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Fuhrbergs Pastor Rainer Henne (von links) würdigt die routinierten Baumpflanzer Hans Hermann Wöbse und Fritz Garms, die die Linde fachgerecht setzen.

Fuhrbergs Pastor Rainer Henne (von links) würdigt die routinierten Baumpflanzer Hans Hermann Wöbse und Fritz Garms, die die Linde fachgerecht setzen.© PATRICIA CHADDE

Burgwedel

Linde und Platzkonzert würdigen Luther

Fuhrbergs Pastor Rainer Henne hat den Reformationstag genutzt, um in seiner Predigt für die Freiheit des Denkens und des Glaubens zu danken. Auch in Burgwedels Innenstadt war das Reformationsjubiläum sicht- und hörbar.

Fuhrberg/Großburgwedel. Orgelspiel, der Gesang des Chors EnCanto und die Lieder der Gottesdienstbesucher sorgen in Fuhrberg für den musikalischen Rahmen des Festgottesdienstes zum Reformationstag, der sich um das Motto Freiheit dreht. "Wir danken für die Freiheit im Leben und im Glauben, damit wir uns nicht selbst Gefängnisse bauen für unseren Geist und unseren Glauben", gibt Pastor Rainer Henne die Richtung vor. Zu dem Thema passt auch die Kollekte, die zur Unterstützung der Schneller-Schulen in Palästina gesammelt wird. Dort ist die Freiheit nicht so alltäglich wie in der Bundesrepublik, weshalb das Bildungsprojekt für Mädchen und Jungen jeder Glaubensrichtung besonders unterstützenswert ist und im besten Fall einen Schritt in Richtung Frieden führt.

Ole ist mit vier Wochen der jüngste Gottesdienstbesucher und mit seinen Geschwistern und Eltern auch beim anschließenden Pflanzen einer Linde dabei. "Ihr habt das ganz toll gemacht", lobt Rainer Henne die Geduld des Nachwuchses. Der bekommt vor der Tür dann Fritz Garms zu sehen, der für den neuen Baum ein Pflanzloch buddelt, während Hans Hermann Wöbse einen Halt gebenden Pfahl einschlägt. Rainer Henne umfasst den Lindenstamm und wünscht: "So stehe in Gottes Güte und werde zum Segen", wozu das Stück "Eine feste Burg ist unser Gott" vom Posaunenchor Fuhrberg hervorragend passt.

In Großburgedels Innenstadt ist der Reformationstag ebenfalls sicht- und hörbar. Luftballons mit Luthers Konterfei schweben am St.-Petri-Zaun, aber es klingen auch Choräle, intoniert vom Bläserkreis Wettmar, durch die Von-Alten Straße und finden viele Zuhörer. Pünktlich um 15.17 Uhr - in Erinnerung an das Jahr 1517 - beginnt das Platzkonzert unter Leitung von Peter Dietterle, was  Gisela und Friedrich Ebeling wunderschön finden. Für sie ist der Abendgottesdienst zu spät am Tag. Umso mehr erfreuen sie sich an Klassikern wie "Eine feste Burg ist unser Gott", dem "Vater, unser Himmelreich", sowie "Allein Gott in der Höh'". Nach einer Viertelstunde zerstreuen sich die Menschen wieder - als wäre es ein kleiner Reformations-Flashmob gewesen.

Von PATRICIA CHADDE


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