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Region Laatzen Nachrichten EUTB-Berater kommen monatlich ins Stadthaus
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09:40 30.08.2018
Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB): Beraterin Kathrin Buchmann stellt das neue Beratungsangebot für Laatzen im Sozialausschuss vor. Quelle: Astrid Köhler
Laatzen

Der Name des Beratungsangebotes klingt sperrig dabei bedeutet die „Ergänzende unabhängigen Teilhabeberatung“ (EUTB) praktische und kostenlose Hilfen für viele Menschen bei allen Fragen zur Rehabilitation und Teilhabe. Ein Schwerbehindertenausweis wird benötigt, ein Pflegebedürftiger neu eingestuft oder ein Hilfsmittel muss beantragt werden und Betroffenen oder Angehörigen wissen nicht weiter? Seit Februar hilft das EUTB-Team mit Sitz in Pattensen telefonisch beim Ausfüllen von Anträgen oder kommt zur Beratung auch direkt nach Hause. Was neu ist: Von Montag, 3. September, 9.30 Uhr an gibt es eine feste monatliche Sprechzeit im Stadthaus Laatzen.

„Wir sind keine Konkurrenz zum Seniorenbeirat oder anderen“, betont Kathrin Buchmann, Leiterin der Pattenser EUTB-Büros, jüngst bei der Vorstellung im Sozialausschuss. Vielmehr gehe es darum, niedrigschwellig, ergänzend und unabhängig zu beraten. Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Programm ist erst im Januar gestartet. In den ersten knapp sieben Monaten wurden allein von Pattensen aus 218 Beratungen im südlichen Hannover durchgeführt. Sogar aus dem Raum Hildesheim habe es Anfragen gegeben, erzählt Buchmann, die sich mit zwei Kollegen eineinhalb Planstellen teilt: „Wir fahren viel durch die Gegen.“

Die Beratungsbedarf in der Fläche sei groß und die Anfragen weit gefächert. Dabei geht es nicht nur um Menschen mit sichtbar körperlichen sondern auch um solche mit andere Einschränkungen. „Es gibt psychisch Erkrankte, denen der Antrieb fehlt, und die jemanden an der Hand brauchen“, erzählt Buchmann. Dieses Klientel werde leicht übersehen – und größer. Auch Kindern mit Aufmerksamkeitsdefiziten wie ADHS, die Schwierigkeiten im Sportverein haben, will das EUTB-Team helfen. Schließlich gehe es um Teilhabe.

„Wir haben keine Spezialisierung, aber wir sind breit aufgestellt und stark vernetzt“, sagt Buchmann die betont, Anfragen weiterzuleiten, wenn diese ihre Kompetenz überschreiten.

Dabei verfügt die Mutter eines Diabetikers selbst über jahrzehntelange Erfahrung. Seit einem Autounfall vor 26 Jahren sei sie zu 40 Prozent schwerbehindert, erzählt die frühere Laatzener Stadtangestellte. In ihrem früheren Beruf als Erzieherin – in Laatzen war sie in der Kindertagesstätte Wülferoder Straße tätig – könne sie zwar nicht mehr arbeiten, doch hat sie sich zur Sozial- und Lerntherapeutin ausbilden lassen, als gesetzliche Betreuerin und bei den Wahrendorffschen Kliniken gearbeitet, psychisch Erkrankte betreut und eine eigene Praxis für Lerntherapie eröffnet.

Anhand der aktuellen Beratungszahl von 218 sei schon ersichtlich, dass der Bedarf groß sei und das Programm auch über die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Testphase und das Jahr 2022 bestehen müsse.

In Laatzen gibt es ab sofort am ersten Montag eines Monats eine feste EUTB-Sprechstunde im Erdgeschoss des Stadthauses, Marktplatz 2. Kathrin Buchmann ist dort ab 9.30 und bis maximal 12.30 Uhr erreichbar. Wer sie anrufen will, erreicht sie unter der Mobilnummer 0176-41195172.

Von Astrid Köhler

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