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Region Isernhagen Nachrichten Offene Pforte bringt Gärtner zusammen
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00:15 01.08.2018
Ines (links) und Ulrich Staesche zeigen Besucherin Ingrid Jeschke ihren Garten. Quelle: Heine
Altwarmbüchen

Seit nunmehr 27 Jahren öffnen private Gartenbesitzer in der Region Hannover ihr grünes Reich an festgelegten Terminen für interessierte Besucher. Ines und Ulrich Staesche beteiligen sich immer wieder gern an diesem Programm der „Offenen Pforte“ und gestatten Einblicke auf ihr Grundstück an der Gleiwitzer Straße in Altwarmbüchen. „Wir haben durch unsere Teilnahme viele nette Menschen kennengelernt und von dem Austausch mit Gartenliebhabern profitiert“, sagte Ulrich Staesche.

Am Sonnabend und Sonntag führte das Ehepaar einmal mehr Besucher durch ihre 400 Quadratmeter große Oase. Der erste Gast war Ingrid Jeschke. Sie wohnt in der Nachbarschaft und war gekommen, weil sie sich für Pflanzen im Allgemeinen und Ikebana, die japanische Kunst des Blumen-Arrangierens, im Besonderen interessiert.

„Ich bin überrascht von der Größe des Gartens, der Pflanzenvielfalt und der geordneten Natürlichkeit“, sagte sie. Ihr gefalle besonders der kleine, zum Teil mit Seerosen bewachsene Gartenteich, in dem sich Goldfische tummeln, und die Sitzecke im Schatten der großen Blutbuche. Interessant sei auch der Gegensatz zwischen den exotischen Pflanzen im Wintergarten und den Wildblumen im Außenbereich.

„Der Garten hat seine Grundgestalt in den Achtzigerjahren erhalten.“ Um die Lärmschutzwand, die den Garten zur Kircher Straße hin abschirmt, zu verdecken, habe er davor einen Sandhügel aufgeschüttet und eine kleine Wasserlandschaft mit Wasserfall modelliert, berichtete Ulrich Staesche. Der pensionierte Geologe hat eine Vorliebe für Wildpflanzen, die zu Trockenrasen-Gesellschaften gehören. „Ich war der Meinung sie würden weniger Arbeit machen, was sich aber als Irrtum herausgestellt hat", sagte Staesche. Täglich verbringt er mehrere Stunden im Garten, um zu wässern, zu beschneiden und den Grasbewuchs, der sich zwischen den Wildpflanzen breit macht, einzudämmen.

Neue Samen und Pflanzen sammelt der passionierte Wanderer bei seinen ausgedehnten Touren in ganz Deutschland. Immer hat er eine Botanisierbüchse dabei. Trotz seiner großen gärtnerischen Erfahrung muss er bei Neuzugängen schon noch einmal ein Bestimmungsbuch zu Rate ziehen, um den richtigen Platz im Garten zu finden.

Chemie und künstlicher Dünger sind für Ulrich Staesche tabu. Um sich die Arbeit altersgerecht zu erleichtern, hat er beschlossen, sich nicht mehr so stark in das Wachsen und Gedeihen einzumischen. Zukunftsprojekte sind ein großes Staudenbeet vor dem Wintergarten und ein zweites Insektenhotel. „Der Garten vermittelt mir Zufriedenheit und Ruhe. Ich kann mir vorstellen, hier alt zu werden“, sagte Staesche. Seine Begeisterung für das Gärtnern hat Ulrich Staesche an seinen Sohn Martin weitergegeben. Dieser ist Landschaftsgärtner.

Von Sybille Heine

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