Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Smart City: Vodafone schafft Infrastruktur
Region Laatzen Nachrichten Smart City: Vodafone schafft Infrastruktur
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:03 31.07.2018
Die Infrastruktur gibt es zwar inzwischen auch datentechnisch her, doch ob und wenn ja wann in Laatzen Papierkörbe, Straßenlaternen, Mülleimer und andere Geräte im Sinne einer Smart City miteinander kommunizieren, ist unklar. Quelle: Astrid Köhler
Laatzen

Strom- oder Wasserzähler, die aus den Kellern der Häuser in regelmäßigen Abständen ihre Zählerstände an die Versorger senden. Intelligente Mülltonnen, die automatisiert Informationen über ihren Füllstand weiterleiten. Und Straßenlaternen, die die Feinstaubbelastung messen und an die Stadt melden – dies alles sind Vorzeigebeispiele für das Konzept einer Smart City. Auch Laatzen könnte in naher Zukunft eine vernetzte Stadt werden. Das sagt jedenfalls Vodafone Deutschland.

Vernetzter Straßenverkehr, etwa um Parkflächen auszulasten und Staus zu vermeiden, ist eines der Ziele einer Smart City. Quelle: Getty Images/iStockphoto

Das Düsseldorfer Telekommunikationsunternehmen hat Anfang Juli sein neues Maschinennetz in Laatzen aktiviert. Es lässt ausschließlich vernetzte Geräte und Maschinen miteinander kommunizieren, angefangen bei Uhren über Fahrräder, Autos und Lastkraftwagen bis hin zu Stromzählern und Industriemaschinen. Die Technologie dahinter heißt „Narrowband IoT" – IoT steht für „Internet of Things“ (deutsch: Internet der Dinge). Sie ist, so das Unternehmen, hochsicher und speziell für die regelmäßige Übertragung kleinerer Datenmengen ausgelegt. Und da das Maschinennetz dabei jeweils nur wenig Strom verbraucht, sei es auch kostengünstig.

In Laatzen ist das Vodafone Maschinennetz ab sofort in weiten Teilen des Stadtgebietes (71 Prozent) verfügbar. Das klingt gut, doch wie weit ist Laatzen überhaupt auf dem Weg zur Smart City?

Noch keine konkreten Pläne für Vernetzung in Laatzen

Aus der Stadtverwaltung heißt es: „Wir freuen uns über die gute Netzverfügbarkeit für Laatzen und verfolgen den Stand der Technologie des ,Internets der Dinge’.“ Die Vernetzung der Stadt als Smart City-Lösung sei aber noch kein Thema. Ähnlich ist es beim Abfallentsorger Aha. „Wir sind an dem Thema dran“, sagt Aha-Sprecher Stefan Altmeyer. Schon lange beobachte man, wie sich Smart City-Technologien auch für die Abfallwirtschaft nutzen lassen. Derzeit gebe es aber noch keine konkreten Pläne. „Müllabfuhr und Straßenreinigung sind ein eher traditionelles Geschäft.“

Bei Enercity ist man zwar einen Schritt weiter, aber vor allem gedanklich. Services mit Smart City-Bezug seien wesentlicher Bestandteil der strategischen Neuausrichtung: “Wir werden in der nächsten Zeit vielfältige Dienstleistungen im Zusammenhang mit vernetzter Technologie in der Region Hannover anbieten”, heißt es beim Energieversorger. Dazu gehöre etwa, dass Mieter und Eigentümer tatsächlich nicht mehr selbst ihre Zähler ablesen müssen, sondern dies automatisiert aus der Ferne erfolgt. Das werde derzeit mit einigen Kunden erprobt. Auch zu vernetzten Häusern – im technologischen Fachsprech: „Smart Home“ und „Smart Building“ – gebe es Überlegungen und Pilotverfahren.

Bis September, so die Planung von Vodafone, soll die neue Technologie in ganz Deutschland funken und es dann, welche Vorstellung, bis zu vier Milliarden Dingen ermöglichen, gleichzeitig miteinander zu kommuniziren. Dafür müssen sich aber erst die Regionen und ihre Bewohner weiter vernetzen. Denn wirkliche Smart Citys gibt es in Deutschland und auch weltweit bisher kaum.

Von Ralf Schunk und Katharina Kutsche

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Bundesanstalt für Straßenwesen hat Brücken in ganz Deutschland bewertet: 156 bekamen die Note „nicht ausreichend“, darunter auch Brücken im Laatzener Raum. Sorgen muss sich gleichwohl niemand.

02.08.2018

In der Laatzener Sucht-Fachstelle der Diakonie helfen die Beraterinnen Abhängigen und deren Angehörigen. Rund 300 Menschen pro Jahr kommen in den Kiefernweg – Alkoholiker, aber auch Cannabis-Süchtige.

30.07.2018

Ein in der Ausfahrtstraße des Leine-Center-Parkplatzes 2 abgestelltes Auto hat am Montag 1,5 Stunden lang Gehupe und Kopfschütteln ausgelöst. Die Fahrerin wähnte sich auf einem breiten Stellplatz.

02.08.2018