Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Millionen-Schaden nach Brandstiftung in Laatzen
Region Laatzen Nachrichten Millionen-Schaden nach Brandstiftung in Laatzen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:19 08.03.2017
Von Frerk Schenker
Es war Brandstiftung: 14 Autos im Carport brannten aus. Quelle: dpa
Anzeige
Laatzen

Vor einer Wohnanlage in Rethen (Laatzen) sind in der Nacht zu Mittwoch 14 Autos in Brand geraten. Die Feuerwehr wurde um 2.32 Uhr zu dem Feuer in der Straße Zur Sehlwiese gerufen. Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, standen bereits alle Autos unter dem Gemeinschaftscarport in Flammen. "Da war nichts mehr zu retten", sagte Laatzen Feuerwehrsprecher Gerald Senft. 

Zudem griffen die Flammen auf ein angrenzendes Haus über und setzen die komplette Außendämmung und den Dachstuhl in Brand. Eine junge Familie mit einem zwei Wochen alten Säugling konnte sich rechtzeitig ins Freie retten, nachdem ein Nachbarshund die Bewohner durch sein Bellen geweckt hatte. Das Haus ist unbewohnbar. Auch am Morgen waren die Flammen noch nicht vollständig gelöscht. 

Um den Brand in Griff zu bekommen, wurde ein Schaumlöschfahrzeug der Berufsfeuerwehr Hannover zur Unterstützung gerufen. "Wir wussten anfangs gar nicht, wo wir zuerst löschen sollen", berichtete Senft. Die Hitzeentwicklung war so groß, dass mehrere Autos, die in zehn bis 15 Metern Entfernung vom Carport geparkt waren, beschädigt wurden. "Das Plastik der Lichter tropfte runter", sagte Senft. 

Verletzt wurde bei dem Großbrand niemand. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Bisherigen Erkenntnissen zufolge hatten Zeugen in der Nacht einen dunkel gekleideten, maskierten Mann im Bereich des Carports beobachtet, der sich an einem Mercedes zu schaffen gemacht hatte - wenig später fing es an zu brennen. Die Polizei bittet Zeugen, die hierzu Hinweise geben können, sich mit dem Kriminaldauerdienst Hannover unter der Rufnummer 0511 109-5555 in Verbindung zu setzen. Darüber hinaus bittet sie Eigentümer der brandgeschädigten Fahrzeuge/Anhänger, sich zu melden.

Insgesamt waren 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren Rethen, Gleidingen, Laatzen sowie der Berufsfeuerwehr im Einsatz.

Anzeige