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Region Laatzen Nachrichten Musikkreis begeistert in Laatzener Arche
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00:25 30.05.2018
Philip Thrift stellt mit dem Bläserkammerochester eine neue Interpretation eines alten englischen Volksliedes vor. Quelle: Tobias Lehmann
Laatzen-Mitte

Der Musikkreis Laatzen hat am Freitagabend in der Arche der Thomasgemeinde ein beeindruckendes Konzert gegeben. „Ist das schön“, war bereits in der Pause von einigen der rund 50 Besucher immer wieder zu hören. Das Konzert begann mit der Ouvertüre von Verdis Oper „Nabucco“. Anschließend traten drei Musikerinnen aus dem Jugendorchester unter der Leitung von Dietmar Lex auf. Die Flötistinnen Helen Fuhrmann und Amelie Menage spielten gemeinsam mit Sarah Hoppe am Violoncello eine Sonate von Händel.

Dafür gab es anschließend lauten Applaus, den die jungen Musikerinnen etwas verlegen entgegen nahmen. „Das Schwierigste an einem Konzert ist nicht das Spiel der Instrumente, sondern die Frage, was man mit den Händen macht, während das Publikum klatscht“, sagte Lex augenzwinkernd. Anschließend spielten die Kammermusiker des Musikkreises unter der Leitung von Philip Thrift eine neue Version des englischen Volksliedes „Scarborough Fair“. Die wohl bekannteste Version davon stammt von Simon & Garfunkel. „Die haben es aber nicht geschrieben“, betonte Thrift: Das Volkslied stammt aus dem 16. oder 17. Jahrhundert.

Thrift ließ die Musiker die Melodie des Lieds zur Einstimmung auf ihren verschiedenen Instrumenten mehrfach spielen. Dazu sang er ein paar Textzeilen des Lieds. Anschließend führte er die Instrumente kunstvoll zusammen, wofür es ebenfalls verdienten Applaus gab. Die Musiker verabschiedeten sich mit einem Werk des französischen Komponisten Gabriel Fauré in die Pause.

Anschließend spielten die Bläserkammermusiker unter der Leitung von Lex alle vier Sätze der ersten Sinfonie von Ludwig van Beethoven. Zu dem Stück gab es auch eine ausführliche Erläuterung im Programmheft. Dort erfährt der Leser unter anderem, dass die Sinfonie „völlig überraschend für die damalige Zeit mit einem Septakkord beginnt und der Hörer zunächst im Unklaren über die Grundtonart gelassen wird“. Das Stück mit der Grundtonart C-Dur wurde im 18. Jahrhundert uraufgeführt und war ein großer Erfolg für den Komponisten. Doch auch ohne dieses Hintergrundwissen wurde die schlichte Schönheit der Sinfonie deutlich. Lex dirigierte mit sichtlicher Leidenschaft und die Musiker folgten ihm. So galt das Urteil der Besucher auch für den zweiten Teil des Konzerts: „Ist das schön.“

Von Tobias Lehmann

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