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Region Laatzen Nachrichten Diese Straßen will die Stadt als nächstes sanieren
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00:36 19.04.2018
Soll ebenfalls saniert werden: die Wiesenstraße. Quelle: Dorndorf
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Laatzen

 Lange hat es gedauert: Vier Jahre lang hat die Stadtverwaltung untersucht, welche Straßen und Wege am dringendsten saniert werden müssen. Nun ist die Liste fertig und soll in den nächsten Tagen  und Wochen in den vier Laatzener Ortsräten diskutiert werden. 23 Straßen im Stadtgebiet sind in das Sanierungsprogramm neu aufgenommen worden, sechs weitere sind noch abzuarbeiten.

Das bisherige Sanierungsprogramm stammt aus dem Jahr 2005 und ist größtenteils umgesetzt. Sechs Straßen stehen nach Verwaltungsangaben noch aus: die Wiesenstraße und Friedrich-Ebert-Straße in Alt-Laatzen, die Berg- und die Molkereistraße sowie die Straßen Am Schillgarten und Am Kleikamp in Ingeln-Oesselse. Wann die Arbeiten dort beginnen, steht noch nicht fest. Bislang gibt es für keine der Straßen eine entsprechende Planung oder Finanzierung.

Diese Straßen sollen saniert werden

Alt-Laatzen: Alte Rathausstraße, Bürgermeister-Ewert-Straße, Deisterblick, Elbinger Straße, Heinrich-Spoerl-Straße, Karl-Marx-Straße, Kolberger Straße, Kreuzweg, Leinerandstraße, Liegnitzer Straße, Siedlerweg, Steinbrink, Talstraße, Wiesenstraße.

Gleidingen: Maschstraße, Zum Anger.

Grasdorf: Am Südtor

Ingeln-Oesselse: Auf der Maine, Am Kleikamp, Am Schillgarten, Bergstraße, Molkereistraße, Königsberger Straße, Südeck.

Laatzen-Mitte: keine

sRethen: Alte Ziegelei, Friedrich-Ebert-Straße, Sonnenweg, Steinweg, Zentralstraße.

2014 hat die Stadt den Bestand neu untersuchen lassen. Ein Fachfirma befuhr seinerzeit alle Straßen im Stadtgebiet und nahm Schäden auf. Ergebnis war ein 2016 vorgelegter Zustandsbericht, der etliche Laatzener Straßen als sanierungsbedürftig kennzeichnete. Allerdings wurden damals auch einzelne Straßenabschnitte bewertet, so dass die Verwaltung die Liste danach überarbeitet hat und die Straßen nun „in ihrer Gesamtheit“ aufnahm, wie es in einer Drucksache zum  Thema heißt.

Das Ergebnis ist ernüchternd. 26 Straßen sind nach Verwaltungsangaben „sofort sanierungsbedürftig“ und erhalten die Kennzeichnung rot, bei weiteren 117 gelb markierten Straßen sind Arbeiten „kurzfristig erforderlich“. Ins neue Straßensanierungsprogramm neu aufgenommen wurden vornehmlich alle jene rot markierten Straßen, die für den Verkehr von Bedeutung sind – aber auch einige gelbe, die entweder als dringlich eingeschätzt wurden oder schon im alten Sanierungsprogramm standen. Ausgeklammert hat die Stadt die eigentlich „roten“ Straßen Am Holze, Peterskamp, Am Hohen Ufer, Heidfeldweg und Kirchstraße, die wenig befahren sind.  Auch die Peiner Straße vor dem Erbenholz und die Meineckestraße stuft die Verwaltung so ein.

Bei weitem am größten ist der Bedarf in Alt-Laatzen mit 14 Fällen. Auf den Stadtteil entfällt damit Hälfte der Straßen, die ins neue Sanierungsprogramm aufgenommen sind. Auch Ingeln-Oesselse ist mit sieben Straßen stark vertreten. Aus Laatzens größtem und jüngsten Stadtteil Laatzen-Mitte findet sich hingegen keine einzige im Programm wieder.

In welcher Reihenfolge die Liste abgearbeitet wird,  ist noch völlig unklar – mit zwei Ausnahmen: Die Maschstraße in Gleidingen und Teile der Leinerandstraße in Alt-Laatzen sollen als erstes angegangen werden, für beide Straßen sind bereits Geld im Haushalt bereitgestellt. Im Anschluss daran will die Verwaltung „nach technischer Begutachtung“ festlegen, wo es weitergeht. Und das könnte dauern: Mit dem derzeitigen Personal, heißt es im Rathaus, seien nur zwei Straßen jährlich zu schaffen. 

 Darüber hinaus liegt die Straßensanierung in Laatzen derzeit ohnehin auf Eis. Im März hatte die Stadt ein Moratorium bekannt gegeben, laut dem keine Straßen grundlegend erneuert werden, bevor Einigkeit über das künftige Modell zur Kostenübernahme besteht. Der Hintergrund: Laatzens Ratspolitiker diskutieren seit längerem darüber, wie sich die Finanzierung auf mehr Schultern verteilen lässt, um einzelne nicht zu belasten. Bislang müssen Anlieger bis zu 75 Prozent übernehmen. 

Beschlossen ist das Straßensanierungsprogramm noch nicht. Die Ratsgremien werden in den nächsten Wochen über das Papier beraten. Den Anfang macht der Ortsrat Laatzen am Dienstag, die Entscheidung soll dann am 14. Juni im Rat der Stadt fallen.

Ortsrat spricht über Straßensanierung und andere Themen

Der Ortsrat Laatzen spricht bei seiner Sitzung am heutigen Dienstag über das Straßensanierungsprogramm – aber auch über andere Themen. Unter anderem geht es um einen Antrag der GFW, die Anliegergebühren für Straßensanierungen künftig früher festzulegen. Gesprochen wird auch über die künftige Entwicklung der Laatzener Friedhöfe, die Aufhebung der Gestaltungssatzung für die Leinetal-Siedlung und die Umgestaltung des Alt-Laatzener Ehrenmals.

Auf der Tagesordnung finden sich zudem die Pläne für eine neue Tagespflegeeinrichtung am Brucknerweg und der Bericht die Denkmalliste für die Ortsschaft Laatzen.

Die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 18 Uhr im Raum 503 des Rathauses.

Von Johannes Dorndorf

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