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Region Laatzen Nachrichten Eule verfängt sich in Stacheldrahtzaun
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00:15 22.12.2017
Von Thomas Böger
In diesem Zaun am Steinbrink hatte sich eine Eule verfangen. Quelle: Böger
Alt-Laatzen

Die Laatzenerin Inge Abraham war mit ihrem Hund auf einem morgendlichen Spaziergang, als sie den Vogel entdeckte. Er hatte sich mit einem Flügel in einem Stacheldrahtzaun am Steinbrink verfangen und konnte sich nicht mehr befreien. Die Laatzenerin versuchte ihm zu helfen, doch das aufgeregte Tier wehrte sich und schlug der Frau ihre scharfen Krallen in die Hand. Eine vorbeikommende Joggerin rief schließlich die Tierretter der Feuerwehr. Die brachten die Eule in die Tierärztliche Hochschule nach Hannover. Aber die Verletzung erwies sich als so schwer, dass der Vogel eingeschläfert werden musste.

Weder die Feuerwehr noch Feld- und Forsthüter Siegfried-Karl Guder können sich an einen ähnlichen Fall erinnern, bei dem sich ein Tier an einem Stacheldrahtzaun verletzt hätte. Guder zeigte sich darüber hinaus überrascht, dass so ein Unfall überhaupt passieren konnte: "Die registrieren normalerweise jede Feinheit", bescheinigt er Eulen. Es müsse ein Habicht oder eine andere Eule hinter dem Tier her gewesen sein.

Auch Alexander Eidt, dem die Wiese mit dem Zaun gehört, kann sich an keinen vergleichbaren Fall erinnern. Der Zaun stamme noch aus Zeiten, zu denen dort Tiere weideten, erklärt er. Heute diene er vor allem dazu, Menschen und Hunde am Betreten der Wiese zu hindern, denn sie werde zur Heuernte genutzt. "Die Leute laufen da drüber - im Sommer machen sie sogar Picknick und zelten", hat er beobachtet. Zwar verhielten sich die meisten Spaziergänger vernünftig, betont Eidt, aber besonders Auswärtige nähmen oft wenig Rücksicht. "Ein normaler Zaun hält die nicht auf", glaubt er. Deshalb müsse der an mehreren Stellen unterbrochene Stacheldraht eigentlich rund um die Wiese komplettiert werden.

Das will Abraham jedoch verhindern. Sie fürchtet, dass sich Rehe aus dem benachbarten Wäldchen an dem Zaun verletzen, sich unbemerkt ins Unterholz zurückziehen und verenden könnten. Sie will sich deshalb jetzt an die Stadt wenden und ein Verbot von Stacheldraht in dem Landschaftsschutzgebiet erreichen. Margret Saxowsky, für Laatzen zuständige Naturschutzbeauftragte der Region, sieht das skeptisch: In Landschaftsschutzgebieten seien stets "ortsübliche Zäune" zulässig, erläutert sie, und das seien dort Stacheldrahtzäune durchaus. Im übrigen hält Saxowsky es für unwahrscheinlich, dass sich ein Reh daran verletze. Das könne höchstens passieren, wenn es gehetzt werde, etwa von einem Hund.

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