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Das Amtsgericht Burgwedel hatte es jetzt mit einer Schlägerei am Maifeiertag in Altwarmbüchen zu tun.

Das Amtsgericht Burgwedel hatte es jetzt mit einer Schlägerei am Maifeiertag in Altwarmbüchen zu tun.
 © Walter

Isernhagen

Maifeier endet mit gebrochener Nase

Weil er einem 18-Jährigen mit einem Faustschlag die Nase gebrochen hatte, muss ein Mann aus Altwarmbüchen nun 70 Tagessätze à 15 Euro bezahlen.

Altwarmbüchen. Erst war die Stimmung feucht-fröhlich, dann flogen Stühle und Fäuste: Eine für einen der Beteiligten sehr schmerzhafte Begegnung am Maifeiertag in Altwarmbüchen hat jetzt ein Nachspiel vor dem Amtsgericht Burgwedel gehabt. 

Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte einem 18-Jährigen mit einem Faustschlag die Nase gebrochen haben. Gegen den Strafbefehl über 70 Tagessätze à 15 Euro hatte der Mann Einspruch eingelegt, weswegen der Fall jetzt vor Gericht landete.

Dort stritt der Angeklagte ab, das Opfer geschlagen zu haben. Stattdessen habe er zunächst vermittelnd auf die Dutzenden von Jugendlichen eingeredet, mitgebrachten Alkohol getrunken, Haschisch geraucht und sich dann sogar gegenseitig mit Stühlen beworfen hätten. Letztlich habe man sie vom Grundstück verwiesen. „Aber ich habe niemanden geschlagen“, versicherte der Angeklagte.

Dem widersprachen sowohl das Opfer als auch ein Bekannter, der in jener Nacht zum 2. Mai ebenfalls vor Ort gewesen war. Beide waren sich absolut sicher, dass es sich bei dem Schläger eben doch um den Angeklagten gehandelt habe. „Ich habe sogar den Knochen brechen hören“, sagte der Bekannte aus, wie dicht er gestanden habe. Die weiteren Zeugen konnten nur das Drumherum der damaligen Situation beschreiben. Die Polizei hatte den Sachverhalt wegen des Trunkenheitsgrades beziehungsweise der Agressivität der Beteiligten damals gar nicht richtig aufnehmen können.

Bei zwei Belastungs-, aber keinem Entlastungszeugen nahm der Angeklagte den dringenden Rat des Richters, den Einspruch gegen den Strafbefehl besser zurückzuziehen, letztlich an – bei einer Verurteilung hätte er wohl noch mehr zahlen müssen.

Teuer wird es auch für einen Zeugen, der trotz Ladung und telefonischer Ermahnung durch den Richter dem Prozess fernblieb. Gegen ihn verhängte der Richter ein Ordnungsgeld von 300 Euro.

Von Frank Walter


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Isernhagen ist ...

  • ... eine Gemeinde nordöstlich von Hannover mit knapp 23.000 Einwohnern
  • ... Heimat von Olympiasiegerin Anke Kühn (Hockey)
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