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Nachrichten Kirchhorst: Verwaltung lehnt Tempo 10 ab
Region Isernhagen Nachrichten Kirchhorst: Verwaltung lehnt Tempo 10 ab
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00:41 27.05.2018
Der Ortsrat wünscht sich am Schul- und Pastorenweg Tempo 10 oder eine Verlängerung des Fußweges, damit Kinder sicher in die Schule kommen. Quelle: Jarolim-Vormeier
Kirchhorst

Die Gemeinde Isernhagen lehnt es ab, Tempo 10 auf dem Kirchhorster Schulweg bis zur Begegnungsstätte und auf dem gesamten Pastorenweg anzuordnen. Bislang ist dort Tempo 30 zulässig. Die Ablehnung erfolgte aufgrund einer Verkehrsmessung, um die der Ortsrat Kirchhorst in der Sitzung im Februar gebeten hatte.

Vom 28. Februar bis 3. März hatte die Gemeinde die Geschwindigkeit von 804 Fahrzeugen auf dem Schul- und Pastorenweg ermittelt. 188 Fahrer hatten dabei Tempo 30 überschritten. Die maximale Geschwindigkeit lag bei 43 Kilometern pro Stunde. Im Ergebnis sei Tempo 10 rechtlich nicht möglich, weil es in diesem Bereich nicht zu gefährlichen Verkehrssituationen komme. „Wir dürfen die Tempo-10-Zone nicht anordnen“, betonte Rathausmitarbeiterin Claudia Halfen. Und weniger Schilder seien ohnehin besser.

Diese Ablehnung stieß am Mittwochabend im Ortsrat auf Kritik. Die Politiker fordern weiterhin Tempo 10, sogar mit einer Fristsetzung zum 1. August. Sollte das Rathaus dies weiterhin ablehnen, so soll im Haushalt Geld für bauliche Veränderungen wie etwa die Verlängerung des Fußwegs am Schulweg eingeplant werden.

Das Argument der Verwaltung, dass man Tempo 10 nicht anordnen dürfe, bezeichnete Ortsbürgermeister Herbert Löffler (SPD) als abwegig. „Die Entscheidung bringt mich zur Weißglut“, sagte er. Sehr wohl hätten Eltern gefährliche Situationen auf dem Schul- wie auch dem Pastorenweg beobachtet und bestätigten auch, dass mancher zu schnell fahre. Um der Forderung nach Tempo 10 Nachdruck zu verleihen, hatten Eltern Unterschriften im Kindergarten sowie an der Grundschule gesammelt und diese in der letzten Ortsratssitzung im Februar dem Ortsbürgermeister überreicht. Tempo 30 sei dort viel zu schnell, sagte Löffler dafür. Er bedauere, dass sich die Verwaltung offenbar nicht um die Kinder sorge und nicht an deren Wohl denke. „Das tut weh.“

Carsten Frey (CDU) versteht die ablehnende Haltung der Gemeinde ebenfalls nicht. Auch wenn bislang nichts passiert sei, sei dies für ihn kein schlüssiges Argument, Tempo 10 nicht anzuordnen. „Kinder sind unser höchstes Gut“ – deshalb müsse für ihre Sicherheit auf den Straßen gesorgt werden, schloss sich Ulrich von Rautenkranz (FDP) seinen Kollegen an.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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