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Region Laatzen Nachrichten Feuerwehr rettet neun Entenküken
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16:45 15.05.2018
Die Entenmutter und ihre Küken watscheln vor der HAZ/NP-Geschäftsstelle auf und ab. Quelle: Stephanie Zerm
Laatzen-Mitte

  „Was wollen die denn hier?“, staunte Birgit Bönig, als sie am Dienstagmittag gegen 13.30 Uhr aus dem Fenster sah. Laut quakend watschelte eine Entenmutter mit ihren neun Küken vor der Geschäftsstelle von HAZ und NP an der Albert-Schweitzer-Straße 1 auf und ab. „Wollen die bei uns ein Zeitungsabo abschließen? Oder nebenan beim Optiker eine Brille kaufen?“, fragte sich die Geschäftsstellenmitarbeiterin.

Da die neun Entchen bereits geschwächt wirkten und Mama Ente offenbar die Orientierung verloren hatte, alarmierte Böning die Feuerwehr. Anschließend bot sie Familie Ente in einem großen Blumenuntersetzer Wasser an. Dieses verschmähten die Watscheltiere jedoch. Stattdessen verkroch sich das Muttertier mit seinem flaumigen Nachwuchs unter einem Busch. Dort  nahm es seine erschöpften Küken unter das schützende Gefieder.

Nur kurze Zeit später trafen die Retter von der Feuerwehr Laatzen ein. Behutsam lotsten Feuerwehrmann Sven Wenger und sein Kollege die Entenmutter in eine mitgebrachte Transportbox. Dorthin folgten die Küken ihrer laut schnatternden Mutter sofort. Anschließend brachten die Feuerwehrleute die Entenfamilien im Einsatzfahrzeug zu der Wiese am Stückenfeldteich.

Nachdem Mama Ente dort vorsichtig den Schnabel aus den geöffneten Transportbox gereckt hatte, watschelte sie sofort in Richtung Wasser los – dabei folgte ihr die Kükenschaar auf dem Fuße. Aber offenbar war Mama Ente der Teich nicht gut genug. Nach einigem Hin- und Hergewatschel brachte sie ihren Nachwuchs zu dem niedrigen Bachlauf neben dem Teich. Dort patschte die Großfamilie schnell ins Wasser und genoss es sichtlich, endlich wieder Wasser unter dem Bürzel zu haben. Die Rettung war offenbar dringend notwendig. Denn im Wasser tranken die ausgedürsteten Tiere sofort. 

„Ich finde es toll, dass die Feuerwehr nicht nur Menschen rettet, sondern sich auch um das Leben von kleinen Enten kümmmert“, freute sich Bönig über die gelungene Rettung ihrer „Zeitungsentchen“.

Erst am Himmelfahrtstag war die Feuerwehr Rethen im „Enteneinsatz“ gewesen. Dabei rettete sie vier verwaiste Entenküken und setzte sie ebenfalls am Stückenfeldteich aus. 

Von Stephanie Zerm

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