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Region Isernhagen Nachrichten Ortsfeuerwehr Altwarmbüchen: Nachwuchs ist einsatzbereit
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11:53 10.02.2019
Clive von Plehn (von links), Kevin Bartels, Nikita Kostjuk, Timo Bodendorf, Jan Hackbarth, Michael Meinhardt, Claudia van Veen, Saskia Schmuhl, Nathalie Schmuhl, Stefan Karsten, Patrick Schmuhl, André Simon, Oliver Behnsen und Marc Perl bei der Hauptversammlung der Schwerpunktfeuerwehr Altwarmbüchen. Quelle: Patricia Chadde
Altwarmbüchen

Die Schwerpunktfeuerwehr Altwarmbüchen hatte im Jahr 2018 mit 109 Einsätzen nur einen weniger als im Jahr davor. Doch nur bei einem Drittel der Alarmierungen ging es um Brandeinsätze, wie Ortsbrandmeister Marc Perl am Sonnabendabend bei der Jahresversammlung im Hotel Hennies berichtet.

„Unsere Unterstützung war vor allem bei den Hilfeleistungseinsätzen gefragt“, sagte Perl. Mit rund 54 Prozent falle mehr als die Hälfte aller Einsätze in diese Kategorie. Bei 8 Prozent ging es um ausgelöste Brandmeldeanlagen und bei 3 Prozent um Tierrettungen, so Perl. Gruppenführer Walter Rinne fasst das Einsatzjahr 2018 als „interessant, manchmal stressig, arbeitsreich, ernüchternd, nachdenklich, kameradschaftlich, ereignisreich, sprachlos und auch ein bisschen gefährlich“ ein und resümiert: „Es war also ein ganz normales Feuerwehrjahr“.

Das Unwetter-Konzept der Schwerpunktfeuerwehr bewährte sich schon gleich beim Sturmtief am 18. Januar 2018. Auch die Pumpen kamen häufig zum Einsatz: „Erst hatte ein Möbelhaus Probleme mit einer Tiefgarage voller Wasser, dann barsten korrodierte Trinkwasserleitungen an der K112“, schildert Walter Rinne die besonderen Einsatzlagen, zum dem auch ein geflutetes Haus samt Grundstück am Pappelweg zählte.

Deutliche Forderungen an die Ministerien

Werden die Einsatzkräfte zu Verkehrsunfällen gerufen, erleben sie oft ein dreistes und auch gefährliches Verhalten der passierenden Autofahrer. Hier fordert Walter Rinne die zuständigen Ministerien ausdrücklich, die Feuerwehr im Verkehrsraum deutlich besser zu schützen. „In anderen Bundesländern ist mehr möglich als bei uns“, so der Gruppenführer.

Auch wenn es beim Ablauf der Jahresversammlung nur geringe Abweichungen zu den bisherigen Hauptversammlungen gab, stach diesmal die erfolgreiche Nachwuchsarbeit heraus. Sie sorgte für einen Meilenstein in der Historie der Schwerpunktfeuerwehr Altwarmbüchen: Neun Jahre nach der Gründung der Kinderabteilung im Jahr 2010 unter der Leitung von Claudia van Veen konnte erstmals schon dort an die Feuerwehr herangeführter Nachwuchs aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst wechseln. Seit dem 8. Februar gehören auch Leonie van Veen, Marie Meinhardt und Kilian Buhr zur 57 Mitglieder starken Einsatzabteilung.

Wohnraummangel macht Feuerwehr zu schaffen

Ortsbrandmeister Marc Perl informierte außerdem über die digitalen Helfer namens Feuer-On und Divera 24/7. Dass ein Bericht mit dem neuen digitalen Werkzeug nun allerdings statt drei bis fünf Minuten 15 Minuten Zeit erfordert, findet er unangemessen und stark verbesserungswürdig. Wie dramatisch sich Altwarmbüchens Mangel an bezahlbarem Wohnraum und der Fakt vieler Pendler auf die Verfügbarkeit der Einsatzkräfte auswirken, schildert der Ortsbrandmeister eindrucksvoll. Um so wichtiger war ihm der Dank an die 352 Mitglieder der Schwerpunktfeuerwehr, die nur einen Bruchteil von Altwarmbüchens 9075 Einwohner stellen, aber immer bereit zum Retten, Löschen und Bergen sind.

Beförderungen standen ebenfalls an: André Simon wurde zum Brandmeister, Patrick Schmuhl zum Oberlöschmeister und Stefan Karsten zum Löschmeister befördert. Claudia van Veen, Saskia Schmuhl und Nathalie Schmuhl sind seit der Jahresversammlung als Hauptfeuerwehrfrauen aktiv, Michael Meinhardt und Jan Hackbarth wurden zu Hauptfeuerwehrmännern befördert. Timo Bodendorf, Nikita Kostjuk und Philipp Krettek sind jetzt Oberfeuerwehrmänner, während Kevin Bartels und Sebastian Wittig nach erfolgreich bestandenem Truppmann-1-Lehrgang in die Feuerwehr aufgenommen wurden.

Von Patricia Chadde

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