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Nachrichten Laatzener Schützen wollen 2019 groß feiern
Region Laatzen Nachrichten Laatzener Schützen wollen 2019 groß feiern
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00:20 30.05.2018
Freuen sich über ihre Auszeichnungen: Jürgen Köhne (von links), Karin Himstedt, Jörg Freude, Kirsten Merk, Marianne Narimann und Angelika Rohde. Quelle: privat
Alt-Laatzen

Erstmals hat der Schützenverein Laatzen nur an einem Tag das traditionelle Schützenfest gefeiert. Das habe mehrere Gründe, erläuterte der stellvertretende Vorsitzende Malte Jansen. Einerseits hat die Stadt den Festplatz in Laatzen-Mitte wegen des Siemens-Neubaus aufgegeben, zum anderen war das Interesse der Bevölkerung an der Veranstaltung zuletzt gesunken. Künftig soll deshalb nur noch alle paar Jahre eine große Veranstaltung organisiert werden. „Für nächstes Jahr planen wir bereits ein großes Fest, das dann auch wieder über drei Tage gehen soll. Da feiert unser Verein sein 115-jähriges Bestehen“, kündigt Jansen an. Der Klub sehe sich inzwischen nach Alternativen für den Festplatz als Veranstaltungsort um.

Das Feedback auf die Veranstaltung in diesem Jahr sei sehr positiv ausgefallen. „Erstmals wurden die Schützenkönige proklamiert und bekamen direkt im Anschluss die Ketten und Scheiben ausgehändigt“, sagt Jansen. Das sei ein besonderer Moment gewesen, weil die Gewinner zuvor noch nichts davon wussten.

Neuer Schützenkönig ist Jörg Freude. Über den Titel der Schützenkönigin freute sich Kirsten Merk. Die Auszeichnung der Jugendkönigin ging an Marianna Nariman. Beste Seniorin ist Karin Himstedt. Als Volkskönigin wurde erstmals Maike Rindfleisch ausgezeichnet. Die Ratskette ging an Angelika Rohde, den Bürgermeisterwanderpokal, der unter allen Bürgermeistern und Stellvertretern ausgeschossen wird, bekam Jürgen Köhne.

Für viele Lacher sorgte der Vereinsvorsitzende Heinz Krüwel beim Königsgericht. Dort wurden Vereinsmitglieder für begangene Vergehen zu Geldstrafen verurteilt. Krüwel ernannte Laatzens ehemaligen Kontaktbeamten Dirk Rindfleisch zu seinem „Vollstrecker“. Dieser sammelte das Geld direkt vor Ort ein. Krüwel machte deutlich, dass er keinen Widerspruch seiner Urteile dulde. „Verteidiger können ernannt werden, haben aber keine Rechte.“ Dass Krüwel beim Königsgericht sprichwörtlich keine Verwandten kennt, zeigte sich auch daran, dass er seine Frau Doris in Abwesenheit zur Zahlung von zehn Euro verurteilte. „Sie kauft immer viel für den Verein ein, was gut ist. Doch sie kauft auch Dinge, die ich gar nicht wollte“, sagte der Vereinsvorsitzende augenzwinkernd.

Verurteilt wurde auch Krüwels Stellvertreter Jansen dafür, dass er eine Siegerkette eines vergangenen Wettbewerbs nicht trug. Zahlen muss weiterhin die neue Pressewartin Susann Treugebrodt. Sie hat den Programmablauf des Schützenfestes erstellt und dabei bei dem Wort „Frühschoppen“ einen Buchstaben vergessen, so dass daraus „Frühshoppen“ wurde. „Sie hat dabei offenbar an eine Einkaufsveranstaltung gedacht“, sagte Krüwel.

Zur Kasse gebeten wurde zudem Bürgermeister Jürgen Köhne für „seltsame Straßensanierungen“ in Alt-Laatzen. „Er hat zunächst alles abgestritten, wie das Bürgermeister halt tun. Aber dann hat er seine Strafe doch akzeptiert“, sagte Krüwel über Köhne, der beim Königsgericht nicht dabei war. Abschließend wurde Krüwel selbst von den mehr als 30 Anwesenden zu einer Strafe verurteilt, weil er bei einer Probe des Musikzugs zu spät gekommen war.

Einen Überraschungsauftritt des Fanfarencorps Laatzen gab es beim abendlichen Fest vor dem Schützenhaus. Rund 350 Besucher feierten mit den Schützen, schätzt der Vizevorsitzende Malte Jansen.

Von Tobias Lehmann

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