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Nachrichten Azubis berichten von ihrem Arbeitsalltag
Region Laatzen Nachrichten Azubis berichten von ihrem Arbeitsalltag
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00:20 31.08.2018
Beim Azubi-Talk erzählt May-Britt Franzke an der Erich-Kästner-Oberschule über die Ausbildung bei TUI Deutschland. Quelle: Daniel Junker
Laatzen-Mitte

„Man nimmt sich oft etwas vor, aber dann kommt es ganz anders. Es gibt keinen festen Weg ins Berufsleben“, erzählt Désirée Altschner am Dienstag beim Azubi-Talk in der Erich-Kästner-Oberschule. Die Auszubildende im Sheraton-Hotel Hannover weiß wovon sie spricht. Nach dem Abitur ging sie nach Österreich. Eigentlich wollte sie Au-Pair in Amerika werden, doch fehlte ihr die nötige Erfahrung bei der Kinderbetreuung. Als Animateurin in einem Hotel bekam sie die, ging doch noch in die USA und begann anschließend ihre Hotelausbildung.

„Ich habe hier viele Chance, eigenständig zu arbeiten und mich selbst zu verwirklichen“, berichtete Altschner den Neuntklässlern. Auch Lea Marie Brüne fiel die Berufswahl zunächst nicht leicht. Sie stieß bei ihrer Internetrecherche auf die Drogeriekette Rossmann. „Mir war gar nicht klar, dass die hier ganz in der Nähe ihre Zentrale haben.“ Neugierig geworden bewarb sie sich um ein freiwilliges Praktikum beim Burgwedeler Unternehmenssitz und erhielt Einblicke in die Personalabteilung, das Marketing, Lager, die Mediengestaltung und andere Abteilungen. Inzwischen ist sie Auszubildende für Groß- und Einzelhandelskauffrau.

Beim Azubi-Talk erfuhren die Neuntklässler in verschiedenen Räumen von einer Vielzahl von Berufen aus Bereiche wie Gastronomie, Logistik, Medizin, Handwerk, IT sowie kaufmännische und technische Berufe.

Zunächst stellten die Auszubildenden ihre Berufe und die Ausbildung vor. In Kleingruppen aufgeteilt konnten die Schüler ihnen dann gezielt Fragen stellen, doch das Angebote wurden nur mäßig angenommen. „Viele Schüler sind leider ziemlich schüchtern“, bemerkte Waldemar Haack, der sich bei BMW gerade um Automobilkaufmann ausbilden lässt. „Einige wissen noch gar nicht, was sie machen wollen, andere sind hingegen schon so festgefahren, dass sie über andere Berufe gar nichts mehr wissen wollen.“

Die Zurückhaltung verwunderte. „Die meisten Schüler wollten nicht mal wissen, wie viel Geld man verdient oder wie die Ausbildung konkret aussieht“, so Haack. Auch Fragen über Praktikumsplätze habe es kaum gegeben, obwohl für den neunten Jahrgang im Februar das Berufspraktikum ansteht. Die Auszubilden rieten den Schülern, sich schon jetzt auf einen Praktikumsplatz zu bewerben: „Wenn man das auf den letzten Drücker macht, sind die Plätze meistens schon weg.“

Désirée Altschner und Lea Marie Brüne rieten den Schülern, Praktika zu absolvieren. „Das hilft Euch bei der Orientierung.“ Zudem kämen Anfragen aus eigener Initiative bei den Betrieben besser an.

Den Azubi-Talk hatte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover im Rahmen der Ausbildungsoffensive „Ihr gewinnt“ organisiert.

Oberschüler texten mit Rapper Spax

Rund 20 Achtklässler der Erich-Kästner-Oberschule (EKO) verfassen seit Montag unter professioneller Anleitung eigene Texte. Einerseits gehe es um präzisen Ausdruck, aber auch darum „kryptischer zu werden, wenn es dem Thema gut tut“, beschreibt Rapper Spax den dreitägigen Prozess im Projekt Speaker’s Corner.

„Die Schüler lernen, eigene Erfahrungen und Erlebnisse in einem Text auszudrücken“, sagt Spax, der den Workshop gemeinsam mit seinem Mitstreiter Lorenz von Seherr anbietet. Dabei sei es ganz egal, ob es sich um Geschichten aus der Familie, Schulerlebnisse oder andere Themen handelt. Einige Jugendliche schrieben über enttäuschende Freundschaften, Ausgrenzung oder Mobbing. „Wir bieten den Raum, dass jemand zuhört“, sagt Spax.

Dies bestätigt auch Schulsozialarbeiter Thomas Krammling. Die Schüler beschäftigten sich auf kreative Weise mit sich selbst. Ihre Texten machten die Schüler zwar angreifbarer, dafür hätten sie aber etwas erschaffen, um Erlebnisse zu verarbeiten und sich von anderen abzugrenzen.

In der vergangene Woche lief das über den Verein Jukus organisierte und mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben! geförderte Projekt bereits an der Albert-Einstein-Schule. Ab Montag, 3. September, wird es an der Grundschule Ingeln-Oesselse fortgesetzt.

 Bei einer Abschlussveranstaltung im Leine-Center am Freitag, 2. November, werden einige Texte in der Zeit von 11 bis 16 Uhr präsentiert. Auch Passanten haben dann die Möglichkeit, sich mit Wortbeiträgen öffentlich zu äußern. dj

Von Daniel Junker

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