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Region Isernhagen Nachrichten Wenn Andrea Doria das Mädchen aus Ostberlin trifft
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00:15 20.12.2017
Drei Stunden Programm: Die Panik Power Band gibt ihr traditionelles Konzert in der Bluesgarage. Quelle: Antje Bismark
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Isernhagen H.B

 Die „Odyssee“ in der Bluesgarage beginnt pünktlich um 21 Uhr – als Sänger und Udo-Lindenberg-Double Karsten Bald mit der Power Panik Band die Bühne in der Bluesgarage betritt. Sehr zur Freude der mehrere hundert Fans, die sich seit dem frühen Abend vor der Bühne und auf der Empore getroffen hatten. Denn längst genießt das Konzert mit der Tribute-Band bei den Besuchern den Ruf einer Tradition: Seit Jahren steht am Sonnabend vor dem Heiligen Abend ein musikalischer Streifzug durch Lindenbergs Leben an. 

Auf einen Background-Chor können Bald und Band – zu der sich im Laufe das Abends auch Bassist Steffi Stephan mit Glitzerweihnachtsmannmütze und die Gitarristen Carola Kretschmer und Jörg Sander vom Panikorchester gesellen – verzichten. Die Fans erweisen sich gleich bei den ersten Stücken „Schwere Zeiten“ und auch Balladen wie „Wozu sind Kriege da?“ als ausgesprochen textsicher. Ruhige Momente auf und vor der Bühne wechseln sich ab mit schnellen Rhythmen, bei denen das Publikum das Original ebenso wie das Double feiert. Denn ob kreisendes Mikrofon, Sonnenbrille oder Zigarre: Mit ganz unterschiedlichen Accessoires und Bewegungen imitiert Bald den Hamburger.

Drei Stunden Programm: Die Panik Power Band gibt ihr traditionelles Konzert in der Bluesgarage. Quelle: Antje Bismark

Sehr zur Freude von Claudia Paysan und Klaus Sarinski, die für diesen Abend eigens aus Nienburg angereist sind. „Ich bin Lindenberg-Fan seit meinem 14. Lebensjahr“, sagt Paysan und fügt hinzu, dass sie den Deutschrocker vor einigen Jahren in einer Hamburger Galerie getroffen und eine halbe Nacht mit ihm geredet habe. „Das war für mich ein echtes Highlight, und seitdem besteht für mir eine echte Verbindung zu ihm“, sagt die Nienburgerin, die auf ihr Lieblingslied „Hinterm Horizont“ aber bis nach der Pause warten muss. Dann aber gibt es kein Halten mehr, tanzen, singen, feiern – das gelingt alles auf einmal. 

Aus Nienburg reisen alljährlich Claudia Paysan und Klaus Sarinski an. Quelle: Antje Bismark

Renate und Klaus Eckhoff aus Laatzen bezeichnen sich zwar nicht als Hardcore-Fans, aber: „Der Samstag vor Heiligabend ist immer für das Konzert hier reserviert, das ist schon ein richtiges Ritual für uns“, sagt Renate Eckhoff. Ob neue und alte Lieder gespielt werden, sei ihr eigentlich egal: „Es geht ja auch um die Texte, die immer sehr sozialkritisch sind.“ Dass Lindenberg damit und mit den einprägsamen Rhythmen durchaus als Vorbild für junge deutsche Sänger ist, steht für beide Paare außer Frage.

Renate und Klaus Eckhoff aus Laatzen besuchen jedes Jahr das Konzert. Quelle: Antje Bismark

Bis zum Ende erfüllen Bald & Co alle Musikwünsche: Ob „Johnny Controletti“, „Andrea Doria“, „Cello“ oder auch der „Sonderzug nach Pankow“ und das „Mädchen aus Ostberlin“ – die Band spielt sie alle. „Nimm dir das Leben und lass es nicht mehr los“, singt Bald aus „Das Leben“. Und für viele gilt das als Motto, nicht nur für diesen Abend.

Von Antje Bismark

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