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Zu teuer und zu wenig positive Effekte: Der Ortsrat lehnt den Vorschlag der Verwaltung ab, auf einer Rasenfläche neben dem neu gepflasterten Weg am Rathauspark vier Autostellplätze zu errichten.

Zu teuer und zu wenig positive Effekte: Der Ortsrat lehnt den Vorschlag der Verwaltung ab, auf einer Rasenfläche neben dem neu gepflasterten Weg am Rathauspark vier Autostellplätze zu errichten.
© Astrid Köhler

Alt-Laatzen

Ortsrat lehnt Bau von Parkplätzen am Standesamt ab

Die Parkplatzproblematik am Alten Rathaus ist vielen bekannt. Gleichwohl fand der Vorschlag der Verwaltung,  auf einer Grünfläche am Park vier Stellplätze einzurichten, beim Ortsrat Laatzen kein Gefallen. Einhellig lehnte er den Beschlussvorschlag am Dienstag ab: aus Kosten- und Gestaltungsgründen.

Alt-Laatzen.  Die fehlenden Parkplätze für das Alte Rathaus, in dem sich auch das Standesamt befindet, sind für die Verwaltung ein immer wiederkehrendes Problem. Als möglichen Fläche für den von ihr vorgeschlagenen kleinen Parkplatz hatte die Verwaltung ein südlich dem Standesamt und außerhalb des Rathausparks gelegenes Rasenstück ausgemacht. Mindestens vier, womöglich aber auch fünf Stellplätze könnten dort eingerichtet werden, erklärte Stadtrat Axel Grüning am Dienstag im Ortsrat. 

Zwar wüchsen auf der Rasenfläche zwei frisch gepflanzte Bäume, doch könnten diese problemlos umgesetzt werden, eh der Bereich gepflastert werde, so der Stadtrat weiter. Die Zufahrt sollte nicht etwa über den neu gepflasterten Fußweg sondern wenige Meter entfernt vom Alten Markt aus über einen neuanzulegenden Weg am Trafohäuschen vorbei erfolgen. Geschätzte Kosten: rund 50.000 Euro.

Der Ortsrat wollte sich nach der Planvorstellung noch nicht direkt äußern, sondern zunächst untereinander besprechen. Nach der vereinbarten kurzen Sitzungsunterbrechung meldete sich Maximilian Last (CDU) zu Wort: „Auch wenn die Stadt sagt, die Fläche gehöre nicht zum Park, für mich ist das schon der Park.“ Der Christdemokrat sprach sich dafür aus, die Grünfläche als Ganzes zu erhalten und das Rasenstück nicht zu einem Stellplatz umzugestalten, woraufhin er großes Lob von Seiten Gerd Apportins (Grüne) bekam. Auch Katharina McCallin (SPD) schloss sich der Aussagen Lasts für ihre Gruppe an. 

50.000 Euro für zwei neue Parkplätze

Zudem lenkte sie die Aufmerksamkeit auf den Kostenaufwand.  Da für die nötige Zufahrt am Trafohäuschen vorbei zwei der dort vorhandenen vier Stellplatzflächen entfallen müssten, sei der Preis zu hoch. Tatsächlich gebe es unter dem Strich für die veranschlagten 50.000 Euro nur zwei zusätzliche Parkplätze. 

Der Linken-Ortsratsherr forderte alternativ zu dem Verwaltungsvorschlag eine „hübschere“ Gestaltung der vorhandenen  Stellplätze am Trafohäuschen und Rainer Picht (GFW) erinnerte daran, die Belange von Behinderten zu berücksichtigen und entsprechende Parkplätze zu schaffen.

Das einhellige Nein des Ortsrates bei der Abstimmung des Verwaltungsvorschlages nahm Stadtrat Grüning gelassen zur Kenntnis. „Es war ja nur ein Vorschlag“, sagte er bevor er lächelnd ergänzte: „Der Kämmerer freut sich.“

Auf die Rasenfläche unweit des Standesamtes passen laut Verwaltung vier Auto-Parkplätze

Auf die Rasenfläche unweit des Standesamtes passen laut Verwaltung vier Auto-Parkplätze. Um aber überhaupt dorthin zu kommen müsste für die Zufahrt am Trafohaus vorbei zwei der an der Straße Alter Markt vorhandenen vier Stellplätze entfallen.

Quelle: Astrid Köhler
Vor dem Trafohaus am Alten Markt gibt es derzeit Platz für vier Autos

Vor dem Trafohaus am Alten Markt gibt es derzeit Platz für vier Autos. Die beiden Wagen auf dem Foto stehen genau auf der Fläche, die von der Verwaltung als Zufahrt zu dem von ihr vorgeschlagenen –und vom Ortsrat abgelehnten – rückseits gelegenen Parkplatz vorgesehen war.

Quelle: Astrid Köhler

Von Astrid Köhler


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