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Nachrichten Weihnachtsmarkt lockt an beiden Tagen
Region Isernhagen Nachrichten Weihnachtsmarkt lockt an beiden Tagen
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16:26 10.12.2017
Wiebke Amsberg (von links) wartet auf ihre Pommes, die Annett Schnese, Amin und Claudia Preiß gerade frisch zubereitet haben. Quelle: Jarolim-Vormeier
Altwarmbüchen

 Nun ist Schluss. Die letzten Pommes rot-weiß, der letzte Glühwein und Punsch gehen über den Tresen. Das allerletzte Mal standen Claudia und ihr Mann Amin Preiß vom gleichnamigen Optik-Geschäft in Altwarmbüchen am Sonnabend auf dem Weihnachtsmarkt im Zentrum. Mit einem lachenden und auch einem weinenden Auge. Denn zehn Jahre lang war die Geschäftsfrau dabei, und sieben Jahre lang organisierte sie den Weihnachtsmarkt - künftig aber nicht mehr.

Für dieses Jahr hatte Preiß zusammen mit Ortsbürgermeister Philipp Neessen noch einmal die Organisation des Weihnachtsmarktes übernommen, der erstmals zwei Tage lang gefeiert wurde. Weil der Verein Kulturtresen starkes Interesse bekundet hatte, die Organisation zu übernehmen, zieht sich Preiß nun zurück. „Die Gewerbetreibenden wollten den Weihnachtsmarkt klein und gemütlich halten", begründete Preiß ihren Rückzug.

Der Verein Kulturtresen – in dem auch der Ortsbürgermeister Mitglied ist – hingegen strebt an, den Weihnachtsmarkt wachsen zu lassen: Statt sechs Buden wie im vergangenen Jahr standen am Wochenende so bereits 14 Stände im Zentrum. Darunter die altbewährten Vereine und Verbände wie etwa die Altwarmbüchener Tauchfreunde, der Schwimmclub, die Sri-Lanka-AG des Gymnasiums und das Team vom Sozialkaufhaus 2.Heim-Art. Das Eiscafé Kramer sowie –neu im Bunde - die Pizzeria Bambino boten heiße Getränke und Leckereien an.

Die Geschäftsleute im Altwarmbüchener Zentrum planen indes, ihre Kunden im nächsten Jahr am Sonnabend vor Totensonntag zu einem kleinen voradventlichen Umtrunk einzuladen, kündigte Preiß an - früh genug, um nicht Konkurrenz zum Weihnachtsmarkt zu sein.

Die Ausweitung auf zwei Tage sei von vielen Besuchern sehr positiv aufgenommen worden, bilanzierte Heiko Weichert, Vorsitzender des Vereins Kulturtresen, am Sonntag. Zudem seien die Preise - je 2 Euro für Bratwurst oder Glühwein - sehr moderat. Der Verein wolle in Zukunft darauf achten, dass im kleinen Budendorf keine zwei Stände die gleichen Getränken oder das gleiche Essen anbieten. „Für einen Tag ist der Aufbau riesig, aber nicht rentabel", argumentierte der Vereinschef für den zweitätigen Weihnachtsmarkt. Gleichwohl müsse sich die Öffnung auch am Sonntag noch bei den Besuchern herumsprechen. „Ich finde das sehr schön, weil die meisten kleineren Märke nur Sonnabend geöffnet haben“, sagte Besucherin Angelika Hujer.

Für das nächste Jahr schwebt Weichert vor, eine kleine Bühne aufzustellen und dort ein wechselndes Programm anzubieten. Auch Stände mit Kunsthandwerk sollen 2018 hinzukommen. Vorher sei das Budendorf zu eng gestellt gewesen, nun gebe es mehr Platz, was auch die Besucher besser fänden. Mit 15 Aktiven habe der Verein ein eingespieltes Team - „das funktioniert", ist er überzeugt.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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