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Region Laatzen Nachrichten Kultusminister bei Drei-Städte-Treffen
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19:30 13.07.2018
Titel: Nicht nur das Mittagessen in der offenen Ganztagsgrundschule will gut organisiert sein. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Hemmingen/Laatzen/Pattensen

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) ist am Donnerstagabend in Hemmingen-Westerfeld gewesen. Anlass war ein internes Gespräch im Rathaus über Ganztagsgrundschulen. Der Minister sei auf Wunsch der Städte Hemmingen, Laatzen und Pattensen gekommen, erläuterte Hemmingens Bürgermeister Claus Schacht (SPD) am Freitag auf Anfrage dieser Zeitung.

Die Vertreter der drei Kommunen forderten Schacht zufolge mehr Unterstützung beim Personal, darunter in der Schulverwaltung, um die Schulleitungen stärker zu entlasten. Zudem brauchen die Städte mehr Geld für Investitionen in den Ganztagsbetrieb sowie „mehr Freiheiten bei der Wahl der Partner am Nachmittag“, wie es Schacht formulierte. Die Kommunen arbeiten gern mit Vereinen und Verbänden zusammen, so wie es gewünscht sei, aber am Nachmittag gingen nun einmal viele Mitglieder ihren Berufen nach.

Der Minister sei gut informiert gewesen und habe aufmerksam zugehört, sagte Schacht. Konkrete Zusagen habe Tonne nicht geben können. Der Grund: „Beim Ganztag herrscht eine bunte Landschaft in Niedersachsen“, erläuterte Schacht. Schon allein in Hemmingen, Pattensen und Laatzen gebe es „unterschiedliche Voraussetzungen und Vorgehensweisen“. So seien beispielsweise in Hemmingen die Horte direkt an den Schulen.

Weil Hemmingen zum August die offene Ganztagsgrundschule einführt, brechen der Stadt allein im zweiten Halbjahr mehr als 165.000 Euro weg, darunter Elternbeiträge und Zuschüsse vom Land für Personalkosten. Für die Arbeitsgemeinschaften erhält die Stadt zwar fortan sogenannte kapitalisierte Lehrerstunden, doch diese bieten – dies hatte Schacht bereits im April in einem Brief an Tonne betont - „keine verlässliche Finanzierung für die Deckung der Kosten für den Ganztag“.

Die Hemminger SPD-Landtagsabgeordnete Kerstin Liebelt hatte die Zusammenkunft am Donnerstagabend organisiert. „Es war ein gutes Gespräch in einer angenehmen Atmosphäre“, sagte sie. Liebelt zeigte sich zuversichtlich: „Das Ministerium ist dran“, sagte sie und bat um Verständnis, noch nicht ins Detail gehen zu können. „Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler ab 2025 wird eine Herausforderung.“

An dem Gespräch nahmen auch Walburga Gerwing, Fachbereichsleiterin in der Hemminger Verwaltung, teil sowie Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann (SPD) und zwei Mitarbeiter aus der Laatzener Stadtverwaltung. Auf die Anfrage dieser Zeitung zu einer Stellungnahme verwies das Kultusministerium am Freitag darauf, dass es sich um internen Austausch gehandelt habe.

Von Andreas Zimmer

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