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Region Laatzen Nachrichten Neue Kitas sollen knapp 10 Millionen Euro kosten
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00:17 02.12.2017
Auf dem Abenteuerspielplatz an der Wülferoder Straße soll eine neue Kita entstehen. Quelle: Dorndorf
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Laatzen-Mitte/Gleidingen

 Auf die Stadt Laatzen kommen noch weitere Millionenprojekte zu: Nach den Beschlüssen zum Neubau des Erich-Kästner-Schulzentrums und zur Erweiterung der Albert-Einstein-Schule und der Grundschule im Langen Feld nennt die Verwaltung jetzt auch Zahlen für die beiden Kita-Neubauten in Laatzen-Mitte. Die Schätzung für die Einrichtungen, die am Kiefernweg und auf der Spielplatz an der Würzburger Straße  entstehen sollen, liegt bei jeweils 4,9 Millionen Euro.

„Mir wird angst und bange, wenn ich sehe, dass wir hier die nächsten Millionen beschließen“, gab Petra Herrmann (SPD) am Dienstagabend im Stadtentwicklungsausschuss offen zu. Nicht nur im Rat fragt man sich denn auch, ob die Bauverwaltung die zahlreichen parallel laufenden Projekte überhaupt noch gemanagt kriegt. „Wir müssen darüber nachdenken, ganze Projekte schlüsselfertig außerhalb des Hauses zu vergeben“, ergänzte deshalb Peter Jeßberger (CDU).

Geplant ist für beide Einrichtungen ein Raumprogramm von je 975 Quadratmetern und Außengelände. Auf dem Abenteuerspielplatz an der Würzburger Straße plant die Stadt 75 Kindergarten- und 30 Krippenplätze, am Kiefernweg sollen 50 Kindergarten-, 30 Krippen- und 20 Hortplätze entstehen.

Bei CDU und FDP ist unterdessen die Sorge groß, ob der Zeitplan zu halten ist – zumindest beim Projekt an der Würzburger Straße. Die Planung sieht vor, dass die Bauarbeiten Mitte/Ende 2019 beginnen und spätestens im Sommer 2021 abgeschlossen sind. Eine knappe Kalkulation: Denn spätestens dann benötigen die Eltern die Plätze dringend und haben darauf auch einen Rechtsanspruch. „Wenn als Fertigstellung das zweite Quartal 2021 genannt wird, dann ist das mit einem Fragezeichen versehen: Wir müssen als Ratsmitglieder eine Garantie geben können. Aber es sind noch so viele Gutachten durchzuführen, dass wir die Garantie nicht haben“, sagte Gundhild Fiedler-Dreyer. Die CDU/FDP-Gruppe beantragte deshalb, notfalls auf die Variante der Stadthaus-Erweiterung zurückzugreifen, die zuletzt von der SPD-geführten Mehrheitsgruppe verworfen war. Petra Herrmann wies den Vorschlag denn auch gleich zurück: „Der Standort ist für uns eine Null-Option.“ Am Ende einigte man sich darauf, im Fall des Scheiterns rechtzeitig einen Neubau an einer zentralen Stelle zu prüfen, ohne diese konkret zu benennen. 

Um Zeit uns Kosten zu sparen, will die Stadtverwaltung noch einen Bau in Modulbauweise prüfen, so wie zuletzt vom Rat gewünscht. „Wir sondieren derzeit Firmen, die so etwas anbieten, in der Hoffnung, dass es so schneller ausgeführt wird“, sagt Thomas Schrader, Leiter des Fachbereichs Soziales. Bislang habe die Verwaltung eine Massivbau kalkuliert. „Wir glauben, dass das auch günstiger hinzukriegen ist“, sagte Schrader.

Weiter fortgeschritten sind hingegen die Planungen für die Kita am Kiefernweg, die auf dem bisherigen Beachvolleyball-Feld der Albert-Einstein-Schule entstehen soll: Sie soll im zweiten Quartal 2020 fertig werden.

Stadt will Container vor der Kita Gleidingen aufstellen

Ein Engpass bei der Kitaplatz-Versorgung ist auch in Gleidingen absehbar: Langfristig plant die Stadt zwar damit, im neuen Baugebiet Erdbeerhof eine neue Einrichtung zu bauen. Die kommt allerdings zu spät: Nach derzeitigem Stand könnte die neue Kita dort frühestens 2022 eröffnet werden. Als Übergangslösung hat sich der Kinder- und Jugendhilfeausschuss deshalb am Dienstag für eine Containeranlage auf dem Bolzplatz vor der Kita an der Gleidinger Schützenstraße ausgesprochen: In der Übergangseinrichtung sollen dann 50 Kindergarten- und 15 Krippenplätze entstehen. „Um den zusätzlichen Flächenbedarf zu minimieren und weiter einen, wenn auch kleineren Bolzplatz anzubieten, könnte das sehr großzügige Außengelände der bestehen den Kita mit genutzt werden“, heißt es in im Konzept der Verwaltung. Die Planer gehen davon aus, dass die Anlage rund 930 000 Euro kosten wird. Weitere 443 000 Euro kämen für Erschließung, Außenanlagen und Mobiliar hinzu. Im Gegensatz zu den Plänen in Laatzen-Mitte lasse sich das Projekt sehr kurzfristig umsetzen. „Die Firmen sagen, dass sie die Anlage in drei Monaten nach Erteilung der Baugenehmigung erstellen können“, sagt Sozial-Fachbereichsleiter Thomas Schröder. Eröffnet werden könne die Einrichtung frühestens Anfang 2019.  jd

Von Johannes Dorndorf

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