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Region Laatzen Nachrichten Ratspolitik will für neue Kitas Profile festlegen
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02:25 09.03.2018
Die Gleidinger Kindertagesstätte am Schützenweg ist in städtischer Trägerschaft. Die im Neubaugebiet Am Erdbeerhof geplante neue Kita könnte im Sinne der Wahlfreiheit für Eltern von einem freien Träger geführt werden. Quelle: Astrid Köhler (Archiv)
Laatzen

 Im Stadtgebiet Laatzen gibt es derzeit 17 Kindertagesstätten oder reine Kindergärten wie den städtischen Im Langen Feld oder den von St. Nicolai in Ingeln. Weil der Betreuungsbedarf weiter steigt, sollen in den nächsten Jahren mehrere neue Kitas entstehen, darunter am Kiefernweg, an der Würzburger Straße und im Gleidinger Neubaugebiet Am Erdbeerhof. Um das Gesamtangebot angemessen zu ergänzen, soll vorab deren inhaltliche Ausrichtung sowie das Entscheidungs- und Vergabeverfahren geklärt werden. Darauf hat sich der Ausschuss für Kinder- und Jugendhilfeangelegenheiten am Montag verständigt.

Die Gruppe CDU/FDP wolle ursprünglich noch einen Schritte weiter gehen und beschließen lassen, dass alle bis 2021 neu eröffneten Kindertagesstätten vorrangig freien Trägern per Interessenbekundsverfahren zum Betrieb angeboten werden. Damit zielte sie auf die Tatsache ab, dass von den 17 bestehenden Einrichtungen in Laatzen derzeit nur sieben von freien Trägern wie dem DRK, der AWO oder der Kirche betrieben werden. 

Die Ratsgruppe CDU/FDP stört sich an dem Ungleichgewicht, zumal es einen gesetzlichen Vorrang für freie Träger gibt und diese "einen nennenswerten Beitrag" bei den Kosten der Kinderbetreuung übernähmen. Wie die Ratsgruppe mit Verweis auf den Trägerbericht 2017 erklärte, zahlten die freien Träger durchschnittlich 2,8 Prozent der Kosten, was einem Beitrag von 154.700 Euro entspricht. Dadurch werde auch der Haushalt der Stadt entlastet, so Christoph Dreyer (CDU).  „Ausnahmen von dieser Regelung sollen dort möglich sein, wo sich bereits im Umfeld Kindertagesstätten in freier Trägerschaft befinden“, zitierte  der Ratsherr aus dem leicht veränderten Antrag seiner Gruppe.

Die Stadt hatte zuvor in einer Stellungnahme darauf hingewiesen, dass Eltern weiterhin eine Wahlmöglichkeit zwischen öffentlichen Kitas und solchen in freier Trägerschaft angeboten werden sollte. Während es in Gleidingen und im Umfeld des Kiefernweges bereits städtische Kitas gebe, sei es an der Würzburger Straße genau umgekehrt. Dort gibt es bereits eine Kita in Trägerschaft der Kirche. 

„Wir wollen in dieser Stadt eine möglichst große Pluralität der Träger“, bekräftigte Petra Herrmann für die Gruppe SPD-Grüne-Linke-Scheibe, die  einen eigenen Antrag eingereicht hatte. Es sei sinnvoll, die Verfahren für die neuen Kitas  zusammenzufassen statt sie einzeln vor sich her zu schieben. Gleichwohl sei ihrer Gruppe in der internen Debatte klargeworden, dass vor der Frage der freien oder städtischen Trägerschaft die Frage nach der inhaltlichen Schärfung stehe. „Welche Kita-Profile gibt es schon und welche weiteren können wir uns in der Stadt wünschen?“, fragte Hermann, die unter anderem auf die Bewegungskita an der Sehlwiese verwies und mögliche Schwerpunkte wie Musik, naturwissenschaftliche und technische sowie eine interreligiöse Ausrichtung ins Gespräch brachte.

Die Vertreter der freien Träger begrüßten die Diskussion. Da die Ratsgruppen noch Informationsbedarf sahen, wurde schließlich die Verwaltung damit beauftragt, bis zur nächste Sitzung einen Vorschlag für inhaltliche Profile der neuen Kitas sowie den Ablauf des Entscheidungsverfahrens samt Zeitplan zu erarbeiten. Am Dienstag, 8. Mai, soll das Thema erneut beraten werden.

Von Astrid Köhler

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