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Region Laatzen Nachrichten Spielmobil ersetzt ab Januar Jugendtreff Buchte
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00:15 06.12.2017
Der Kinder- und Jugendtreff Buchte wird im Januar 2018 geschlossen. Quelle: Daniel Junker
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Rethen

 Rethens Kinder und Jugendliche werden mindestens ein Jahr lang ohne festen Jugendtreff auskommen müssen: Wegen des geplanten Neubaus der Feuerwache für Rethen und Gleidingen will die Stadt den Kinder- und Jugendtreff Buchte an der Hildesheimer Straße im Januar schließen. Zwar hatte sich die Stadt um eine Ersatzlösung bemüht – die scheiterte jedoch teils am Mangel geeigneter Gebäude, teils an den Vorstellungen der Politik.

„Ich finde das wirklich daneben: Man weiß doch schon so lange, dass die Buchte weggkommt“, ärgerte sich Hans-Joachim Rauch von der Awo bei der jüngsten Sitzung des Kinder- und Jugendhilfeausschusses. Trotz des absehbaren Problems habe es die Stadt keine zufriedenstellende Lösung hinbekommen.

Der Plan, den die Verwaltung jetzt vorstellte, sieht vor, dass der Jugendtreff langfristig im Altbau der Grundschule Rethen unterkommen soll. Doch das dauert: Da in den Räumen derzeit noch unterrichtet wird, müssen zunächst der Umbau und die Erweiterung der Schule abgewartet werden. „Das wird nach derzeitigem Planungsstand nicht vor September 2021 sein“, heißt es in dem Verwaltungskonzept.

Die Zeit bis dahin will die Stadt mit gleich zwei Übergangslösungen überbrücken: An der Straße Zur Sehlwiese soll schräg gegenüber dem Eingang zum Rethener Festplatz Container aufgestellt werden. Die Anlage dürfte laut Verwaltung frühestens im Januar 2019 betriebsbereit sein. Bis dahin will die Jugendpflege ihre offene Jugendarbeit per Spielmobil anbieten. „Es gibt viele Modelle in anderen Kommunen, die mit so etwas sogar dauerhaft arbeiten“, sagt Jugendpflegerin Kristina Gleixner – und betont zugleich, dass dies für Laatzen nicht geplant sei. Das Spielmobil soll an fünf Tagen pro Woche an unterschiedlichen Plätzen im Ort öffnen, so dass die Kinder und Jugendlichen weiterhin einen Anlaufpunkt haben. „Es wird einen festen Fahrplan geben“, kündigt Gleixner an. Aktuell werde die Buchte täglich von bis zu 20 Kindern im Alter von sechs bis 13 Jahren genutzt.

Dass es keinen nahtlosen Übergang gibt, hat mehrere Gründe: Wie Stadtrat Stefan Zeilinger erläutert, habe die Stadt auf der Suche nach einer Zwischenlösung zwölf Immobilien in Rethen überprüft. „Entweder waren sie vermietet oder nicht geeignet“, sagt Zeilinger. Einzige Ausnahme sei eine Ladenfläche im Marktzentrum Rethen. „Dies stieß in den zuständigen politischen Gremien aufgrund des fehlenden Außengeländes jedoch mehrheitlich auf Ablehnung“, heißt es im Rathaus. Eine Bauwagenlösung lehnt die Verwaltung ab, weil es bei früheren Versuchen Probleme mit Vandalismus bis hin zur Brandstiftung gab.

„Ich ärgere mich sehr, dass wir so lange nach untauglichen Möglichkeiten gesucht haben und jetzt ein Drama entsteht“, stellte Petra Herrmann (SPD) im Kinder- und Jugendhilfeausschuss fest. Ihr sei wichtig, dass die Stadt auch bei  einem Betrieb mit Spielmobil an den bisherigen Öffnungszeiten, wie sie in der Buchte galten, festhalte. Auf jeden Fall gehöre zum Angebot auch ein Außengelände. 

Für die Containerlösung auf der Sehlwiese rechnet die Stadt mit Kosten in Höhe von 300 000 Euro. Dabei sollen neue Raummodule angeschafft werden: Die Versetzung der Buchte, die ebenfalls aus Container besteht, wäre laut Verwaltung noch teurer. Die Anschaffung des Spielmobils schätzen die Planer einschließlich Mobiliar auf 30 000 Euro. Der Ausschuss sprach sich einmütig für diese Lösung aus.

Die regulären Angebote in der Buchte sollen noch im Dezember enden, bis Anfang Januar folgt dann laut Gleixner noch die Ferienbetreuung, die auch im übrigen Jahr 2018 in Rethen – dann an anderer Stelle – gesichert sei. Am 12. Januar müsse die Buchte dann geräumt sein, weil danach wegen des Feuerwehrneubaus Baumfällungen anstünden.

Die Stadt will auf ihrer Fläche an der Straße Zur Sehlwiese Container aufstellen - als Übergangsangebot für die offene Jugendarbeit in Rethen. Quelle: Daniel Junker

Von Johannes Dorndorf

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