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Nachrichten SPD lädt zu 2. Wennigser Gesprächen ein
Region Laatzen Nachrichten SPD lädt zu 2. Wennigser Gesprächen ein
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17:27 30.09.2018
Nach einem Impulsreferat von Ministerpräsident Stephan Weil diskutieren über 100 Besucher der von der SPD initiierten Wennigser Gespräche mit Matthias Miersch, Ernst Ulrich von Weizsäcker (Bild) und Charlotte Rosa Dick. Quelle: Torsten Lippelt
Laatzen-Mitte

Mehr als 110 interessierte Parteimitgliedern und Bürger aus Laatzen und der Region waren am Sonnabend bei der SPD zu Gast, die zu einer rund dreistündigen Diskussionsrunde in die Aula der Albert-Einstein-Schule eingeladen hatte.

Im Rahmen der vom Laatzener Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch im Juni initiierten „Wennigser Gespräche“ – Wennigsen war der Gründungsort der SPD nach dem Zweiten Weltkrieg, den Ort verstehen die Sozialdemokraten als Symbol und Auftrag, die SPD zukunftsfest zu machen – diskutierten namhafte Gäste bei der zweiten von insgesamt fünf geplanten Veranstaltungen dieses Mal zum Thema „Nachhaltiges Wachstum für alle – geht das?“.

Mit der Diskussionsreihe beteiligt sich die SPD in der Region Hannover an der bundesweiten Zukunftsdebatte über die Inhalte und Organisation der SPD im 21. Jahrhundert. Die Ergebnisse daraus sollen in ein Debattencamp einfließen, das die Bundespartei am 10. November in Berlin veranstaltet.

Eröffnet wurde die Runde vom niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil, der auch Mitglied der Lenkungsgruppe im SPD-Parteivorstand ist. Er betonte, dass es ökologisch einer Transformation der Industriegesellschaft bedürfe. Dazu sei allerdings ein – bislang fehlender – systematischer Dialog mit allen Beteiligten notwendig: „Es entwickelt sich nicht alles allein dadurch positiv, wenn der Gesetzgeber etwas beschließt. Wir brauchen einen Plan – sektorenübergreifend und abgestimmt mit den unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteuren!“

Nach einem Impulsreferat von Ministerpräsident Stephan Weil (Bild) diskutieren in der Albert-Einstein-Schule über 100 Besucher der von der SPD initiierten Wennigser Gespräche mit Matthias Miersch, Ernst Ulrich von Weizsäcker und Charlotte Rosa Dick. Quelle: Torsten Lippelt

Der Naturwissenschaftler und frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Ulrich von Weizsäcker, Co-Vorsitzender der internationalen Denkfabrik Club of Rome, wies auf vier aktuelle Brennpunkte hin: Klima, Biodiversität, Ozeane und Kreislaufwirtschaft. Alles Themen, um auf dem Niveau von AfD, Brexit und Trump pauschal Ängste zu schüren, aber alles „nicht ganz dicht am Bürger“ dran. E-Autos und Erneuerbare Energien sowie eine anzustrebende höhere Energieeffizienz – zum Beispiel bei der Gebäudedämmung – müssten bürgernah ebenso vorangetrieben werden, wie der Plan des internationalen Co2-Rechtehandels zur Luftverschmutzung mit den Entwicklungsländern.

Charlotte Rosa Dick, Vizepräsidentin der International Union of Socialist Youth (IUSY) und Vorstandsmitglied der Jungsozialisten (Juso), forderte die Abkehr vom Neoliberalismus und die – auch im Bildungsprogramm von Schulen - mehr zu verankernde Betonung der Bedeutung von Nachhaltigkeit.

Nach einem Impulsreferat von Ministerpräsident Stephan Weil diskutieren in der Albert-Einstein-Schule über 100 Besucher der von der SPD initiierten Wennigser Gespräche mit Matthias Miersch, Ernst Ulrich von Weizsäcker und Charlotte Rosa Dick. Quelle: Torsten Lippelt

Matthias Miersch, zugleich SPD-Unterbezirksvorsitzender und stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion für die Bereiche Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Tourismus, betonte, dass „wir als Menschen lernen müssen, nachhaltig mit der Umwelt umzugehen und unsere eigene Lebensgrundlage zu schätzen. Mit der Natur kann nicht verhandelt werden“. Die gesammelten Anregungen – auf einzelne, ursprünglich geplante Workshops hatte man nach Abstimmung verzichtet – werde er aufbereiten, mit zum Debattencamp nach Berlin nehmen und von den Ergebnissen berichten. Dies soll zum Teil auch über die während der Veranstaltung gesammelten E-Mail-Adressen der Teilnehmer laufen, unter denen auch die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Silke Lesemann (Sehnde) und Claudia Schüßler (Barsinghausen) waren.

Von Torsten Lippelt

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