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Region Isernhagen Nachrichten Stürmte es früher beim Wandern mehr?
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00:15 06.01.2018
Das Parkplatzschild zwischen Wettmar und Kleinburgwedel stammt noch aus alten Zeiten. Quelle: Carina Bahl
Wettmar/Kleinburgwedel

Ach guck’ mal – zwei Hinweisschilder am Wanderparkplatz zwischen Wettmar und Kleinburgwedel. Was sich in 200 Metern Abstand doch so alles verändern kann. Der Blick auf die zwei Schilder zeigt die Erfolge der Genderdebatte. Kommt der männliche Wanderer auf dem Urzeit-Relikt noch mit Hut und Stock daher, bekleidet sich seine Begleitung brav mit Kleidchen. Natürlich ist Herr Wanderer auch ein Gentleman und trägt den Proviantrucksack. Direkt am Parkplatz an der K 119 zeigt sich dann die Moderne: Neutrale Figuren marschieren auf dem Schild – nur der Stock ist noch geblieben. Heutzutage gilt er aber wohl eher als Symbol für Nordic-Walking. Der Wandel der Zeit ist ja nichts Neues – auch die Hinweisschilder auf Mutter-Kind-Parkplätze weisen ja längst Reservierungen für „Eltern“ aus. Aber zwischen Wettmar und Kleinburgwedel fragt sich der Beobachter dann doch: Zeigt sich dort auch der Klimawandel? Stürmte es früher beim Wandern wirklich mehr? Anders lässt sich die Sturmfrisur der sonst doch so schicken Wanderer-Dame wohl kaum erklären. Und wärmer muss es auch gewesen sein – so barfuß wie die beiden unterwegs sind. Und für alle, die es schon immer wissen wollten: Das HinweisschildWanderparkplatz“ gibt es offiziell bereits seit April 2014 nicht mehr – das moderne Schild läuft seitdem als Verkehrszeichen mit der Nummer 317. Die alte Pärchen-Version stammt aus dem Jahr 1967 und geht auf einen Gestaltungsvorschlag des Deutschen Wandervereins zurück, der dafür extra einen Wettbewerb ausgeschrieben hatte.

Auf dem modernen Hinweisschild aus dem Jahr 2014 gibt es geschlechtsneutrale Figuren zu sehen. Quelle: Carina Bahl

Von Carina Bahl

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