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Zu wenige Kandidaten: Die Immanuel-Kirchengemeinde kann nur dank einer Ausnahmegenehmigung ihren neuen Kirchenvorstand wählen.

Zu wenige Kandidaten: Die Immanuel-Kirchengemeinde kann nur dank einer Ausnahmegenehmigung ihren neuen Kirchenvorstand wählen.
© Dorndorf

Kirchenvorstandswahl in Laatzen

Es hat doch noch gereicht: Kandidatenlisten stehen

Das war knapp: In allen evangelischen Kirchengemeinden in Laatzen können am 11. März neue Kirchenvorstände gewählt werden. Allerdings haben sich nicht überall genügend Kandidaten gefunden. Möglich wurde die Wahl etwa in der Alt-Laatzener Immanuelgemeinde nur auf Beschluss des Kirchenkreises hin.

Laatzen.  Am Ende hat es doch noch gereicht. Alle evangelischen Kirchengemeinden in Laatzen werden am 11. März neue Kirchenvorstände wählen können. Allerdings sind nicht überall genügend Kandidaten gefunden worden: In mehreren Gemeinden bedurfte es einen gesonderten Kirchenkreisbeschlusses.

Besonders eng war die Situation in Alt-Laatzen. Über Monate hinweg hat der amtierende Kirchenvorstand potenzielle Bewerber angesprochen. Zwischenzeitlich wurden sogar gezielt Gemeindemitglieder im Alter von 30 bis 60 Jahren angeschrieben – alles ohne durchschlagenden Erfolg: Für die eigentlich sechs vorgesehenen Kirchenvorsteherposten haben sich schließlich nur fünf Kandidaten gefunden.

Eigentlich fehlten damit sogar vier Namen. „Es sollten anderthalb Mal so viele Kandidaten auf der Wählerliste stehen, damit eine gute Wahl stattfinden kann“, erläutert Kirchenkreissprecher Stephan Schwier. Im Fall Alt-Laatzen haber der Verwaltungsausschuss des Kirchenkreises beschlossen, dass fünf Kirchenvorsteher ausreichen – mit einer Maßgabe: Der neue Kirchenvorstand soll dann nach der Wahl zwei weitere Mitglieder berufen.

Auch andere Gemeinden taten sich bei der Kandidatensuche schwer. So wurden in Grasdorf sieben Bewerber für die sechs Ämter gefunden: „Ich hätte mir mehr erhofft“, sagt Pastor Burkhard Straeck, weiß aber auch um die Probleme von Berufstätigen, die der Kirchenvorstand bei den insgesamt 70 Gesprächen gezielt angesprochen hat: „Viele arbeiten andernorts, einige haben Verpflichtungen in anderen Ämtern.“ 

Knapp war es diesmal auch bei der Thomasgemeinde in Laatzen-Mitte mit sieben Kandidaten für sechs Ämter und in Ingeln-Oesselse mit vier Bewerbern für drei Posten. In Rethen hingegen mit neun Kandidaten bei sechs Ämtern und Gleidingen (acht für fünf) lief am Ende alles glatt. 

Ähnliche gravierende Probleme wie die Alt-Laatzener Immanuelgemeinde hatten im Kirchenkreis ansonsten nur die Kapellengemeinden Devese und Alvesrode zu kämpfen. In Devese wurde die Wahl abgesagt, die Mitglieder müssen nun in der Hemminger Trinitatisgemeinde wählen. Auch in Alvesrode wählen die Mitglieder nun gemeinsam mit der Gemeinde im benachbarten Völksen einen Kirchenvorstand. 

Wahlbenachrichtigungen werden jetzt verschickt 

Die Kirchengemeinden haben bereits damit begonnen, Wahlbenachrichtungen zu verschicken. Briefwahlunterlagen können in den jeweiligen Gemeindebüros beantragt werden. In zwei Gemeinden stellen sich die Bewerber in den nächsten Wochen gesondert vor: In Grasdorf kommen die unterschiedlichen Kandidaten am Sonntag, 25. Februar und 4. März, jeweils ab 10 Uhr in den Gottesdienst. Die Thomasgemeinde in Laatzen-Mitte bietet am Sonntag, 25. Februar, nach dem Gottesdienst in der Arche ein Speeddating mit den Kandidaten an. 

Gewählt werden die neuen Kirchenvorsteher am Sonntag, 11. März. Das Wahlbüro in Grasdorf ist von 8.30 bis 10 Uhr und 11 bis 18 Uhr geöffnet, in Laatzen-Mitte von 11 bis 17, in Rethen von 11.30 bis 17.30 Uhr, in Gleidingen von 11 bis 17 Uhr, in Alt-Laatzen von 11 bis 18 Uhr und in Ingeln-Oesselse von 11 bis 18 Uhr.

Von Johannes Dorndorf


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