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Für das von der Universität Hildesheim vorbereitete Planspiel zum Thema Nano-Technologie schlüpfen die AES-Schüler in die Rolle verschiedener Fachleute. Bei der sogenannanten Anhörung stellen sie den von einer Schülerin und einem Schüler (links ims Bild) dargestellten Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit die unterschiedlichen Standpunkte und Argumente vor: die des Elektrounternehmens Samsung, der Textilindustrie, der Verbraucherzentrale, des BUND und des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI).

Für das von der Universität Hildesheim vorbereitete Planspiel zum Thema Nano-Technologie schlüpfen die AES-Schüler in die Rolle verschiedener Fachleute. Bei der sogenannanten Anhörung stellen sie den von einer Schülerin und einem Schüler (links ims Bild) dargestellten Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit die unterschiedlichen Standpunkte und Argumente vor: die des Elektrounternehmens Samsung, der Textilindustrie, der Verbraucherzentrale, des BUND und des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI).© Astrid Köhler

Planspiel zu Nano-Technologie

AES-Schüler schlüpfen in die Rolle von Fachleuten

Wofür steht Nano-Technologie, welche Chancen und Risiken sind mit ihr verbunden? Antworten haben jetzt 15 Elftklässler der Albert-Einstein-Schule (AES) beim Schülerlabor NanoScience der Universität Hildesheim gesucht. Beim abschließenden Planspiel schlüpften sie in die Rolle verschiedener Fachleute.

Laatzen-Mitte.  „Es gibt keine Bakterien, die sich gegen Nano-Partikel wehren können“, betonten die als Vertreter der Textil- und Modebranche auftretenden Schüler am Freitag bei einer gespielten Anhörung vor dem Bundesumweltministerium. Der Einsatz von Nano-Partikeln sei für Mensch und Tier unbedenklich. Und noch eine Gruppe wies bei dem Planspiel auf die Chancen der neuen Technologie hin: Wäsche werde bereits bei 40 Grad Celisus sauber und keimfrei, betonten die Schüler, die für das Elektrounternehmen Samsung sprachen, das seit 2005 eine Waschmaschine mit Nanotechnologie verkauft.

Forschungsergebnisse und Studien wurden vorgebracht und Standpunkte erläutert. Erarbeitet hatten sich die Chemie-Leistungsschüler diese aus Material, das für das Schülerlabor aus der echten Debatte um Nano-Technolgie in den letzten Jahren zusammengetragen wurde. Kritisch äußerten sich sodann auch die BUND-Gruppe die unter anderem auf die toxische Wirkung von Nanopartikeln hinwies, sowie das Bundesamt für Risikobewertung: „Wir glauben nur an wissenschaftliche Forschung – und wir wissen noch zu wenig“.

Ziel des Schülerlabors sei es, die Jugendlichen auf komplexe gesellschaftliche Gestaltungsfragen hinzuweisen und zu verantwortlichen Entscheidungen zu befähigen, erkärte Peter Düker vom Kompetenzzentrum für regionale Lehrerfortbildung der Universität Hildesheim, der das Schülerlabor maßgeblich leitet. In einer Zeit, in der es immer schneller neue Technologien gebe, gehe es darum, Gefahren abzuschätzen, auch wenn noch nicht alle Fakten vorlägen.

Die AES-Schüler seien fachlich kompetent aufgetreten und hätten die jeweiligen Argumente gut vorgetragen, lobte Düker. Unterstützt wurde er bei der zweitägigen Kooperationsveranstaltung mit der AES von der ehemaligen AES-Schülerin Ann-Christin Munk (Abiturjahrgang 2012), die ihr Lehramtsstudium bereits abgeschlossen hat, am übergeordneten Projekt NanoBiNE der Universität Hildesheim mitwirkt und den Kontakt mit Laatzen hergestellt hat. Die AES war die erste Schule aus der Region, die an dem Projekt teilnimmt.

Bereits am Donnerstag waren die Schüler zu Gast in Hildesheim, wo sie verschiedene Experimente zum Thema Nanotechnologie durchführten und Einblicke in den Wissenschaftsbetrieb erhielten.

Chemielehrerin Elena Danilova äußerte sich begeistert über die beiden Projekttage: „Ich wünsche mir viel mehr Zusammenarbeit mit der Universität.“

Nano als "zwergenhafte" Einheit

Der Begriff „Nano“ bezeichnet eine sehr kleine Maßeinheit und hat seinen Ursprung im Griechischen Nanos, was Zwerg oder zwergenhaft bedeutet. Ein Nanometer (nm) ist so groß wie der Millionste Teil eines Millimeters und entspricht einer Zahl mit acht Nullen hinter dem Komma: 0,000000001 Meter.

Nanoteilchen sind zwischen 1 und 100 Nanometer groß und weisen spezielle chemische und physikalische Eigenschaften auf, die sich deutlich von größeren Partikeln des jeweiligen Elementes unterscheiden. Die im Vergleich zum Volumen größere Teilchenoberfläche führt unter anderem zu höherer chemischer Aktivität und thermodynamischen Effekten.

Von Astrid Köhler


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