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Umzug steht bevor: Das Zentrum für Qualifizierung und die Laatzener Tafel brauchen neue Räumlichkeiten. Das Mietverhältnis in den Hallen des früheren Edeka-Lagers soll im Dezember 2018 enden.

Umzug steht bevor: Das Zentrum für Qualifizierung und die Laatzener Tafel brauchen neue Räumlichkeiten. Das Mietverhältnis in den Hallen des früheren Edeka-Lagers soll im Dezember 2018 enden.
© Astrid Köhler

Alt-Laatzen

Die Tafel und ZAQ benötigen bald neue Räume

Die Laatzener Tafel ist wie das Zentrum für Arbeit und Qualifizierung (ZAQ) hat die längste Zeit ihren Standort im früheren Edeka-Lager an der Karlsruher Straße. Mit dem Jahr endet dort das Mietverhältnis. Nun werden neue Räume gesucht. Die Stadt stellt für die Herrichtung 10 000 Euro in Aussicht.

Alt-Laatzen. Nach 14 Jahre im ehemaligen Edeka-Lager an der Karlsruher Straße 14 stehen für das dortige Zentrum für Arbeit und Qualifizierung (ZAQ) der Leine Volkshochschule alle Zeichen auf Umzug. Im Dezember 2018 endet das Mietverhältnis für die als Büros, Werkstätten, für Sozialprojekte und zu Unterrichtszwecken genutzten Räume. Von der erwarteten Kündigung durch den Eigentümer Aurelis Real Estate betroffen ist auch die Ausgabenstelle der Laatzener Tafel, die seit acht Jahren Untermieterin der Leine-VHS ist. Für sie alle werden in Laatzen nun dringend Ersatzräume gesucht.

„Es gibt noch keine Kündigung, aber einen unverbindlichen Hinweis darauf, dass der Mietvertrag im Dezember 2018 beendet sein soll“, erklärte der Geschäftsführer der Leine-VHS Gerold Brockmann am Dienstag auf Nachfrage. Die Leine-VHS nehme diesen ernst und zum Anlass, anderen Räumen zu suchen. Dabei ist klar: „Etwas so Großes wie an der Karlsruher Straße, das sich für so vielen Funktionen eignet, werden wir nicht finden.“

Aktuell nutzt die Leine VHS in dem früheren Edeka-Lager rund 3000 Quadratmeter für verschiedene ZAQ-Projekte wie die Fahrradwerkstatt, das Sozialkaufhaus, die Tischlerei sowie verschiedene Nutzungszwecke der Leine-VHS, darunter die Integrationskurse. Ein Teil der Fläche – grob geschätzt etwa 800 Quadratmeter für den Second-Hand- sowie den Möbelladen – stellt der Eigentümer Aurelis Real Estate der Leine VHS mietfrei zur Verfügung. „Wir zahlen nur die Nebenkosten, wobei das nicht wenige sind“, so Brockmann. Der Altbau sei schließlich nicht energetisch saniert.

„Wir sind dabei, den Immobilienmarkt in Laatzen zu scannen“, betonte der Geschäftsführer. Zu den Mindestanforderungen gehöre eine gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ziel sei es, im Laufe des Jahres 2018 für die jeweilige Nutzung geeignete Immobilien im Stadtgebiet zu finden. Während Büroräume mit einzelnem Unterrichtsraum wie  für das Pro Aktiv Center noch verhältnismäßig einfach zu finden seien, sei es in anderen Bereichen schon schwieriger. „Ein großes Problem sind die Integrationskurse“, betont der Geschäftsführer. Augenblicklich nutzen wir acht Räume an der Karlsruher Straße und werde für sie kein Ersatz gefunden könne es dramatisch werden. „Wir müssen vermeiden, dass die Kurse wegfallen.“ Die Leine-VHS arbeite eng mit der Stadt zusammen.

Bereits vor drei Jahren hatte es mit dem seinerzeit bevorstehenden Verkauf des früheren Edeka-Lagers durch die Messe AG zuletzt Aufruhr in Laatzen gegeben. Der neue Eigentümer Aurelis Real Estate versicherte aber, die Räume vorerst an die Leine VHS vermieten zu wollen. Nun steht das bereits seit längerem erwartete Ende aber tatsächlich bevor.

Die Laatzener Tafel hat bereits vorsorglich bei der Stadt einen Zuschuss für die Herrichtung neuer Räume gestellt, den der Fachausschuss mit dem Hinweis auf einen Sperrvermerk – bevor Geld fließt bedarf es konkretere Nachweise – auch bereits nachkam. Bis zu 10 000 Euro sollen als einmaliger Investitionszuschuss bereit gestellt werden. Die Laatzener Tafel versorgt an drei Ausgabetagen  pro Woche etwa 750 überwiegend aus Laatzen stammende Menschen in 300 Bedarfsgemeinschaften. Insgesamt sind mehr als 1000 Menschen bei der Laatzener Tafel registriert.

Benötigt würden für die Ausgabestelle etwa 150 Quadratmeter Räume in preisgünstiger und verkehrsgünstiger Lage, erklärte Brockmann, der auch stellvertretender Vorsitzender der über Spenden finanzierten Tafel ist. Hinweise und Angebote seien willkomen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es nichts gibt“, so Brockmann.

Von Astrid Köhler


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