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Region Laatzen Nachrichten Adam und Eva tragen für Paradeisspiel lange Gewänder  
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00:17 23.12.2017
Ganz und gar nicht nackt im Paradies: Lehrerinnen und Lehrer der Freien Martinsschule führen das Paradeisspiel aus den Oberuferer Weihnachtsspielen auf. Auch Adam und Eva tragen dabei lange Gewänder und sprechen Dialekt. Quelle: Daniel Junker
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Grasdorf

 “Grießema Gottvota im heechsten Thron“ – Lehrer der freien Martinsschule haben am Dienstag und Mittwoch Teile der Oberuferer Weihnachtsspielen aufgeführt. Dabei werden biblische Geschichten wie von der Geburt Christi oder aber das Paradeisspiel in einem donauschwäbischem Dialekt vorgetragen. “Bilder und Gesten sind das Hauptsächliche dieser Spiele“, erklärte Religionslehrer Ralf Hilgraf dem Publikum. Er sei dankbar, dass die Schülerschaft es immer wieder einfordere, die Spiele aufzuführen, sagte Hilgraf. 

Zusätzlich zu den Vormittagsvorstellungen für Schüler wurden das Christigeburt- und das Paradeisspiel am Dienstagnachmittag auch Ehemaligen sowie Eltern und Freunden gezeigt. Die Darsteller von Adam und Eva blieben dabei – anders als in der biblischen Originalvorlage – in langen Gewändern züchtig bekleidet.

Die Oberuferer Weihnachtsspiele werden in einem donauschwäbischem Dialekt aufgeführt. Sie stammen ursprünglich von der Donauinsel Oberufer unweit der Stadt Preßburg, dem heutigen Bratislava. Dort hatte eine isoliert lebende Deutsche Minderheit die Weihnachtsspiele über die Jahrhunderte entwickelt und gepflegt. 1856 wurden sie von dem Wiener Professor Karl Julius Schröer wiederentdeckt. Dessen Student, der spätere Anthrophosoph Rudolf Steiner sorgte dafür, dass sie seit 1910 in Belin und später auch andernorts in anthroposophischen Einrichtungen, Heimen und Waldorfschulen, zu denen auch die Freie Martinsschule in Grasdorf gehört, aufgeführt werden.

Von Daniel Junker

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