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Region Laatzen Nachrichten Störchin Käthe ist überraschend zurück
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12:23 24.09.2018
Mondstimmung in der Leineaue: Die Alt-Laatzener Störchin Käthe ist zurück an ihrem Stammnest am Steinbrink. Quelle: Hans-Jürgen Körber
Alt-Laatzen

Es war eine anstrengende Saison für die Störche in und um Laatzen. Erst mussten die alteingesessenen Tiere ihre Nester gegen Konkurrenten verteidigen, dann starben die Alt-Laatzener Jungstörche. Und im gesamten Sommer machte den rotbeinigen Tieren die Trockenheit zu schaffen. Gerade Letzteres dürfte dazu geführt haben, dass sich die Störche in diesem Jahr relativ früh auf den Weg gen Süden machten. Doch nun ist Störchin Käthe überraschend zurückgekehrt.

Wie Storchenbeobachter Jürgen Körber erklärt, habe er die Alt-Laatzener Storchendame am Donnerstagabend gegen 19.45 Uhr an ihrem Stammnest am Steinbrink gesichtet und mit einem Foto im Mondschein dokumentiert. Das ist insofern bemerkenswert, als dass die Vögel eigentlich längst abgezogen waren. Laut Körber war das Grasdorfer Storchenpaar Frieda und Rolf schon am 21. August unterwegs ins Winterquartier, das Alt-Laatzener Paar Garry und Käthe folgte am 10. September. Auch die anderen Paare der südlichen Leineaue waren zu dem Zeitpunkt ausgeflogen. Durch die Trockenheit sei die Nahrung für die Tiere zu knapp gewesen, glaubt Körber, sie bräuchten etwa 300 Gramm pro Tag an Fröschen, Mäusen, Insekten und anderen Kleintieren: „Es gab auch keine nennenswerten Storchensammlungen in den Leineauen aus diesen Gründen.“

Käthe war die Erste: Ende Januar nahm die Störchin das Nest am Steinbrink in Beschlag. Quelle: Torsten Lippelt

Käthe hatte eine lange Saison im Norden. Die Störchin war Ende Januar, ungewöhnlich früh, zurückgekehrt, hatte sich aber wegen der Kälte zwischenzeitlich auf einer Mülldeponie in der Nähe von Minden aufgehalten, bis ihr Partner Garry am 6. März in Alt-Laatzen ankam. Der gemeinsame Nachwuchs überlebte vermutlich eine Schimmelpilzerkrankung nicht, glaubt Körber.

Nun bleibt abzuwarten, wie lange sich Käthe hier aufhält. Im letzten Jahr zog sie am 25. September ab. Es ist also möglich, dass sie nur vorübergehend da ist, etwa wegen der Stürme vom Wochenende ihren Flug unterbrochen hat. Körber vermutet, dass sie noch nicht lang unterwegs war: „Mutmaßlich war sie seit dem Abzug auf der ihr bekannten Müllhalde, wo sie sich bereits im Februar des Jahres aufgehalten hatte.“ Denkbar ist auch, dass Käthe sogar in Laatzen überwintern möchte. Damit würde sie einem Trend folgen, denn allein im vergangenen Winter blieben 70 Störche in Niedersachsen, anstatt wärmere Gefilde anzufliegen. Schaden würde es ihr nicht: Auch Frieda und Rolf überwinterten vor zwei Jahren in der Region.

Von Katharina Kutsche

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