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In Laatzen dürfen Raketen und Böller nicht im Umfeld von Alternheimen, Fachwerkhäusern und Kirchen gezündet werden.

In Laatzen dürfen Raketen und Böller nicht im Umfeld von Alternheimen, Fachwerkhäusern und Kirchen gezündet werden.
© Huk-Coburg

Laatzen

In Ortskernen ist Böllern verboten

In der Silvesternacht dürfte auch in diesem Jahr wieder arbeitsreich für Laatzens Feuerwehrleute werden. Die Stadt weist darauf hin, dass insbesondere in den historischen Ortskernen rund um die Kirchen, aber auch an Seniorenheimen Böllern untersagt ist.

Laatzen.  Für die Laatzener Feuerwehr dürfte die Silvesternacht wieder viele arbeitsreiche Stunden bedeuten: Vor einem Jahr waren die Männer und Frauen zu elf Einsätzen innerhalb von 16 Stunden ausgerückt. Hauptursache waren offenbar mutwillige Brände in Mülleimern und Containern – in Anbetracht der Tatsache, dass die Helfer ehrenamtlich arbeiten, eine verzichtbare Mehrarbeit. Gefährlich hätte allerdings insbesondere das Feuer auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses an der Albert-Schweitzer-Straße werden können: Aufmerksame Nachbarn hatten den Brand glücklicherweise frühzeitig gelöscht, so dass sich das Feuer nicht ausbreitete.

Die Stadtfeuerwehr Laatzen rät deshalb Laatzens Bürgern zur Vorsorge: „Brennbare Gegenstände sollten vom Haus entfernt werden“, sagt Feuerwehrsprecher Gerald Senft. Das gelte auch für Gartenmöbel auf Terrassen und Balkonen. Fenster sollten möglichst geschlossen bleiben, auch Mülltonnen seien zu schließen. Wer selbst zum Böllern ins Freie geht, ist gehalten, auf Kerzen und offene Feuer im Haus zu achten. Auch die richtige Kleidung sei wichtig: „Nicht jede Bekleidung hält einem Funkenregen stand“, sagt Senft.

Vor einem Jahr half die Laatzener Feuerwehr bei einem Hausbrand in Sarstedt mit ihrer Drehleiter aus

Vor einem Jahr half die Laatzener Feuerwehr bei einem Hausbrand in Sarstedt mit ihrer Drehleiter aus: Die Löscharbeiten dauerten von kurz nach Mitternacht bis zum Morgen an.

Quelle: Gerald Senft

Die Stadtverwaltung weist zudem auf einige Regeln beim Zünden von Böllern und Raketen hin. „Das Abbrennen von Feuerwehrkskörpern in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern ist verboten“, sagt Stadtsprecher Matthias Brinkmann. Konkret sei das Abschießen von Raketen im Umkreis von 200 Metern um Fachwerk- und Krankhäuser sowie Altenheimen untersagt. Böller und andere Feuerwerkskörper, die mit der Hand abgeworfen werden, dürften wegen der Brandgefahr sogar im Umkreis von 30 Metern von Fachwerkhäusern nicht gezündet werden. Bei Kliniken und Altenheimen gelte aus Lärmschutzgründen eine Sicherheitszone von 200 Metern. „Insesondere in den alten Ortskernen von Alt-Laatzen, Grasdorf, Rethen, Gleidingen und Ingeln-Oesselse – meist im Bereich rund um die Kirchen – sind aufsteigende Raketen verboten“, stellt Brinkmann klar.

Generell ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern der Kategorie 2 nur durch Erwachsene am 31. Dezember und 1. Januar erlaubt. Verstöße würden mit Geldbußen geahndet, heißt es im Rathaus.

 

Von Johannes Dorndorf


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