Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Drama auf der Bühne um ein gekauftes Kind
Region Laatzen Nachrichten Drama auf der Bühne um ein gekauftes Kind
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:43 12.02.2018
Das Theater für Niedersachsen zeigt "Die Ratten" Quelle: Jochen Quast
Hildesheim

 Die Tragikomödie „Die Ratten“ von Gerhart Hauptmann (1862 bis 1946) steht ab Februar im Spielplan des Theaters für Niedersachsen (TfN). Premiere ist am Sonnabend, 17. Februar. Das Stück spielt in einem Berliner Mietshaus, Ende des 19. Jahrhundert. Auf dem Dachboden hat der ehemalige Theaterdirektor Hassenreuter seinen Fundus eingerichtet und erteilt er Schauspielschülern Privatunterricht. Die komisch-satirischen Szenen, die sich um die Künstlerfamilie drehen, verbindet Hauptmann mit einem sozialen Drama, das sich einige Etagen tiefer im Erdgeschoss abspielt.

Im Zentrum der Geschichte stehen die Putzfrau Henriette John und das Dienstmädchen Pauline Piperkarcka. Henriette, die Hassenreuters Kostüme pflegt, wünscht sich nichts sehnlicher als ein Kind. Der Wunsch ist umso stärker, weil sie ihren ersten Sohn bereits im Alter von acht Tagen verloren hat. Als Pauline eines Tages ein uneheliches Kind erwartet und sich deshalb umbringen will, ergreift Henriette die Chance: Sie kauft dem Dienstmädchen ihr ungewolltes Kind ab und präsentiert es nach der Geburt in der Nachbarschaft als ihr eigenes. 

Auch Henriettes Ehemann ist glücklich: Der Maurerpolier, der meist auf Montage ist, hält sich für den Vater. Doch das von Sehnsucht und Angst getriebene Dienstmädchen bereut das Geschäft: Sie befürchtet, dass die Behörden den Schwindel aufdecken könnten. Schließlich fordert sie ihr Kind zurück. Daraufhin gerät Henriette gerät in Panik: Sie vertauscht das Kind mit dem todkranken Baby einer Nachbarin. Als die Wahrheit nicht länger verheimlicht werden kann, nimmt das Unglück seinen Lauf. 

„Die Ratten“ ist Gerhart Hauptmanns erfolgreichstes und auf deutschen Bühnen meistgespieltes Stück. Die Baufälligkeit der Berliner Mietskaserne und die Ratten, die an ihrer Substanz nagen, werden in der Tragikomödie zum Symbol für den Verfall der alten Ordnung. Die Bewohner des Mietshauses wiederum werden zum Abbild der Gesellschaft in einer Zeit des Umbruchs.

Karten im Vorverkauf

Das Stück feiert am  Sonnabend, 17. Februar, um 19 Uhr im Großen Haus des Stadttheaters Hildesheim Premiere. Karten gibt es zum Preis von 9 bis 27 Euro ( ermäßigt 7), bei der HAZ/NP-Geschäftsstelle an der Albert-Schweitzer-Straße 1 in Laatzen, beim TfN-Servicecenter an der Theaterstraße 6 in Hildesheim, unter Telefon (05121) 1693 1693 sowie im Internet unter der Adresse tfn-online.de.

Von Daniel Junker

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Nachrichten Jugendschreibwettbewerb Laatzen - Kunstkreis zeichnet junge Autoren aus

Jana Engel und Katharina Fliege haben in diesem Jahr Erste Preise beim Jugendschreibwettbewerb Laatzen gewonnen. Das Thema lautete diesmal „Wünsche und Träume“ – und so kamen in den Texten Einhörner und Monster genauso vor wie Obdachlose und Flüchtlinge. Am Sonntag wurden die Preise überreicht.

14.02.2018

Zum Internationalen Frauentag beschäftigt sich die Leine-VHS mit der Situation von Frauen in Indien. Dazu gibt es am Montag, 5. März, um 18 Uhr eine Veranstaltung mit Anshu Ahuja, einer in Indien geborenen Künstlerin, die jetzt in Laatzen lebt.

Thomas Böger 14.02.2018

Diese Truppe sieht ganz schön schräg: Beim Fastnachtsumzug sind am Sonnabend rund 20 Junggesellen durch Ingeln-Oesselse gezogen. 

11.02.2018