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Nachrichten Wildernder Hund reißt Rehbock
Region Isernhagen Nachrichten Wildernder Hund reißt Rehbock
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15:10 06.03.2018
Rehe gehören in Isernhagen zum Ortsbild. Quelle: Archiv
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Isernhagen H.B

Ein Hund hat am Montagnachmittag in Isernhagen H.B. ein Reh gehetzt und auf dem Kinderspielplatz an der Holbeinstraße zu Boden gerissen. Ein Jäger musste das schwer verletzte Wildtier noch direkt auf dem Spielplatz erschießen.

„Der Rehbock war übel zugerichtet und schrie“, berichtet Jagdpächter Gerd Böttcher, der von der alarmierten Polizei hinzugeriefen wurde. Mehrere Anwohner sollen gegen 16.15 Uhr Zeugen der Attacke geworden sein. Der Hund hatte das Reh offenbar in einen Zaun gedrängt und dann in die Keulen gebissen. Schließlich gelang es den Polizisten, ihn einzufangen und anzuleinen. Böttcher als zuständiger Jagdpächter holte von zu Hause ein Gewehr und erlöste den Rehbock mit einem Schuss von seinen Leiden.

Der Hund gehört offenbar einem Jäger – er sei „jagdlich geführt“, bestätigte Böttcher. Das Tier sei in einem unbeobachteten Moment vom heimischen Grundstück gelaufen und dann auf das Reh getroffen. Für den Jagdpächter ist der Riss beileibe kein Einzelfall. Im rund 200 Hektar großen Revier Isernhagen H.B.  seien im nun ablaufenden Jagdjahr, das Anfang April 2017 begonnen hatte, 30 Rehe „erbeutet“ worden, rechnet Böttcher vor. 19 davon seien geschossen worden, eines sei an einer Krankheit verendet, fünf weitere bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. „Und bei den übrigen fünf Rehen waren es wohl Hunde.“

Auch für Isernhagens Hegeringleiter Detlef Pausch sind Probleme mit wildernden Hunden nichts Neues. Zuletzt habe es von der Grenze von K.B. zu N.B. eine Meldung über ein totes Reh gegeben, dass mutmaßlich einem Hund zum Opfer gefallen sei. Gerade jetzt in der vegetationsarmen Periode fänden Rehe kaum Deckung, Hunde könnten die Wildtiere schon von weitem erspähen – „und die Bewegung löst dann den Hetztrieb aus“. Der Hegeringsleiter bittet Halter deshalb, aufmerksam zu sein und ihre Hunde lieber einmal mehr als einmal zu wenig an die Leine zu nehmen. „Leider kommt oft erst die Einsicht, wenn schon etwas passiert ist.“

Von Frank Walter

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