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Nachrichten Laatzener schlägt Schutzstreifen als Gehweg-Ersatz vor
Region Laatzen Nachrichten Laatzener schlägt Schutzstreifen als Gehweg-Ersatz vor
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00:38 20.05.2018
Der Laatzener Olu Arigbabu schlägt vor, den Gehweg durch eine Markierung auf der Straße fortzusetzen, so dass eine Trennung zur Fahrbahn deutlich wird. Quelle: Dorndorf
Laatzen-Mitte

 Viel Kritik hat die Stadt für die Umgestaltung der ehemaligen Robert-Koch-Straße zwischen Marktplatz und Stadthaus im vergangenen Jahr einstecken müssen. Seniorenbeirat, SoVD und Behindertengruppen hatten gegen das Ergebnis der Arbeiten protestiert, weil Fußgänger auf der Südseite seitdem auf der Fahrbahn gehen oder mehrfach die Straßenseite wechseln müssen. Der Laatzener Olu Arigbabu hat jetzt sowohl im Seniorenbeirat als auch beim Stadtteilspaziergang eine Lösung eingebracht, die sich einfach umsetzen ließe.

„Man müsste nur eine Linie auf der Straße markieren“, sagt Arigbabu, der für sein Engagement im Stadtteil 2017 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Der Laatzener deutet mit seinen beiden Händen die Breite des dafür nötigen Schutzstreifens an, der parallel zum Pflanzbeet markiert werden könnte. „Hier gehen ja ohnehin alle entlang“, sagt Arigbabu. Er glaube nicht, dass die Stadt erneut Geld in die Hand nimmt und den Bereich komplett neu pflastert – deshalb wäre diese Minimallösung aus seiner Sicht die einzig pragmatische.

Dass die Neugestaltung nach wie vor in der Kritik steht, wurde unlängst im Seniorenbeirat deutlich. „Die Lösung ist nicht glücklich – für Menschen mit Sehbehinderung bedeutet das Beschreiten des Fußgängerwegs ein Gang ins Nirvana“, bemängelte der Vorsitzende Klaus-Dieter Meyer. „Warum muss man Maßnamen beibehalten, wenn sie totaler Mist sind“, ergänzte Zuhörer Christian Sommerfeldt als einer von vielen Kritikern während der Sitzung.

Aus Sicht der Verwaltung ist die Idee Arigbabus nicht umsetzbar: „Das geltende Recht schließt die Aufbringung einer farblichen Markierung in einem verkehrsberuhigten Bereich aus“, stellt Stadtsprecher Matthias Brinkmann klar. Die Stadt hatte zuletzt immer wieder geltend gemacht, dass dort Schritttempo vorgeschrieben sei und deshalb ein Bürgersteig nicht notwendig sei. „Alle Verkehrsteilnehmer sollen den ganzen Straßenraum genutzen können“, sagt Brinkmann. 

Eine Wiederherstellung des weggefallenen Gehwegabschnitts sei hingegen nicht geplant. Stattdessen will die Stadt – wie berichtet – eine Fußgängerquerung mit Schwelle  auf der westlichen Seite der Wohnscheibe prüfen. Außerdem soll der unterbrochene Fußweg auf der Südseite des Markplatzes für Fußgänger aus Richtung Pettenkoferstraße um den bestehenden Stadthaus-Parkplatz herumgeführt werden.

Von Johannes Dorndorf

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