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Probezeit: Die Immanuelkantorei und Kreiskantor Zoltán Suhó üben für die Konzert am Freitag, 8. Dezember.

Probezeit: Die Immanuelkantorei und Kreiskantor Zoltán Suhó üben für die Konzert am Freitag, 8. Dezember.
© Torsten Lippelt

Alt-Laatzen

Immanuelkantorei probt für Weihnachtsoratorien

Eine doppelte Premiere steht in der Immanuelkirche bevor: Beim alljährlichen Adventskonzert am Freitag, 8. Dezember, werden erstmals seit Langem nicht die Böhmische Hirtenmesse sondern der erste Teil von Bachs Weihnachtsoratorium sowie das von Camille Saint-Saéns zu hören sein. Der Vorverkauf läuft.

Alt-Laatzen.  Die Konzerte der Immanuelkantorei kurz vor dem zweiten Advent sind legendär. Nachdem jahrzehntelang in Alt-Laatzen die Böhmische Hirtenmesse erklang, steht in diesem Dezember erstmals wieder etwas Neues auf dem Programm: die Weihnachtsoratorien von Camille Saint-Saëns und Johann Sebastian Bach (Teil 1). Das Konzert beginnt am Freitag, 8. Dezember, um 20 Uhr und Karten sind bereits zu haben.

"Ich wollte gerne etwas Neues ausprobieren", berichtet Kreiskantor Zoltán Suhó, der seit März im Amt ist und Cornelia Jiracek von Arnim nach 42 Dienstjahren nachfolgte. "Das Weihnachtsoratorium von Bach ist wohl eines der berühmtesten und ein Klassiker, den jede Kantorei einmal gesungen haben sollte“, sagt Suho. In der Immanuelkirche hat das Oratorium Premiere. Auch der Titel des Weihnachtskonzerts, "Jauchzet, frohlocket!", gehe auf Bach zurück, denn es ist auch der Titel des ersten Teils seines Weihnachtsoratoriums, weiß Suhó.

Probezeit

Probezeit: Die Immanuelkantorei und Kreiskantor Zultán Sohó üben für die Konzert am Freitag, 8. Dezember.

Quelle: Torsten Lippelt

Des weiteren steht das Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns auf dem Programm. Die Besonderheit dieses Werkes ist, dass es eine Besetzung von fünf Solisten vorsieht und eine Harve mit dabei ist. "Die Orgel wird bei dem Weihnachtskonzert von einem Harmonium ersetzt. Dessen Klang in Verbindung mit der Harfe bringt eine ganz andere, besondere Klangfarbe in das Orchester", betont der Kreiskantor.

Die Solisten für das Konzert hat Suhó in ganz Deutschland gefunden: Sopranistin Iris Meier kommt aus Bayreuth, die Mezzosopranistin und gebürtige US-Amerikanerin Lauren Welliehausen lebt inzwischen in Springe, Tenor André Khamasmie reist aus Leipzig an und Bass Ekkehard Abele aus Heidelberg. Außerdem wird erstmals das Philharmonische Kammerorchester Wernigerode in der Immanuelkirche zu hören sein.

"Als Kreiskantor übernimmt man bei so einer Konzertvorbereitung die Rolle des Managers", erklärt Suhó. "Nachdem ich wusste, welche Stücke ich spielen möchte, habe ich die Musiker kontaktiert, die Noten besorgt und verteilt. Außerdem gehört es zu meinen Aufgaben festzulegen, welcher Musiker beim Konzert wo auf der Bühne steht." Bei mehr als 80 Personen auf der Bühne - etwa 50 Mitwirkende beim Chor und rund 30 beim Orchester - ist das keine leichte Aufgabe.

Bereits seit September proben Chor und Orchestermusiker getrennt voneinander. Beim Konzertabend – am Freitag vor dem zweiten Advent – treffen sie erstmals aufeinander. Die Chorproben in den letzten Wochen laufen konzentriert ab. Zwischen den einzelnen Abschnitten ruft Suhó die Sängerinnen und Sänger zu Entspannungs-, Bewegungs- und Atemübungen auf. „Einmal seufzen, bitte“, sagt der Kreiskantor und 46 Seufzer füllen den Übungsraum.

Bei seiner Kantorei hat sich Suhó schon in kurzer Zeit einen guten Ruf erworben. Suho arbeite sehr professionell und zugewandt, lobt der 40-jährige Bass Torsten Eidt. Es sei gut, dass er ein eigenes Programm mache, zumal die Fußstapfen seiner Vorgängerin Jiracek groß seien. Der Kreiskantor arbeite „sehr akribisch, fordert viel und lässt so leicht keine Fehler durchgehen“, ergänzt Peter Fündeling, der seit 42 Jahren im Chor mitsingt: „Das neue Programm ist schwerer als die Böhmische.“ Der Chor entwickele sich weiter, sagt Kerstin Mater aus dem Sopran. In jehn Jahren könne sie sich gut vorstellen, noch einmal die Böhmische Weihnachtsmesse von Jakub Jan Ryba zu singen.

Der Kreiskantor Zoltán Suhó hat für seine persönliche Premiere beim etwa einstündigen Weihnachtskonzert ohne Pause am Freitag, 8. Dezember, vor allem einen Wunsch: "Ich wünsche uns vor allem gutes Gelingen und eine volle Kirche.“

Vorverkaufsstellen

Karten für das Konzert gibt es an folgenden Stellen: im Textil-Laden in der Ahornstraße, im Café Exposé an der Alten Rathaustraße, im Gemeindebüro oder Kindertreff an der Eichstraßebei, bei der Iris Apotheke (Hildesheimer Straße 38), bei Decius im Leine-Center und an der Abendkasse. Reservierungen nimmt das Gemeindebüro entgegen – auch unter Telefon (0511) 8744640. Die Karten kosten in der erste Kategorie der Sitzreihen 20 Euro, ansonsten 15 Euro. Schüler, Studenten und Schwerbehinderte erhalten eine Ermäßigung.

Von Carolin Müller und Torsten Lippelt


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