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Moritz N. Koch (Winston) und Marek Egert, er verkörpert den Verhöroffizier O'Brian, in einer Spielszene.

Moritz N. Koch (Winston) und Marek Egert, er verkörpert den Verhöroffizier O'Brian, in einer Spielszene.© Theater (B. Westhoff)

Hildesheim

TfN bringt George Orwells "1984" auf die Bühne

Die Videoüberwachung im öffentlichen Raum in heutiger Zeit ist ein kontrovers diskutiertes Thema. Noch viel weiter geht George Orwell in seinem Buch "1984". Das Theater für Niedersachsen (TfN) zeigt in Hildesheim Orwells Klassiker. Premiere ist am 4. November.

Laatzen. Reiner Müller inszeniert „1984“ nach dem Roman von George Orwell. Die Schauspielversion im Bühnen- und Kostümbild von der Ausstatterin und Videokünstlerin Eva Humburg hat am Sonnabend, 4. November, Premiere.

Im Staat Ozeanien herrscht die totale Überwachung. Privatspäre gibt es nicht mehr. Immer und überall werden die Einwohner von einer totalitären Partei beobachtet. Die Mitbestimmung des Volkes ist abgeschafft. Die Regierenden manipulieren sogar die Fakten der Geschichtsschreibung. Informationen über das Zeit- und Weltgeschehen werden den Bürgern nach Gutdünken einfach zugeteilt.

Die Bürger haben sich daran gewöhnt, selbst die widersprüchlichsten Lügen der Propaganda zu glauben und akzeptieren eine Realität, auf die sie keinerlei Einfluss mehr haben. Das macht auch ein Leitspruch der totalitären Partei deutlich: „Unwissenheit ist Stärke“.

Winston Smith ((gespielt von Moritz Nikolaus Koch) will sich der überall vorherrschenden Weltsicht allerdings nicht beugen. Unerschütterlich hält er an seinem Glauben an eine bessere Gesellschaft fest. Winston führt sogar heimlich Tagebuch über seine verbotenen Gedanken und Gefühle. Dann lernt er Julia (Katharina Wilberg) kennen und verliebt sich in sie. Schließlich rebelliert Winston gehen das System. Doch die beiden sind bereits in die Schusslinie der Partei geraten.

Das Thema "Big Brother is watching you" aktueller denn je. So erlebt auch der bis heute meistgelesene Science-Fiction-Roman "1984" eine Renaissance. Im Januar 2017 führte er in den USA die Amazon-Bestsellerliste an. In Deutschland belegte „1984“ Platz zwei bei den fremdsprachigen Büchern.

Unter dem Titek "Nachgefragt" lädt die Dramaturgie des TfN im Anschluss an die Vorstellung am Montag, 27. November, zum Nachgespräch im Foyer F1 ein. Das Publikum kann dabei Fragen an die Mitwirkenden der Produktion stellen. Der Eintritt ist frei.

Die Premiere in der Bühnenadaption von Robert Icke und Duncan Macmillan am 4. November beginnt um 19 Uhr im Großen Haus des Stadttheaters Hildesheim. Eintrittskarten für diese und alle weiteren Vorstellungen gibt es zum Preis von 9 bis 27 Euro, ermäßigt 7 Euro, beim Servicecenter des TfN an der Theaterstraße 6 in Hildesheim, unter Telefon (05121) 16931693 und im Internet auf tfn-online.de.

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Marek Egert (O'Brian) und Moritz N. Koch, er spielt Winston, in einer Spielszene.

Quelle: Theater (B. Westhoff)

Von Daniel Junker


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