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Region Laatzen Nachrichten Stimmenauszählung für Seniorenbeirat dauert länger
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00:45 31.05.2018
Maria Jakob (vorne, von links), Gundula Walter und Angelika Bolte prüfen die Wahlscheine zur Wahl des Seniorenbeirats auf Gültigkeit. Ludmilla Stadler (hinten) öffnet die Briefumschläge. Quelle: Daniel Junker
Laatzen

Ursprünglich sollten die Ergebnisse der Wahl zum 6. Seniorenbeirat bereits am Montag bekannt gegeben werden, doch die Auswertung der rund 4200 abgegebenen Briefwahlunterlagen gestaltet sich aufwändiger als gedacht. „Wir hatten vorher noch nie eine Seniorenbeiratswahl als Briefwahl, und wir haben den Aufwand für die Prüfung der Wahlscheine unterschätzt“, erklärte Ludmilla Stadler vom für die Wahl verantwortlichen Seniorenbüro der Stadt Laatzen.

Bei der Auswertung am Montag im Stadthaus war von den neun Wahlhelfern – allesamt Mitarbeiter der Stadtverwaltung – viel Handarbeit gefragt: Sie mussten jeden einzelnen Umschlag in eine Maschine schieben oder mitunter auch von Hand öffnen, die Wahlscheine und Stimmzettel herausnehmen, nach Ortsteilen sortieren und auf ihre Gültigkeit überprüfen.

Ludmilla Stadler zeigt die Kisten mit den nach Stadtteilen sortieren Wahlzetteln Quelle: Daniel Junker

Dabei fanden die Wahlhelfe auch zahlreiche unvollständige Briefwahlsendungen: Sie waren entweder nicht wie vorgeschrieben mit Vor- und Zunamen unterzeichnet, Blätter waren durchtrennt worden oder der Stimmzettel steckte nicht im separaten Umschlag. „Erstaunlich oft haben die Ehemänner die Wahlscheine für ihre Ehefrauen unterschrieben – und umgekehrt“, so Stadler. Vermutlich hätten die Ehepartner die Wahlscheine beim Eintüten verwechselt. Weil das Wahlgeheimnis gewahrt sein muss und jeder seine eigenen Unterlagen korrekt einreichen und unterschreiben muss, bleiben diese Einsendungen alle unberücksichtigt. Ludmilla Stadler schätzte am Montagmittag, dass etwa 200 bis 300 Briefwahlunterlagen fehlerhaft eingereicht wurden.

Noch im Jahr 2013 hatten die Senioren ihre Stimmen am Wahltag in den Seniorentreffs abgegeben. „Das war aber ein ungeheurer organisatorischer Aufwand, weil für alle fünf Wahllokalen Wahlhelfer benötigt wurden“, betonte Stadler. Außerdem mussten die Wahlberechtigten die Seniorentreffs extra aufsuchen, was eine geringere Wahlbeteiligung zur Folge hatte: 15,2 Prozent. In diesem Jahr gaben mit 32 Prozent mehr als doppelt so viele Senioren ihre Stimme ab. Allerdings sei dafür 2013 die Auszählung der Stimmen einfacher gewesen. „Wir mussten die Urnen nur auskippen, die Stimmzettel auf einen Haufen legen und auszählen“, so Stadler.

Die Wahlergebnisse für den 6. Seniorenbeirat sollen nun am Dienstag bekannt gegeben werden: auf der Internetseite der Stadt Laatzen, über Aushänge im Stadt- und Rathaus sowie über die örtliche Presse. „Alle Kandidaten werden darüber hinaus offiziell angeschrieben“, so Stadler.

Wie berichtet hatten in diesem Jahr von den 13.211 Wahlberechtigten im Alter ab 60 Jahren rund 4200 an der Briefwahl teilgenommen. Somit hat in etwa jeder dritte Senior seine Stimme abgegeben.

Von Daniel Junker

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