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Das Quintett "Bliss" tritt im Theatersaal auf.

Das Quintett "Bliss" tritt im Theatersaal auf.© Mimuse

Langenhagen

A-cappella-Quintett besingt "Dauergegrinse"

Welche Sänger träumen nicht davon, ihr Hobby zum Beruf zu machen? Dem Schweizer A-cappella-Quintett Bliss ist es gelungen. Mit seinem Comedy-Programm "Tell's Angels" bespielt es zahlreiche Bühnen im deutschsprachigen Raum: Am Sonnabend, 11. November, auch die des Langenhagener Theatersaals.

Langenhagen. Gelungen sei ihre Gesangspremiere nicht gewesen, gesteht die Band: Als ein Freund der Sänger 1999 Geburtstag hatte, saß für eine spontane Gesangseinlage "zusammen, was einigermaßen singen konnte". Trotzdem habe sich das Ergebnis "weder hören noch sehen lassen können", sei aber immerhin von Herzen gekommen, schreibt das Quintett auf seiner Internetseite.

Inzwischen sieht es anders aus - die Programme, die Bliss jetzt auf die Bühne bringt, sprechen sowohl Hör- als auch Sehsinn des Publikums an: 2005 präsentierte das Quintett, das vor allem Lieder covert und mit neuen Texten versieht, zeitgleich zum ersten Album auch seine erste Show. Mittlerweile tourt es durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Auch die Sänger selbst behaupten 18 Jahre nach dem misslungenen Debüt von sich, ihr einstiges Hobby sei zum Beruf geworden - sie träfen nunmehr ihre Töne "präziser als Wilhelm Tell den Apfel". 

Auf ihren berühmten helvetischen Nationalhelden spielen die fünf Vokalisten zusätzlich im Titel ihres aktuellen Programms, "Tell's Angels", an, das sie jetzt im Theatersaal zeigen. Bei der Show handelt es sich um eine musikalische Zusammenschau aus allen ihrer bisherigen Darbietungen. Die Band beklagt darin, dass ganz Europa "von Schubidubi-Kamillentee-Formationen und Weichspülschlager 'besetzt'" sei - dieser Mentalität zum Trotz kündigt sie an, sie wollten "dem dauergewellten Dauergegrinse lässig Widerstand" leisten. Das tun die Sänger, indem sie zur Melodie der deutschen Nationalhymne die Vorzüge ihres Heimatlandes besingen oder von der Fremdsprache Hochdeutsch erzählen, die sie schon im Kindergarten gelernt haben.

Dass es in mehrerlei Hinsicht lohnenswert sein muss, dem Quintett dabei zuzusehen, macht die Mimuse, bei der Bliss in Langenhagen auftritt, in ihrer Programmankündigung deutlich: Abgesehen von den "ohne Zweifel beeindruckenden Songarrangements" und dem Aussehen der "gestandenen Schweizer Mannsbilder", so schreibt das größte Kleinkunstfestival Norddeutschlands, sei es vor allem "die unbändige, überaus positive Spielfreude", die die fünf Sänger auszeichne.

Wer sich von dieser Freude anstecken lassen möchte, kann die Bliss-Aufführung im Theatersaal, Rathenaustraße 14, am Sonnabend, 11. November, um 20 Uhr besuchen. Der Eintrittspreis beträgt zwischen 17 und 23 Euro, Rollstuhlfahrer zahlen einheitlich 15 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf zuzüglich Gebühren online unter www.mimuse.de/mimuse/vorverkauf oder in der HAZ/NP-Geschäftsstelle im CCL, Marktplatz 5. Die Abendkasse öffnet am Veranstaltungstag zeitgleich zum Einlass um 19 Uhr.

Von Konstantin Klenke


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Langenhagen ist ...

  • ... eine Stadt nördlich von Hannover mit mehr als 53.000 Einwohnern
  • ... eine Wirkungsstätte von Nobelpreisträger Robert Koch
  • ... ein Zentrum des Polo-Sports und Heimat der hannoverschen Pferderennbahn
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