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Nachrichten Ortsrat fordert Halteverbot für Lastwagen
Region Isernhagen Nachrichten Ortsrat fordert Halteverbot für Lastwagen
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00:43 27.05.2018
Parkende Lastwagen stören Anwohner der Straße Großhorst. Quelle: Jarolim-Vormeier
Kirchhorst

Abgestellte Lastwagen in Kirchhorst sind seit Jahren ein Problem. Anwohner hatten sich unlängst wieder einmal über Lärm, parkende Lastwagen und Verunreinigungen auf den Seitenstreifen an der Straßen Großhorst und Kollberg beschwert. Sie forderten ein Halteverbot auf den Zubringern ins Gewerbegebiet. Die Gemeinde Isernhagen hatte an der Großhorst als Testphase bis Ende April mobile Halteverbotsschilder aufgestellt. „Die bisherigen Erkenntnisse ergaben eine ungewollte Verlagerung der parkenden Lkw an die Straße Kollberg und nicht wie gewollt in die Sattlerstraße“, heißt es aus dem Rathaus.

Ortsrat will Wertstoffinsel sofort schließen

Illegal entsorgen Lastwagenfahrer ihren Müll entlang der Straßen Großhorst und Kollberg. Ähnlich zugemüllt sieht es auch an der Wertstoffinsel an der Zufahrt zum Kirchhorster See aus. „Wenn drei Tage lang keine Kontrolle erfolgt, ist die Sammelstelle wieder zugemüllt“, sagte Ulrich von Rautenkranz (FDP) und forderte die sofortige Schließung, damit die Rattenplage nicht noch größer werde. Dem schlossen sich auch seine Ortsratskollegen an.

Dagegen hatte die Verwaltung vorgeschlagen, den Wertstoffplatz am gegenwärtigen Standort zu belassen und diesen regelmäßig zu prüfen. Das Aufstellen von Altkleidercontainern ist durch einen Ratsbeschluss an die Wertstoffsammelplätze gebunden, diese sind vertraglich verortet – und der Vertrag läuft bis Ende 2019. Gleichwohl will die Gemeinde alternativ nach einem geeigneten Standort suchen. „Möglicherweise wäre die Suche nach einem neuen Standort zusammen mit der Dorfentwicklung möglich“, schlug Rautenkranz vor.

Nach den Anwohnern macht sich nun auch der Ortsrat für Verbesserungen stark. Am Mittwochabend verständigten sich die Politiker auf insgesamt drei Anträge: Sie fordern ein Halteverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen im Mischgebiet an der Großhorst vom Kirchhorster Kreisel bis zur Einmündung der Straße Kollberg. Das Halteverbot soll auch im weiteren Verlauf der Straße Kollberg bis zur Tischlerstraße gelten – und ebenfalls von der Kreuzung Großhorst/Kollberg bis zur Tischlerstraße. Diese Straßenabschnitte liegen im Gewerbegebiet.

Mit diesen drei Anträgen folgte der Ortsrat der Argumention der Gemeinde. Beide wollen verhindern, dass, wenn Halteverbotsschilder nur an der Straße Großhorst aufgestellt würden, sich das Parkproblem an die Straße Kollberg verlagert. „Das Parken wird dort kaltschnäuzig ausgenutzt“, sagte Ortsbürgermeister Herbert Löffler (SPD). Abgestellte Lastwagen – auch auf Privatgrundstücken – dienten anderen Lastwagenfahrern als Vorbild. Das sei für die Anwohner nicht in Ordnung.

Hugo Berkelmann (CDU), der selbst an der Straße Großhorst wohnt, erinnerte an eine Unterschriftenliste aus dem Jahr 2004. Schon damals hatten Anwohner über Lärmbelästigungen und vollgeparkte Straßen geklagt. Mittlerweile sei es noch schlimmer geworden - insbesondere wegen der roten Höffner-Lastwagen. „Ab 3 Uhr in der Nacht laufen die Motoren warm, und nicht nur fünf Minuten“, berichtete er. Er sprach sich dafür aus, dass Lastwagen die Stellmacherstraße als Zubringer ins Gewerbegebiet nutzen sollten.

Dass nach wie vor 40-Tonner über die Straße Großhorst donnerten, darüber ärgert sich auch Anwohner Jörk Heichert. Er bedauert, dass die vorübergehenden Halteverbotsschilder wieder abgebaut wurden. Zudem ist ihm die löchrige Straße ein Dorn im Auge. Die Straße zum Kirchhorster See sei komplett neu geteert worden. „Die Löcher auf der Straße Großhorst sind nur lieblos geflickt worden.“

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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