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Region Isernhagen Nachrichten Viele Punkte bringen den Kitaplatz
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00:17 30.11.2017
Das neue Punktesystem für die Kitaplätze soll im nächsten Vergabeverfahren bereits angewendet werden.  Quelle: Symbolbild: dpa
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Isernhagen

 Die Zahl der Kitaplätze in Isernhagen steigt rasant, doch noch schneller steigt die Zahl der Kinder. Vor dem Hintergrund eines zuletzt deutlichen Platzdefizits hat die Gemeinde jetzt ein einheitliches Vergabesystem entwickelt, das vom nächsten Jahr an gelten soll.

Bislang werden für die Platzvergabe in den kommunalen Kitas in H.B, N.B. und Neuwarmbüchen das Alter des Kindes und soziale Kriterien berücksichtigt. In den Einrichtungen der anderen Träger wie Kirchenkreis, Awo und Caritas erfolgt die Aufnahme nach pädagogischen und sozialen Aspekten. Zudem gibt es innere Vorgaben - beispielsweise wird auch auf den Wohnort geschaut.

Solange die Kitas ausreichend Plätze boten, habe dieses dezentrale System auch gut funktioniert, so die Gemeindeverwaltung in ihrer Vorlage für die politischen Gremien. Doch in Zeiten knapper Plätze sieht das anders aus: „Das zurzeit für die Eltern teilweise intransparente und komplexe Verfgabeverfahren führt vermehrt zu Unverständnis in der Elternschaft“, so das Fachamt. Die Erfahrung habe gezeigt, dass für die Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen Krippen- oder Kindergartenplatz das Gemeindegebiet ganzheitlich betrachtet werden müsse. Zudem empfehle die herrschende Rechtsauffassung Kommunen dringend, ein einheitliches Vergabeverfahren einzuführen, um die Plätze rechtssicher zu vergeben.

In Zusammenarbeit mit den Einrichtungsleitern aller Isernhagener Kitas hat die Gemeinde deshalb ein Punktesystem zur Platzvergabe entwickelt. Es soll im Vergabeverfahren2018 erstmals angewendet werden – auch von den freien Trägern.

Immer vorausgesetzt, dass nicht genügend Plätze insgesamt zur Verfügung stehen, soll im Krippenbereich zunächst das Alter des Kindes – unter oder über zwei Jahren - und dann die Arbeitszeit des oder der Sorgeberechtigten bei der Punktevergabe eine Rolle spielen. Bonuspunkte soll es für ein Geschwisterkind in der Einrichtung, den Zuzug mit vorherigem Krippenplatz und eine „soziale Notwendigkeit“ geben, die vom Jugendamt bescheinigt werden muss. Vor Betrachtung der Bonuspunkte werden die Anmeldungen jedoch noch nach Geburtsdatum sortiert – ältere Kinder haben bessere Chancen auf einen Platz.

Im Kindergartenbereich spielt neben den Bonuspunkten einzig das Alter der Kinder eine Rolle – Fünfjährige werden bei der Vergabe gegenüber Drei- oder Vierjährigen bevorzugt und Vier- gegenüber Dreijährigen.

Bei der Vergabe der Hortplätze ist in erster Prüfung entscheidend, ob sich der Hort in der Ortschaft befindet, in der auch die Grundschule besucht wird. In der weiteren Bewertung erhalten jüngere Grundschüler den Vorrang vor älteren. Danach geht es um die Arbeitszeit des Elternteils mit der geringeren Stundenzahl innerhalb der Hort-Öffnungszeit, und zwar inklusive Fahrzeit von der Arbeitsstätte. Auch in diesem Bereich gibt es Bonuspunkte.

Verwaltungsmitarbeiter Sascha Trampe sprach im Fachausschuss von einem „lernenden System“ – Änderungen seien durchaus möglich. Wie beispielsweise Arbeitszeitmodelle von Eltern im System verankert werden sollen, die nur an drei oder vier Tagen pro Woche arbeiten, ist noch nicht abschließend geklärt. Ausnahmen in speziellen Einzelfällen sind in der geänderten Satzung ohnehin vorgesehen, sie obliegen den Einrichtungsleitern.

Der Sozial- und Familienausschuss hat dem neuen Punktesystem bereits mehrheitlich zugestimmt. Der Rat soll in seiner Sitzung am 7. Dezember darüber beschließen.

Von Frank Walter

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