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16:02 08.10.2018
Fettbrand: In der Küche und dem zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Wiesenstraße ist am Montag ein Feuer ausgebrochen. Quelle: Feuerwehr
Alt-Laatzen

In der Küche eines Mehrfamilienhauses an der Wiesenstraße ist am Montagvormittag durch einen Fettbrand ein Feuer ausgebrochen. Verletzt wurde niemand, doch die Küche wurde dabei vollständig zerstört. Als der 82-jährige Bewohner auf den Brand aufmerksam wurde, stand die Polizei schon in seiner Wohnung. Die um 11.35 Uhr alarmierte Feuerwehr rückte mit Drehleiter und weiteren Fahrzeugen nach Alt-Laatzen aus.

Fettbrand: In der Küche und dem zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Wiesenstraße ist am Montag ein Feuer ausgebrochen. Quelle: Feuerwehr

Eine Polizeistreife, die zufällig im Wohngebiet unterwegs war, war auf den Rauch aufmerksam geworden, der aus einem angekippten Fenster der Wohnung im zweiten Obergeschoss drang. Die Beamten trafen vor der Haustür die Ehefrau des 82-Jährigen an. Sie war mit Gartenarbeit beschäftigt und hatte den Qualm noch nicht bemerkt. Daraufhin betrat die Polizei die verqualmte Wohnung, wo ihr der Senior bereits entgegenkam.

Der 82-Jährige habe kochen wollen, eine Pfanne mit Öl aufgesetzt und diese dann vergessen, teilte die Polizei mit. Als das Feuer ausbrach, saß er in einem anderen Raum mit geschlossener Tür am Computer.

Durch Fettablagerungen habe die Dunstabzugshaube Feuer gefangen, sodass die Feuerwehr Schläuche in die Wohnung verlegen musste, um den Brand zu löschen, erklärte Feuerwehrsprecher Gerald Senft. Auch Hängeschränke standen in Flammen. „Die Küche ist hin. Das Feuer war so heiß, dass ein Teil der Decke heraus gebrochen ist“, sagte Senft.

Ruß am Küchenfenster zeugt von dem Brand, welches die Küche komplett zerstört hat. Quelle: Elena Everding

Ella Renz, die im Erdgeschoss des Hauses wohnt, kam während des Feuerwehreinsatzes nach Hause. „Es war alles abgesperrt, da habe ich das Schlimmste befürchtet“, sagte sie. Im Haus nebenan wohnt Gisela Bestel, die nach dem Eintreffen der Feuerwehr auf den Brand aufmerksam wurde. Sie holte daraufhin Stühle für die Hausbewohner, die ihre Wohnungen verlassen mussten. „Es ist ja noch einmal gut gegangen“, stellte sie erleichtert fest.

Obwohl die Feuerwehr die Wohnung mit einem Hochleistungslüfter reinigte, sind die gemessenen Werte noch zu schlecht und kann sie vorerst nicht bewohnt werden. Bis dies wieder möglich ist, wollen Verwandte die Eheleute aufnehmen. Alle übrigen Bewohner des Hauses konnten nach dem Einsatzes wieder in ihr Zuhause zurückkehren. Ein Wasserschaden durch Löschwasser sei in den darunter liegenden Wohnung wohl nicht entstanden, sagte Senft.

Feuerwehr leistete Erste Hilfe

Kurz vor Abschluss der Lösch- und Hilfsarbeiten in dem Mehrfamilienhaus wurde die Feuerwehr noch zu einem Erste-Hilfe-Einsatz gerufen. An dem nahe dem Wiesenweg gelegenen Wanderweg Richtung Aqualaatzium war eine Frau gestürzt. Sie hatte sich eine Platzwunde am Kopf zugezogen und klagte über Schmerzen. Die Helfer holten ihren Erste-Hilfe-Rucksack aus dem Fahrzeug und versorgten die Frau bis zum Eintreffen des Rettungswagens.

Von Elena Everding und Astrid Köhler

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