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Florian Hentschel (von links), Gregor Wolff und Elina Hentschel freuen sich über die modernen Digitalfunkgeräte, mit denen die DRK-Bereitschaft Laatzen jetzt ausgestattet ist.

Florian Hentschel (von links), Gregor Wolff und Elina Hentschel freuen sich über die modernen Digitalfunkgeräte, mit denen die DRK-Bereitschaft Laatzen jetzt ausgestattet ist.© Daniel Junker

Alt-Laatzen

DRK-Bereitschaft funkt jetzt digital

Die Retter der Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sind jetzt mit digitalen Funkgeräten ausgestattet. Das neue System ersetzt die alte Technik und soll den Helfern ihre Arbeit erleichtern. Damit hat auch die bislang notwendige Kommunikation mit zwei unterschiedlichen Geräten ein Ende.

Alt-Laatzen. Der Digitalfunk soll zum einen die Kommunikation der DRK-Helfer untereinander, zum anderen aber auch die Koordinierung mit anderen Organisationen wie der Feuerwehr und der Polizei erleichtern. "Künftig können alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in einem bundesweit einheitlichen digitalen Sprech- und Datenfunksystem miteinander kommunizieren", sagt Florian Hentschel, stellvertretender Bereitschaftsleiter beim Laatzener DRK. Bisher hatten die BOS viele voneinander unabhängige Analogfunknetze genutzt. "Die Funkkommunikation der Einsatzkäfte endete dabei meist an der Grenze des Zuständigkeitsgebietes." Somit konnten sich die Helfer in einem anderen Gebiet nicht mit anderen Organisationen per Funk verständigen. "Durch das gemeinsame digitale Netz können künftig Rettungsdienste, Polizei und Feuerwehr ungehindert miteinander kommunizieren."

Eine Erleichterung bietet der Digitalfunk aber auch schon bei Einsätzen vor Ort. "Mit unseren alten analogen Geräten hatten wir den Zwei-Meter- und den Vier-Meter-Wellenbereich genutzt", sagt Hentschel. Im Vier-Meter-Bereich könnten die Helfer mit der Leitstelle kommunizieren, der Zwei-Meter-Bereich diente vor allem für die Koordination der Rettungskräfte an der Einsatzstelle. Die analogen Geräte konnten aber nicht beide Wellenbereiche abdecken. "Bei einem Einsatz mussten wir deshalb immer zwei Geräten mitnehmen. Jetzt können wir die Rufgruppen umstellen und benötigen nur noch ein Gerät" - und das ist auch noch wesentlich kleiner. Auch könnten jetzt andere Geräte im gleichen Wellenbereich nicht mehr mithören.

Ganz neu ist, dass die Einsatzleitstelle jetzt mehrere Rufgruppen zusammenschalten kann. Bei Großschadenslagen könnten so Feuerwehr, Rettungsdienste und der Katastrophenschutz besser koordiniert werden. "Man kann also mehrere Funkgeräte zu einer Einheit bündeln oder sogar an einem Ort verschiedene Einheiten bilden, die vor Ort gerade zusammenarbeiten." Besser geworden sei auch die Sprachqualität. "Nebengeräusche werden zum Beispiel herausgefiltert", sagt Hentschel. "Früher war es kaum möglich, neben einem vorbeifahrenden Zug zu sprechen. Da hätte niemand etwas verstanden."

Für die Bereitschaft Laatzen hat das DRK vier Handfunkgeräte angeschafft, vier weitere werden in den Fahrzeugen verbaut. Zusätzlich werden in der Rettungswache zwei Geräte eingebaut. Bereits im September hatte Hentschel 20 Ehrenamtliche der Laatzener DRK-Bereitschaft und der in Schulenburg beheimateten DRK-Reiterstaffel geschult.

Nach und nach sollen alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben mit Digitalfunkgeräten ausgestattet werden - bis jetzt ist das aber nicht der Fall. Die Feuerwehren warten zum Beispiel noch auf die Umstellung. Bis dahin müssen die Helfer deshalb weiterhin auf die analoge Technik zurückgreifen. "Für die interne Kommunikation können wir den Digitalfunk aber schon nutzen, auch bei Einsätzen", sagt Hentschel.  

Die Bereitschaft des DRK 

Die Laatzener DRK-Bereitschaft gibt es seit 1957. In den Anfangsjahren bestand die Gruppe aus einigen Interessierten, mittlerweile verrichten rund 25 Mitglieder bei der Wache an der Nürnberger Straße 5 ihren aktiven Einsatzdienst, zu dem auch die Gefahrenabwehr gehört. "Wir wirken im Katastrophenschutz der Region Hannover mit und stellen den erweiterten Rettungsdienst", sagt der stellvertretende Bereitschaftsleiter Florian Hentschel. Die DRK-Bereitschaft engagiert sich im Bereich der sogenannten "Notfallrettung im Bedarfsfall": Bei Überlastung der regulären Rettungsdienste können die Laatzener Helfer durch die Regionsleitstelle Hannover hinzu alarmiert werden. Darüber hinaus betreut die Gruppe im Rahmen von Sanitätsdiensten unter anderem Sport- und Kulturveranstaltungen in der Region Hannover. "Unser Sanitätspersonal ist dort mit unseren Rettungs- und Krankenwagen vor Ort", sagt Hentschel. Außerdem sind die Helfer bei Großschadenslagen sowie im Katastrophenschutz im Einsatz. Bei größeren Notfällen unterstützen sie die medizinische Patientenversorgung. 

Im Zwei-Wochen-Takt treffen sich die aktiven Mitglieder freitags in der Zeit von 19 bis 21 Uhr in der Rettungswache. Bei diesen Dienstabenden vertiefen die Mitglieder ihr Wissen und wiederholen Ausbildungsthemen. Alle Mitglieder der DRK-Bereitschaft sind ehrenamtlich im Einsatz. Wer sich für eine Mitarbeit interessiert, findet im Internet unter drk-laatzen.de weitere Informationen zur DRK-Bereitschaft.

Von Daniel Junker


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