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Die neue Fußgängerführung am Marktplatz stößt auf massive Kritik. Die Stadt prüft nun, einen weiteren Überweg mit Aufpflasterung kurz vor der Wohnscheibe anzulegen, um den Verkehr auszubremsen.

Die neue Fußgängerführung am Marktplatz stößt auf massive Kritik. Die Stadt prüft nun, einen weiteren Überweg mit Aufpflasterung kurz vor der Wohnscheibe anzulegen, um den Verkehr auszubremsen.© Dorndorf

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Laatzen-Mitte

Stadt kündigt Nachbesserungen am Marktplatz an

Die Pläne für den Marktteich und die Umgestaltung der früheren Robert-Koch-Straße sind nun auch im Stadtteilforum von "Laatzen-Mitte wird top" auf Kritik gestoßen. Die Stadtverwaltung kündigte weitere Nachbesserungen an der Straße an, zudem sei ein Bürger-Workshop zum Thema Marktteich geplant.

Laatzen-Mitte. Zweimal im Jahr lädt das Stadtteilmanagement von "Laatzen-Mitte wird top" die Mitglieder der Arbeitsgruppen und interessierte Bürgern zum Stadtteilforum ein, um den aktuellen Stand der Soziale-Stadt-Projekte vorzustellen. Bei der Zusammenkunft am Mittwochabend ging es dabei hitziger zu als bei vorangegangenen Treffen. Das lag vor allem an zwei Bauprojekten, die schon in den vergangenen Monaten für Kritik gesorgt haben: den Marktteich-Plänen und der Sanierung der Marktplatz-Durchfahrt vor dem Stadthaus (ehemals Robert-Koch-Straße).

Hitzig diskutiert wurde insbesondere über den Marktteich: Ein Anwohner empörte sich über den Ratsbeschluss, den Teich zu verfüllen. "Wir haben Unterschriften gesammelt. Hier setzt sich der Rat in arroganter Weise über den erklärten Bürgerwillen hinweg." Herbert Selle, Sprecher der AG Neugestaltung, lobte die Verwaltung zwar für die Bürgerbeteiligung, die bei der Sozialen Stadt seit Jahren gepflegt werde. Beim Marktteich-Beschluss habe sich der Rat hingegen über die Empfehlung der Lenkungsrunde von "Laatzen-Mitte wird top" hinweggesetzt: "Das ist eine große Enttäuschung gewesen", sagte Selle - er würde sich deshalb wünschen, dass die Laatzener Politik sich stärker der Bürgerbeteiligung zuwende und mehr zuhöre. SPD-Ortsratsmitglied Ruth Rangwich erläuterte hingegen, dass der Beschluss mit den höheren Kosten zusammengehangen habe, die eine Wasserfläche verursacht hätte.

Berthold Gruben vom Team Stadtplanung kündigte an, dass die Bürger bei der Gestaltung der Fläche Mitsprache erhalten sollen: Für das erste Quartal 2018 sei ein Bürgerworkshop geplant, bei dem darüber gesprochen werden soll, welche aktiven und passiven Elemente in die Neuplanung einfließen sollen. Am Grundsatzbeschluss des Rates, auf die Wasserfläche zu verzichten, ändere dies allerdings nichts.

Für die ehemalige Robert-Koch-Straße vor dem Stadthaus kündigte Gruben neue Überlegungen an. Nachdem sich Seniorenbeirat und Behindertenvertreter kritisch über die Fußweg-Planung in dem Bereich - und insbesondere die von Planzbeeten unterbrochenen Bürgersteige - geäußert haben, denke die Stadt nun über eine weitere Verkehrsberuhigung für die Spielstraße nach: "Wir sind am Diskutieren, ob wir eine Aufpflasterung vor der Wohnscheibe einrichten", sagte Gruben. Auf diese Weise werde der Verkehr auf der Ostseite des Hochhauses - also kurz vor dem Stadthaus - abgebremst und Fußgängern dort die Möglichkeit gegeben, die Straße zu überqueren. "Gehbehinderten müssen dann immer noch zweimal die Straße überqueren", monierte Horst Kähler. Die Laatzenerin Elisabeth Evers hob hingegen die unklare Wegeführung für Radfahrer hervor, die von der Marktstraße auf den Marktplatz-Durchfahrt abbiegen wollen. "Der Radweg hört einfach auf." Stadtplaner Jörg Schmidt versprach, die Markierung dort zu überprüfen.

Das ist bei "Laatzen-Mitte wird top" noch geplant:

Sanierung der Marktstraße: Zu den Bauprojekten für 2018 zählt unter anderem der zweite Bauabschnitt der Marktstraße zwischen den Einmündungen Marktplatz und der Albert-Schweitzer-Straße. Durch die Albert-Schweitzer-Straße werden größere Abwasserleitungen verlegt.

Jugendplatz: Angehen will die Stadt im nächsten Jahr auch die Jugendspielfläche auf dem Parkplatz neben dem Stadthaus. Die Stadt hatte das Projekt zuletzt wegen der unklaren Kita-Planung in Laatzen-Mitte verschoben: Nachdem der Rat im Frühsommer den Standort am Marktplatz abgelehnt habe, könne erst jetzt weiter geplant werden, sagte Berthold Gruben vom Team Stadtplanung. Vorgesehen sind unter anderem Schaukeln, ein Trampolin und eine Bühne.

Abenteuerspielplatz: Ebenfalls in Planung ist die Neuanlage des Abenteuerspielplatzes an der Würzburger Straße entlang der B6. Im Gespräch sind ein Bolzplatz, eine Skater-, Biker- und Parkouranlage und Spielgeräte. Weil dort auch eine Kita gebaut werden soll ist die Fläche zwar nun kleiner, aber "immer noch groß genug für eine attraktive Jugendspielfläche", wie Gruben erläutert. Für das erste Quartal 2018 sollen Jugendliche zum Workshop eingeladen werden.

Bewohnerbefragung: Das Stadtteilbüro kündigt für die Zeit vor den Sommerferien 2018 eine weitere Befragung in Laatzen-Mitte an - diesmal unter den Bewohnern der sogenannten Wohnscheibe.

Veranstaltungen: Geplant sind für 2018 auch ein "großer Rausputz" in Laatzen-Mitte, Internationale Wochen gegen Rassismus, ein Sommerfest sowie Nachbarschaftsfeste in der Pestalozzistraße und im Max-Born-Weg. Für April und Oktober 2018 lädt das Stadtteilbüro zu Stadtteilforen ein, im November folgt ein Weihnachtsmarkt am Stadthaus.

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Stadtteilmanagerin Mercedes Martinez stellt die Pläne für 2018 vor.

Quelle: Dorndorf

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