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Region Laatzen Nachrichten Feuerwehr rettet Katze aus sieben Meter tiefem Schacht
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15:39 26.08.2018
Katze stürzt in Brunnenschacht: Mit der Drehleiter und Spezialausrüstung zur Absturzsicherung holt die Feuerwehr das in sieben Meter Tiefe auf einem Vorsprung ausharrende Tier nach oben. Quelle: Gerald Senft
Grasdorf

Schon die Vorstellung, was einer Katze in Grasdorf passiert ist, lässt schaudern. Das offenbar noch junge Tier ist am späten Samstagabend bei einem Streifzug durch die Gärten in einen offenen und sieben Meter tiefen und etwa 80 Zentimeter unter Wasser stehenden Brunnenschacht gestürzt. Doch die Katze hatte Glück im Unglück: Sie überstand nicht nur den Sturz weitgehend unverletzt, auch konnte sie auf einen Vorsprung klettern, auf sich aufmerksam machen und von der Feuerwehr in einer spektakulären Rettungsaktion, bei der sogar die Drehleiter zum Einsatz kam, wieder an die Oberfläche geholt werden.

Die Bewohnerin des Grundstücks habe am Samstagabend rauchend im Garten gestanden, als sie plötzlich ein leises „Miauen“ hörte, berichtet Feuerwehrsprecher Gerald Senft. Gemeinsam mit ihrem Mann hätte die Frau sodann versucht, die Katze mit einem an einem Seil herabgelassenen Korb aus dem Brunnenschacht nach oben zu ziehen – erfolglos. Um 22.30 Uhr rief das Paar schließlich die Feuerwehr zur Hilfe. Die Tierretter versuchte die auf einem etwa zehn Zentimeter breiten Vorsprung ausharrende Katze zunächst mit einfachen Bordmitteln – mit langen Stangen und einem Kescher – e

inzufangen. Doch sobald die vom Sturz ins Wasser noch völlig durchnässte Katze auch nur eine Pfote auf die Tragehilfen setze und diese nachgab, zog sie diese wieder verängstigt zurück.

Um 23.20 Uhr entschied Einsatzleiter Nils Schökel schließlich, eine Dienstgruppe der Ortsfeuewehr Laatzen mit Drehleiter und spezieller Absturzsicherung anzufordern. Kurz darauf waren die Fahrzeuge vor Ort. Der Ausleger der Drehleiter wurde über dem Schacht positioniert, Feuerwehrmann Dennis Lendorf zog eine Wathose sowie das nötige Geschirr zum sicheren Abseilen an und zwängte sich durch den nur 45 mal 45 Zentimeter schmalen Einstieg in den dann etwa 80 Zentimeter breiten Schacht. Kurz darauf wurde auch noch eine Transportbox in die Tiefe gelassen. Punkt Mitternacht griff Lendorf die schwarz-grau-getigerte Katze und kurz danach waren beide wieder an der Oberfläche.

Wem die „eher junge“, verschmuste und „Nähe suchende Katze“ – womöglich handelt es sich bei ihr auch um einen Kater – gehört, ist nicht bekannt, denn sie trägt keinen Chip unter der Haut. „Wir haben die Katze komplett von oben bis unten abgescannt – da war nicht“, berichtet Einsatzleiter Schökel, der das Tier anschließend mit in die Tiho fuhr. Bis auf leichte Schürfverletzungen wurde auch dort auf den ersten Blick keine anderen Verletzungen festgestellt. Weitere Informationen waren am Sonntag noch nicht zu bekommen.

Wie die Gartenbesitzer der Feuerwehr deutlich machten, sei der Brunnenschacht überlicherweise immer verschlossen. Am Sonnabend aber sei noch an dem Brunnen gearbeitet worden und fehlte die Abdeckung.

Von Astrid Köhler

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