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Region Laatzen Nachrichten Linde steht neuer Bushaltestelle im Weg
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00:16 30.12.2017
Die Linden entlang der Gleidinger Straße sind geschützt, so dass an der vom Ortsrat favorisierten Stelle keine Bushaltestelle eingerichtet werden darf.  Quelle: Dorndorf
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Ingeln-Oesselse

  Bei der seit Jahren andauernden Debatte um die geplante Bushaltestelle am Edeka-Markt in Ingeln-Oesselse stehen Politik und Verwaltung wieder mehr oder weniger am Anfang: Nachdem der Ortsrat im November beschlossen hatte, eine dritte Variante als Standort zu prüfen, hat die Untere Naturschutzbehörde der Stadt nun den Politikern einen Strich durch die Rechnung gemacht: Die dafür notwendige Baumfällung wird nicht genehmigt.

Zuletzt war der Ortsrat in der strittigen Frage auf einem Kurs, auf den sich die Mitglieder sowohl von den Kosten als auch von der Lage her einigen konnten. Die Idee: Die seit langem geforderte Haltestelle könnte auf Höhe des Sportplatzes nahe der bestehenden Fußgängerampel eingerichtet werden. Einziger Haken: Dafür müsste eine der Linden, die am Sportplatz entlang der Gleidinger Straße stehen, gefällt werden.

Wie die Stadtverwaltung inzwischen mitteilt, wird daraus jedoch nichts. „Der Fällung des Baums wird seitens der unteren Naturschützbehörde nicht zugestimmt“, heißt es in einer Drucksache. Grund ist die Laatzener Baumschutzsatzung, die Bäume ab einem Stammumfang von 150 Zentimetern schützt. Zwar seien Ausnahmen möglich, wenn das Verbot „zu einer nicht beabsichtigten Härte“ führe, bei der die Beeinträchtigung unzumutbar sei. Dies sei hier jedoch nicht der Fall: „Da die Möglichkeit besteht, die geplante Bushaltestelle an einem alternativen Standort in unmittelbarer Nähe zu erreichten, ist diese Beeinträchtigung angesichts des ökologischen Wertes des Baumes zumutbar“, heißt es in der Erläuterung der Stadtverwaltung. 

Ortsrat und Stadtverwaltung haben inzwischen fünf Standorte für die Bushaltestelle am Laagberg diskutiert. Quelle: HAZ-Grafik: Llorens

Damit rückt wieder der einige Meter weiter westlich gelegene Standort vor dem Haus Gleidinger Straße 37 in den Fokus, den die Stadtverwaltung von vornherein favorisiert hatte. Der Ortsrat hatte sich aus Rücksicht gegenüber den Anwohnern dagegen ausgesprochen. Die Verwaltung schlägt nun vor, auf die Aufstellung eines Wartehäuschens vor dem Haus zu verzichten, um die Beeinträchtigung für die Einwohner zu minimieren. Die Argumentation: Bei Regen oder Schnee könnten Wartende das Häuschen auf der gegenüberliegenden Straßenseite nutze. Beim Herannahmen des Busses könnten sie dann über die nahe gelegene Fußgängerampel „rechtzeitig und geschützt“ die Straße queren.

Die CDU hatte Ende November noch beantragt, 30 000 Euro für die Variante am Sportplatz vorzusehen. Vor dem Hintergrund der naturschutzbehördlichen Einwände hat der Rat der Stadt dies nun in seiner jüngsten Sitzung abgelehnt. Zwischenzeitlich hatte die Verwaltung sogar als dritte Möglichkeit einen Standort weiter östlich geprüft, der dem Edeka-Markt direkt gegenüberliegt. Das Projekt scheiterte an den immensen Kosten, die auf 110 000 Euro geschätzt wurden. Bei der inzwischen verworfenen Variante hätte eigens eine weitere Fußgängerampel installiert werden müssen.

Die Stadtverwaltung favorisiert die Einrichtung einer Bushaltestelle vor dem Haus Gleidinger Straße 37 - ohne Wartehäuschen. Quelle: Dorndorf

Damit rückt wieder der einige Meter weiter westlich gelegene Standort vor dem Haus Gleidinger Straße 37 in den Fokus, den die Stadtverwaltung von vornherein favorisiert hatte. Der Ortsrat hatte sich aus Rücksicht gegenüber den Anwohnern dagegen ausgesprochen. Die Verwaltung schlägt nun vor, auf die Aufstellung eines Wartehäuschens vor dem Haus zu verzichten, um die Beeinträchtigung für die Einwohner zu minimieren. Die Argumentation: Bei Regen oder Schnee könnten Wartende das Häuschen auf der gegenüberliegenden Straßenseite nutze. Beim Herannahmen des Busses könnten sie dann über die nahe gelegene Fußgängerampel „rechtzeitig und geschützt“ die Straße queren.

Die CDU hatte Ende November noch beantragt, 30 000 Euro für die Variante am Sportplatz vorzusehen. Vor dem Hintergrund der naturschutzbehördlichen Einwände hat der Rat der Stadt dies nun in seiner jüngsten Sitzung abgelehnt. Zwischenzeitlich hatte die Verwaltung sogar als dritte Möglichkeit einen Standort weiter östlich geprüft, der dem Edeka-Markt direkt gegenüberliegt. Das Projekt scheiterte an den immensen Kosten, die auf 110 000 Euro geschätzt wurden. Bei der inzwischen verworfenen Variante hätte eigens eine weitere Fußgängerampel installiert werden müssen.

Von Johannes Dorndorf

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