eine Menge zur Ausrüstung, die wir einsetzen. Im Endeffekt lohnt sich der Aufwand.“ Auch Bürgermeister Mirko Heuer ließ sich die Großübung nicht entgehen und hielt die Aktionen in Fotos fest.

Eine Benefiz-Seite zeigte die Großveranstaltung außerdem bei einem stadtweit angebotenen Losverkauf: Einem achtjährigen seit Geburt behinderten Mädchen aus der Region Hannover sollen mit dem Erlös ein Flug nach Curacao und eine Delfin-Therapie ermöglicht werden.

Von Ursula Kallenbach

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