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Region Laatzen Nachrichten Mittelhochbahnsteig soll alle Probleme lösen
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00:36 19.05.2018
Die Stadtbahnhaltestelle Galgenbergweg soll neusten Plänen nach einen gemeinsamen, 4 Meter breiten Hochbahnsteig bekommen, der von Stadtbahnen aus beiden Fahrtrichtungen angesteuert wird. Quelle: Grafik: HAZ, Quelle: Google
Rethen

 16 Varianten für einen Hochbahnsteig. Wohl noch nie hat die Infrastrukturgesellschaft (Infra) so lange über einem passenden Entwurf für eine Stadtbahnhaltestelle gegrübelt. Mit dem am Dienstag von Prokurist Martin Vey für den Rethener Galgenbergweg neu vorgestellten Mittelhochbahnsteig scheint aber die Lösung aller bisherigen Probleme gefunden zu sein – zumal diese Variante mit 12,42Meter den wenigsten Platz benötigt.

„Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich schon zu diesem Thema bei Ihnen war“, sagte Vey zu Beginn der Präsentation im Familienzentrum. Dann erläuterte er Ortsrat und Zuhörern die Situation am Galgenbergweg. 

Stadtbahnhaltestelle Galgenbergweg in Rethen (mit der Einmündung Nelkenstraße rechts): Noch verlaufen die Gleise nah beieinander parallel, doch für den geplanten barrierefreien Ausbau mit Mittelhochbahnsteig müssen sie verschwenkt und weiter auseinander gelegt werden. Quelle: Astrid Köhler

Die Einwände zum zuletzt präsentierten Entwurf bezogen sich unter anderem darauf, dass der westliche Hochbahnsteig zu nahe an die Bebauung heranrückt und die Verlängerung des Galgenberwegs als Zubringer zum Hochbahnsteig mit nur noch 1,50 Meter sehr schmal werden würde. Auch die Eigentümergemeinschaft nahe der Franz-Carl-Achard-Straße hatten große Bedenken, weil zwischen dem Hochbahnsteig und ihren Garagen nur noch 50 Zentimeter Platz sein sollte. Müll und Vandalismus wurde befürchtet – nicht zuletzt auf den leichter zu besteigenden Dächern, die deshalb aufwändig umzubauen wären. Zudem erschwere der geringe Abstand die Unterhaltung des Gebäudes. „Uns hat das auch nicht wirklich gefallen“, gestand Vey: „Wir wollen auch nicht jedes Mal die Gleise sperren, wenn einer mit dem Pinsel an die Garagen heran will.“

So sieht der Entwurf für den barrierefreien Ausbau der Stadtbahnhaltestelle Galgenbergweg in Rethen aus. Der 4 Meter breite MIttelhochbahnsteig kann von beiden Seiten genutzt werden. Quelle: Quelle. Infra

Ein künftig von beiden Richtungen erreichbarer Mittelbahnsteig soll die Probleme lösen – und Platz sparen. Statt zwei jeweils 2,50 Meter breite Bahnsteige zu bauen, reichen für einen gemeinsamen in der Mitte bereits 4 Meter aus, so Vey. So könnte Platz für den verlängerten Galgenbergweg gewonnen werden. Mit 2,1 Meter wäre dieser breit genug, dass sich zwei Rollstuhlfahrer auf dem Weg vom oder zum ampelgesicherten Übergang der Hochbahnsteigrampe begegnen könnten. Darüber hinaus ist in der Variante mit dem Mittelbahnsteig auch Platz für einen 1 Meter breiten Wartungsgang zwischen den Garagen und den dorthin zu verschwenkenden und mit einem kleinen Zaun zu sichernden Gleisen. 

Alle nötigen Breiten und Abstände eingerechnet benötigt die Mittelbahnsteig-Variante nur noch 12,42 Meter. Derzeit sind es 13,09 Meter, im letzten Entwurf waren es 12,76 Meter. „Der Wunsch, möglichst wenig in die Straße einzugreifen, ist mit der Variante des Mittelbahnsteigs gut erfüllt“, betonte Vey. So stünden auch die benötigten 7,75 Meter für die Fahrbahn zur Verfügung. Die zuständige Region will mit der Straßensanierung jeweils 1,50 Meter breiten Fahrradschutzstreifen auf beiden Seiten einrichten. Der Bereich darf von Autos überfahren werden – wenn nicht gerade ein Radfahrer diesen nutzt. 

Stadtbahnhaltestelle Galgenbergweg in Rethen. Noch verlaufen die Gleise nah beieinander parallel, doch für den geplanten barrierefreien Ausbau mit Mittelhochbahnsteig müssen sie  verschwenkt und weiter auseinander gelegt werden. Quelle: Astrid Köhler

Zwar entfalle durch das Verschwenken der Gleise um den Hochbahnsteig 20 Zentimeter des Gehwegs auf der Ostseite der Hildesheimer Straße, doch wirke sich dies nicht weiter aus, so Vey – auch nicht auf die dortigen Bäume. Lediglich ein Baum auf Höhe der Einmündung zur Franz-Carl-Achard Straße müsse der Ampel am neuen Überweg weichen. 

Das 600 Meter entfernte Kehrgleis für die bis zum Galgenbergweg zu verlängernde Linie 2 soll ohne weitere Änderungen und wie geplant in Gleidingen Nord entstehen.

Die Ortsratsmitglieder und auch die Zuhörer äußerten sich interessiert bis wohlwollend zu der Variante des Mittelbahnsteigs. Proteste gab es keine. Kritische Anmerkungen bezogen sich hauptsächlich auf die von der Region geplanten Fahrradschutzstreifen, die mitunter als Sicherheitsrisiko bewertet wurden. Die Planung des Hochbahnsteigs sei davon nicht berühert, betonte Vey, der sich abschließend noch zum Zeitplan äußerte: „Wenn alles gut klappt und die Genehmigungsverfahren entsprechend durchlaufen, könnten wir 2020 anfangen zu bauen.“

Von Astrid Köhler

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